Internationalität an der TU Clausthal gewürdigt
Die Universität erhält eine Förderung für ein Projekt zur Stärkung internationaler Studierender auf dem Arbeitsmarkt.
Erfolg für die TU Clausthal: Die Harzer Universität ist eine von fünf Hochschulen, die im Programm „Campus International – Pilotvorhaben zur Gewinnung internationaler Studierender“ des niedersächsischen Wissenschaftsministeriums und der VolkswagenStiftung gefördert werden. Für ihr Projekt „Topup TUC – Förderung der Kompetenzen internationaler Studierender für den Arbeitsmarkt mit projektbasierten Lehr-Lernformaten und enger Begleitung von Unternehmen“ erhält die Universität in den kommenden drei Jahren rund 500.000 Euro.
Mit Topup TUC will die TU Clausthal internationale Studierende gezielt auf den Einstieg in den regionalen Arbeitsmarkt vorbereiten und dazu beitragen, dass sie nach dem Studium in Niedersachsen bleiben. „Seit Jahren liegt der Anteil unserer internationalen Studierenden bei mehr als 50 Prozent. Sie sind für die Region eine große Chance – als hochqualifizierte Fachkräfte und als Brückenbauer in internationale Märkte“, sagt Universitätspräsidentin Dr.-Ing. Sylvia Schattauer. „Mit dem Projekt schaffen wir ein Angebot, das Studium, Spracherwerb, interkulturelle Kompetenzen und Praxiserfahrungen systematisch miteinander verknüpft“, erläutert Projektleiterin Prof. Heike Schenk-Mathes.
Minister Mohrs: Wollen und brauchen internationale Studierende
Ähnlich sieht es Wissenschaftsminister Falko Mohrs: „Wir wollen und brauchen internationale Studierende. Sie bereichern unsere Hochschulen und sind als kommende Fachkräfte unerlässlich für unseren Wirtschaftsstandort. Ohne hochqualifizierte Zuwanderung werden wir unseren Wohlstand langfristig kaum halten können.“
Worum genau geht es bei Topup TUC? Kernstück ist ein Zertifikatsprogramm, das parallel zum Studium absolviert werden kann. Es besteht aus drei Pflichtsäulen, die aufeinander abgestimmt sind:
- studiengangsspezifische Fachkompetenzen,
- (fach-)sprachliche und interkulturelle Kompetenzen,
- individuelle Profilbildung.
Auch am Bedarf regionaler Unternehmen ausgerichtet
Die Module werden sowohl an den Bedarfen der regionalen Unternehmen als auch an den Bedürfnissen der internationalen Studierenden ausgerichtet. Besondere Bedeutung haben projekt- und praxisorientierte Formate, die frühzeitig Kontakte zwischen Studierenden und Unternehmen herstellen. Geplant sind unter anderem ein Podcastprojekt sowie „Challenge-Gates“, wöchentliche Herausforderungen aus der Unternehmenspraxis.
Um die Inhalte optimal an den Anforderungen des Arbeitsmarkts auszurichten, wird Topup TUC in drei Phasen umgesetzt: Konzeption, Implementation und Transmission/Transfer. In der Konzeptionsphase entsteht auf Basis von Interviews mit regionalen Unternehmen ein Kompetenzmodell, das beschreibt, welche fachlichen, sprachlichen und überfachlichen Fähigkeiten internationale Absolventinnen und Absolventen mitbringen sollten. In der anschließenden Implementationsphase werden die Module und Formate entlang dieses Modells entwickelt, erprobt, evaluiert und bei Bedarf angepasst. In der Transmissionsphase werden die gewonnenen Erfahrungen in andere Studiengänge der TU Clausthal übertragen und für weitere Standorte und Hochschulen aufbereitet.
Studiengänge BWL und Intelligent Manufacturing im Fokus
Zum Auftakt wird das neue Zertifikat zunächst in zwei Studiengängen erprobt: im Bachelor Betriebswirtschaftslehre und dem Master Intelligent Manufacturing. Beteiligt an der Umsetzung ist neben der Projektleitung mit dem Institute of Management, Economics and Law das Institut für Maschinenwesen und das Internationale Zentrum Clausthal, das seine Expertise in die Betreuung und Integration internationaler Studierender einbringt.
Kontakt:
TU Clausthal
Pressesprecher
Christian Ernst
Telefon: +49 5323 72-3904
E-Mail: christian.ernst@tu-clausthal.de