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„Pionier der Abfallmineralogie“ Prof. Goldmann feierlich verabschiedetet

Im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums der Aufbereitung an der TU wurde Prof. Daniel Goldmann in den Ruhestand verabschiedet.

„Vor 100 Jahren wurde hier die erste Professur für Aufbereitung berufen. Wer hätte damals gedacht, dass ein so bescheidener Anfang zur global anerkannten Erfolgsgeschichte wird?“, eröffnete Universitätspräsidentin Dr.-Ing. Sylvia Schattauer die Veranstaltung in der Aula Academica. Rund 200 Gäste waren zusammengekommen, um nicht nur die Geschichte der Aufbereitung zu würdigen, sondern auch eine prägende Persönlichkeit der Aufbereitung zu ehren. 

Im Beisein von Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern aus Clausthal, Freiberg, Aachen, Braunschweig, Leoben und der Industrie wurde Prof. Daniel Goldmann in den Ruhestand verabschiedet. „Ihre Handschrift ist unverkennbar: Mit Ihrem Wirken haben Sie der Universität ein einzigartiges Profil verliehen, das viele Menschen nicht nur motiviert, sondern auch ermutigt hat, den eigenen Weg mit Neugier und Zuversicht zu gehen“, lobte Schattauer die Verdienste Goldmanns. 

Lebensweg zwischen Industrie und Wissenschaft

Geboren 1958 und aufgewachsen in Berlin, zog es Daniel Goldmann bereits 1976 zum Studium der Mineralogie und Geologie nach Clausthal. Nach seiner Zeit an der TU führte ihn sein beruflicher Weg für zwanzig Jahre in die Industrie, wobei er 1992 auch seine Promotion abschloss. Zunächst war er in verschiedenen Feldern bei der Preussag tätig und fokussierte sich schließlich auf den Schwerpunkt Automobil-Recycling. Anschließend arbeitete er als Manager für Fahrzeugrecycling neun Jahre bei Volkswagen.

2008 kehrte er an seine Alma Mater zurück und prägte dort über 18 Jahre das Fachgebiet „Rohstoffaufbereitung und Recycling“ am Institut für Aufbereitung, Recycling und Kreislaufwirtschaft, das seit 2025 Teil des neuen Großinstituts IGMR Institute of Geotechnology and Mineral Resources ist. Sein wissenschaftlicher Fokus lag stets auf der Entwicklung von Aufbereitungsverfahren für Erze, industrielle Nebenprodukte und Abfälle.

Prof. Goldmann übernahm 2022 für zwei Jahre die Rolle des Vizepräsidenten für Forschung, Transfer und Transformation. „Sie haben Nachhaltigkeit zur Herzensangelegenheit der TU Clausthal gemacht und uns gezeigt, was es heißt, Brücken zu bauen – zwischen Tradition und Moderne, Wissenschaft und Praxis, Campus und Welt“, betonte die Präsidentin.

Goldmann bleibt der TU verbunden

Der „Pionier der Abfallmineralogie“ hat das Forschungsfeld der Ressourcennutzung aus Abfällen maßgeblich geprägt. Goldmann verantwortete rund 60 große Verbundprojekte, veröffentlichte das Standardwerk „Recyclingtechnik“ – gemeinsam mit Prof. Hans Martens – und leitete über viele Jahre hinweg als wissenschaftlicher Leiter die Berliner Recycling und Rohstoff-Konferenz.

Auch nach seiner offiziellen Verabschiedung bleibt er der Wissenschaft verbunden. So wird Goldmann weiterhin an Forschungsprojekten beteiligt sein, unter anderem am vom Bundesforschungsministerium geförderten Projekt „Retail“ zur Aufbereitung von Rohstoffen aus den Rückständen des Rammelsbergs, das noch 2026 startet. Darüber hinaus bleibt er im Vorstand des Recycling-Clusters REWIMET aktiv, betreut Doktoranden und wird weiterhin Lehrveranstaltungen halten. 

„Ich werde mich im Hintergrund weiterhin engagieren und bin zuversichtlich, dass die Arbeit in sehr guten Händen weitergeführt wird“, erklärte Goldmann zum Abschluss.

Kontakt:
TU Clausthal
Vanessa Jakubus
Telefon: +49 5323 72-5028
E-Mail: vanessa.jakubus@tu-clausthal.de

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Mit viel Beifall wurde Prof. Daniel Goldmann im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums der Aufbereitung aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Rund 200 Teilnehmende feierten sein Wirken der letzten 18 Jahre. Fotos: Jakubus