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efzn fördert TU-Projekt: Resiliente Binnenschifffahrt in Niedersachsen

Das Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (efzn) fördert TU-Projekt für mehr Krisenfähigkeit des Energiesystems Niedersachsen.

Ob Extremwetterereignisse, Unfälle oder Angriffe: Energieversorgungssysteme sind zunehmend Belastungen ausgesetzt, die sich immer weniger verlässlich vorhersagen oder vermeiden lassen. Deshalb braucht Niedersachsen zwingend resiliente und krisenfähige Systeme. 

Mit dem zweiten niedersächsischen Förderprogramm für kleine, agile Projekte will der efzn-Vorstand die disziplinübergreifende Forschung gezielt stärken und belastbare Handlungsoptionen für die Landespolitik entwickeln. Niedersächsische Forschende waren deshalb aufgefordert, Projekte für Lösungen zur Stärkung der „Krisenfähigkeit des Energiesystems Niedersachsen“ zu entwickeln. Im Rahmen der Projektausschreibung fördert das Energie-Forschungszentrum Niedersachsen nun fünf Projekte – darunter auch ein Vorhaben der TU Clausthal. 

„Dass das Energie-Forschungszentrum Niedersachsen unser Projekt ausgewählt hat, ist eine wertvolle Anerkennung für die Forschungsstärke der TU Clausthal“, sagt TU-Präsidentin und efzn-Aufsichtsratsmitglied Dr.-Ing. Sylvia Schattauer. „Das Vorhaben zeigt exemplarisch, wie wir an unserer Universität Zukunftsfragen der Energieversorgung mit konkreten Lösungsansätzen verbinden.“

TU Clausthal treibt krisenfeste Versorgung voran

Das Projekt „Resiliente Binnenschifffahrt in Niedersachsen“ wird von Prof. Michael Z. Hou (TU Clausthal, Forschungsbereich Energiewandlung und -speicherung) geleitet. Ziel ist es, die Krisenresilienz des Energiesystems in Niedersachsen durch ein binnenschifffahrtsgestütztes Versorgungskonzept zu verbessern.

Konkret werden Hafeninfrastruktur, Schiffsantriebe, Wasserstoff- und P2X-Systeme (Power-to-X), geothermische Strom- und Wärmeerzeugung, unterirdische Speicher sowie digitale Steuerungsansätze systematisch zusammengeführt. Die Binnenschifffahrt wird dabei als Bestandteil regionaler Energieinfrastruktur verstanden: Sie soll in Krisensituationen Energietransport, mobile Speicherung und Notversorgung unterstützen und zudem eine schnelle Systemrekonfiguration ermöglichen.

„Ich freue mich sehr über diesen Auftrag. Mein Team hat bereits mit der Arbeit begonnen, die Rolle der Binnenschifffahrt, der Hafeninfrastruktur und gekoppelter Energiesysteme in Krisensituationen neu zu definieren und konkrete Handlungsempfehlungen für Niedersachsen zu entwickeln, die wissenschaftliche Forschungsergebnisse einbeziehen“, sagt Prof. Hou. „Besonders wichtig ist dabei der Gedanke, vorhandene Infrastrukturen intelligent zu vernetzen und so auch in Krisensituationen Versorgungssicherheit und Handlungsfähigkeit zu stärken. Genau dafür steht die TU Clausthal: für interdisziplinäre Forschung, die wissenschaftliche Tiefe mit Verantwortung für Region, Land und Gesellschaft verbindet“, so TU-Präsidentin Schattauer.

Thematik findet großen Anklang

„Das rege Interesse an unserer Projektausschreibung unterstreicht das hohe Verantwortungsbewusstsein der Antragstellenden für die Stärkung der Krisenfähigkeit des Energiesystems in Niedersachsen“, sagt der efzn-Vorstandssprecher Prof. Sebastian Lehnhoff. 

Die Förderung ist auf maximal sechs Monate befristet. Der Bearbeitungszeitraum liegt zwischen dem 01. August 2026 und dem 31. Januar 2027. Detailliertere Informationen zu den Projekten gibt es auf der efzn-Website.

Kontakt
TU Clausthal
Stabsstelle Presse, Kommunikation und Marketing
E-Mail: presse@tu-clausthal.de

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Um die Krisenfähigkeit des Energiesystems in Niedersachsens zu verbessern, entwickelt die TU Clausthal ein binnenschifffahrtsgestütztes Versorgungskonzept. Das Projekt unter der Leitung von Prof. Michael Z. Hou wird vom efzn gefördert. Foto: AdobeStock