Prof. Kai Kunze zum Universitätsprofessor an der TU Clausthal ernannt
Prof. Dr. Kai Kunze ist zum Universitätsprofessor für „Human-Centered Information Systems“ an der TU Clausthal ernannt worden. Er vertritt das Fach seit Anfang April am Institut für Informatik.
Kai Kunze ist ein Pionier auf dem Gebiet der Mensch-Computer-Interaktion (HCI), der sich mit der Erweiterung menschlicher Fähigkeiten durch Technologie befasst. „Wir freuen uns sehr, dass Sie aus Japan zu uns gekommen sind. Ich bin gespannt, wie Sie die großen Gestaltungsmöglichkeiten in Ihrem Forschungsbereich nutzen werden“, sagte TU-Präsidentin Dr.-Ing. Sylvia Schattauer bei der Ernennung.
Aufgewachsen in Baden-Württemberg, studierte Kai Kunze zunächst an der International University in Germany (Bruchsal) Informatik und Business. Anschließend promovierte er am Embedded Systems Lab der Universität Passau auf dem Gebiet von „Wearable Computing“. In der Folge sammelte er berufliche Erfahrungen in Europa, Amerika und Asien. So absolvierte Kunze zum Beispiel Forschungsaufenthalte und Praktika am Palo Alto Research Center, dem MIT Media Lab (beide USA), bei Sunlabs Europe (Grenoble, Frankreich) und an der Deutschen Börse in Frankfurt. Von 2012 bis 2014 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und „Assistant Professor“ an der Präfekturuniversität Osaka tätig. In Japan wechselte der Informatiker danach als Professor an die Keio University am Campus Yokohama.
Eyewear Computing – der Fokus liegt auf dem menschlichen Auge
Im Rahmen des Wearable Computing – Computertechnologie, die direkt am Körper getragen wird – liegt der Fokus des Wissenschaftlers in der Forschung auf dem menschlichen Auge (Eyewear Computing). Dabei nutzt er Sensordaten des Auges, um Erkenntnisse über den kognitiven Zustand der Nutzenden zu gewinnen. Weitere Forschungsschwerpunkte bilden die Digitalisierung menschlicher Emotionen und die Erweiterung menschlicher Sinne. Ziel ist es, Technologien zu entwickeln, die die Menschheit intelligenter machen. Insgesamt hat Kunze mehr als 250 Artikel in renommierten Fachzeitschriften und auf hochkarätigen Konferenzen veröffentlicht.
An der TU Clausthal richtet Prof. Kunze seinen Blick zunächst auf den Aufbau projektbasierter Lehrveranstaltungen: „Es gilt Lehre und Forschung miteinander zu verzahnen und das Verschulte hinter uns zulassen. So können wir die Studierenden motivieren“, hat Kunze auch in Japan beobachtet.
Die Universität heißt Prof. Dr. Kunze herzlich willkommen.
Kontakt:
TU Clausthal
Pressesprecher
Christian Ernst
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