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KI-Aufbruch und Klimafragen: Niedersachsenpanel zeigt gesellschaftliche Stimmungen

Mit ihrer Beteiligung an dem landesweiten Forschungsprojekt macht die TU Clausthal sichtbar, wie Niedersachsen auf zentrale Zukunftsfragen blickt.

Wie blickt Niedersachsen auf den gesellschaftlichen Wandel? Zwischen technologischem Aufbruch, Klimafragen und dem Vertrauen in demokratische Entwicklungen liefert das Niedersachsenpanel erste aufschlussreiche Antworten. An dem landesweiten Forschungsprojekt ist auch die Technische Universität Clausthal beteiligt. Vorgestellt wurden die ersten Ergebnisse im Sommersemester im Rahmen des Workshops „Wissenschaft trifft politische Praxis“ im Leibnizhaus Hannover.

Das Niedersachsenpanel ist ein langfristig angelegtes, interdisziplinäres Forschungsinstrument, das Einstellungen, Präferenzen und Verhaltensweisen in Niedersachsen erfasst. Seit dem Start im Juli 2025 haben sich bereits mehr als 5.000 Menschen registriert. Das Panel ist Teil des Wissenschaftsraums „Verhaltensökonomik und gesellschaftliche Transformation“, der im Rahmen des Programms zukunft.niedersachsen vom Wissenschaftsministerium und der VolkswagenStiftung gefördert wird.

Künstliche Intelligenz ist längst im Alltag angekommen

Die zwischen August 2025 und März 2026 durchgeführte Eingangsbefragung eröffnet nun einen ersten fundierten Blick auf zentrale gesellschaftliche Zukunftsfragen. Die Auswertung zeigt unter anderem, dass künstliche Intelligenz längst im Alltag vieler Menschen in Niedersachsen angekommen ist – wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. Insgesamt geben 43,6 Prozent der Befragten an, KI regelmäßig für alltägliche Aufgaben zu nutzen. Bei den 18- bis 34-Jährigen liegt dieser Anteil bei 61,2 Prozent, bei den über 54-Jährigen bei 31,5 Prozent.

Mit Blick auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und die Leistungsfähigkeit künstlicher Intelligenz zeigt sich in Niedersachsen zugleich ein überwiegend optimistisches Stimmungsbild. 67,5 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass ein Großteil der Gesellschaft von einer Zukunft mit KI profitieren wird. Gleichzeitig bleibt das Thema für viele mit Vorbehalten verbunden: 42,6 Prozent geben an, künstliche Intelligenz als unheimlich zu empfinden.

Auch beim Thema Klimawandel zeigt sich ein vielschichtiges Bild. Eine klare Mehrheit der Befragten geht davon aus, dass sich das Weltklima verändert. Zugleich stimmen 83,4 Prozent der Aussage zu, dass die Zukunft der Wirtschaft klimaneutral sein muss. Während viele Befragte Verbrauchsreduktion, Recycling und Wiederverwendung befürworten, bestehen bei konkreten klimapolitischen Instrumenten wie dem CO₂-Preis weiterhin deutliche Informationslücken.

Hilft Erwartungen, Sorgen und die Bereitschaft der Bevölkerung zu verstehen

„Das Niedersachsenpanel bietet die besondere Möglichkeit, gesellschaftliche Einstellungen zu zentralen Zukunftsfragen über einen längeren Zeitraum hinweg wissenschaftlich zu beobachten. Gerade bei Themen wie Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Transformation ist es wichtig zu verstehen, welche Erwartungen, Sorgen und Handlungsbereitschaften in der Bevölkerung vorhanden sind“, sagt Prof. Heike Schenk-Mathes vom Institute of Management, Economics and Law (IMEL) der TU Clausthal.

„Für die TU Clausthal ist die Beteiligung am Niedersachsenpanel ein wichtiger Beitrag zur interdisziplinären Transformationsforschung. Die Ergebnisse liefern wertvolle Impulse für Wissenschaft, Politik und Gesellschaft und machen deutlich, wie eng ökonomische, technologische und gesellschaftliche Entwicklungen miteinander verknüpft sind“, betont Prof. Fabian Paetzel aus der Leitung des IMEL.

Der Austausch zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft ist ein zentraler Bestandteil des Projekts. Getragen wird das Niedersachsenpanel von sieben niedersächsischen Universitäten sowie dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT. Neben der TU Clausthal sind die Universitäten in Göttingen, Hannover, Lüneburg, Oldenburg, Osnabrück und Vechta beteiligt.

Mitmachen weiter möglich

Eine Registrierung beim Niedersachsenpanel ist weiterhin für Personen mit Erstwohnsitz in Niedersachsen möglich:
www.niedersachsenpanel.de

Kontakt
TU Clausthal
Stabsstelle Presse, Kommunikation und Marketing
E-Mail: presse@tu-clausthal.de

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Wie blickt Niedersachsen auf zentrale Zukunftsfragen? Antworten darauf liefert das Niedersachsenpanel, indem Teilnehmende regelmäßig per Online-Umfrage bzw. Experiment befragt werden. Foto: Mette Vasterling