TU Clausthal leitet Studie zur Kreislaufwirtschaft im Landkreis Goslar
Die Universität untersucht mit Partnern, wie Unternehmen Rohstoffe effizienter nutzen, Kosten senken und das Klima schonen können.
Kern des Vorhabens ist eine vom Land Niedersachsen geförderte Machbarkeitsstudie, die unter wissenschaftlicher Leitung des Clausthaler Institute of Geotechnology and Mineral Resources (IGMR) steht. „Die TU Clausthal setzt damit ihr Leitthema Circular Economy unmittelbar in der Region um“, freut sich Universitätspräsidentin Dr.-Ing. Sylvia Schattauer.
„Das Projekt ist so ausgerichtet, dass die Methodik der Studie auf andere Regionen übertragbar ist. Damit ist unsere Studie auch für andere Kommunen in Südostniedersachsen interessant“, erklärt Prof. Ani Melkonyan-Gottschalk, die wissenschaftliche Leiterin des Projektes.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Analyse von Stoffströmen
Mit der Studie sollen in den kommenden zwölf Monaten neue Ansatzpunkte gefunden werden, wie Unternehmen im Landkreis Goslar Rohstoffe besser nutzen, Kosten senken und gleichzeitig das Klima schonen können. Ein besonderer Fokus liegt auf der Analyse sogenannter Stoffströme – also der Wege, die Materialien und Rohstoffe innerhalb und zwischen Unternehmen nehmen: von der Anlieferung über die Verarbeitung bis hin zum fertigen Produkt und zu möglichen Abfällen. Ziel ist es, über ein Bewertungsmodell konkrete Ansatzpunkte für neue Kooperationen zwischen Unternehmen aufzuzeigen. Dieses Modell soll später auch durch die Wirtschaftsförderung des Landkreises (WiReGo) genutzt werden, um geeignete Vorhaben zu erkennen und zu fördern.
Die Förderbescheide für die Studie überreichte die Landesbeauftragte Dr. Ulrike Witt dieser Tage an die Projektpartner. Sie betonte die Bedeutung des Vorhabens: „Mit dieser Studie setzen wir ein starkes Zeichen für Innovation und Nachhaltigkeit in Südostniedersachsen. Die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung zeigt, wie regionale Entwicklung und Klimaschutz Hand in Hand gehen können.“
Initiativen im Landkreis rund um die Circular Economy
„Der Landkreis Goslar beschäftigt sich bereits intensiv mit Kreislaufwirtschaft. Die Erkenntnisse der Machbarkeitsstudie werden wir als Entscheidungsgrundlage für zukünftige wirtschaftsfördernde Maßnahmen heranziehen“, unterstrich Landrat Dr. Alexander Saipa. „Damit schaffen wir Synergien für die Wirtschaftsförderung und eine sinnvolle Ergänzung zu bereits bestehenden Initiativen im Landkreis rund um die Circular Economy“, ergänzte Dr. Daniel Tomowski von der WiReGo, der zugleich in der Technologie- und Innovationsberatung für die TU Clausthal tätig ist.
Die Kreislaufwirtschaft ist für den Landkreis Goslar von besonderer Bedeutung, da sie die regionale Wirtschaft stärkt, neue Arbeitsplätze schaffen kann und den Ausstoß von klimaschädlichem CO₂ verringert. Durch die wissenschaftliche Ausrichtung an der TU Clausthal und die Übertragbarkeit der Methodik leistet das Projekt zugleich einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der gesamten Region Südostniedersachsen.
Kontakt
TU Clausthal
Stabsstelle Presse, Kommunikation und Marketing
E-Mail: presse@tu-clausthal.de
Übergabe der Förderbescheide im Kreishaus (von links): Sandra Lindemann (Zukunftsregion SüdOstNiedersachsen), Dr. Daniel Tomowski (WiReGo), Paula Burfeind (TU Clausthal), Prof. Ani Melkonyan-Gottschalk (TU Clausthal), Dr. Kai Rasenack (TU Clausthal), Landesbeauftragte Dr. Ulrike Witt, Landrat Dr. Alexander Saipa und Phuong Dang-Böttcher (Koordinatorin Zukunftsregionen beim Landkreis Goslar). Foto: Landkreis Goslar