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Neue Laboratorien stärken Clausthaler Forschung zu kritischen Rohstoffen

Im früheren CUTEC-Gebäude wird eine hochmoderne Forschungsinfrastruktur für Hydrometallurgie und Rohstoffrückgewinnung aufgebaut.

Mit dem Start des Projekts „CRM-Lab – Critical Raw Materials Laboratory“ erweitert das Institute of Geotechnology and Mineral Resources (IGMR) der Technischen Universität Clausthal seine Forschungsinfrastruktur für die nachhaltige Gewinnung und Rückgewinnung kritischer Rohstoffe. Hierfür entsteht auf dem Clausthaler Campus im ehemaligen CUTEC-Gebäude (Leibnizstraße 23) ein hochmodernes Hydrometallurgie-Labor, das gezielt die Entwicklung neuer Verfahren für Recycling und Kreislaufwirtschaft unterstützen soll. Rund 850.000 Euro werden investiert. 

„Kritische Rohstoffe wie Lithium, Nickel, Kobalt und Seltene Erden sind für zahlreiche Zukunftstechnologien von zentraler Bedeutung. Gleichzeitig wächst der Bedarf an effizienten Verfahren, mit denen diese Rohstoffe aus sekundären Quellen wie Batterien, industriellen Reststoffen und anderen komplexen Materialströmen zurückgewonnen werden können“, sagt Universitätspräsidentin Dr.-Ing. Sylvia Schattauer: „Vor diesem Hintergrund freut es mich ganz besonders, dass wir im ehemaligen CUTEC-Gebäude eine Laborinfrastruktur aufbauen können, die zu unserem Kernanliegen, der Circular Economy-Forschung, beiträgt.“ 

Verbindung von experimenteller Hydrometallurgie mit Digitalisierung

Das CRM-Lab soll eine flexible Forschungsplattform bereitstellen. Neben modernsten Laboreinrichtungen für grundlegende Untersuchungen hydrometallurgischer Prozesse werden digitale Überwachungs- und Steuerungssysteme für Labor- und Pilotanlagen eingerichtet, die die Integration von Methoden der Künstlichen Intelligenz ermöglichen. Die Verbindung experimenteller Hydrometallurgie mit digitaler Prozessüberwachung und -steuerung soll dazu beitragen, neue Verfahren schneller zu entwickeln, zu optimieren und anschließend auf größere Maßstäbe zu übertragen.

„Mit dem CRM-Lab wollen wir eine Infrastruktur schaffen, die es uns ermöglicht, nicht nur einzelne Prozessschritte zu untersuchen, sondern vollständige hydrometallurgische Prozessketten unter möglichst realitätsnahen Bedingungen zu entwickeln“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Bengi Yagmurlu, Projektleiter des CRM-Lab und Professor für Hydrometallurgische Aufbereitungsverfahren am IGMR der Technischen Universität Clausthal. „Besonders wichtig ist für uns die Verbindung moderner Verfahrenstechnik mit Automatisierung und digitalen Schnittstellen. Dadurch können wir neue Recycling- und Rohstoffrückgewinnungsprozesse deutlich effizienter entwickeln.“

Stärkung des Forschungsstandortes Clausthal-Zellerfeld

Mit dem CRM-Lab stärken das Institute of Geotechnology and Mineral Resources und die TU Clausthal den Forschungsstandort Clausthal-Zellerfeld und zugleich die Kompetenzen Niedersachsens in den Bereichen Rohstoffsicherung, Recycling und Kreislaufwirtschaft. Das Projekt CRM-Lab wird durch die Europäische Union über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie durch das Land Niedersachsen kofinanziert.

Kontakt
TU Clausthal
Stabsstelle Presse, Kommunikation und Marketing
E-Mail: presse@tu-clausthal.de 

 

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Ein hochmodernes Hydrometallurgie-Labor – das CRM-Lab – wird im ehemaligen CUTEC-Gebäude (Bild unten) entstehen. Das Projekt wird durch die EU über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie das Land Niedersachsen kofinanziert. Grafik/Foto: IGMR, Möldner