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Das Herz der TU Clausthal schlägt weiter in Clausthal-Zellerfeld

Das Projekt „Uni-Campus der TU Clausthal in Goslar“ stärkt die Universität insgesamt: in Clausthal-Zellerfeld, Goslar und der Region.

Das Projekt „Uni-Campus der TU Clausthal in Goslar“, vorgestellt am 19. August innerhalb der Universität und tags darauf im Rathaus Goslar, hat ein sehr großes Medieninteresse und vielfältige Reaktionen, teilweise auch Fehlinterpretationen, hervorgerufen. Mit diesem Statement zum geplanten Neubau für Forschung und Lehre möchte das Präsidium der Technischen Universität Klarheit schaffen.

Die finanzielle Unterstützung für das Projekt durch die private Tessner-Stiftung, bezogen auf die Außenstelle Goslar, ist eine einmalige Chance für die TU Clausthal und ihre strategische Erweiterung. Der geplante Campus kann ein sichtbares Zentrum für Künstliche Intelligenz, digitale Technologien sowie Energie- und Sensortechnologien in Deutschland werden. Eine solche Entwicklung stärkt die TU Clausthal in ihrer gesamten Breite und Wahrnehmung: am Hauptstandort Clausthal-Zellerfeld ebenso wie in der Außenstelle Goslar. Gleichzeitig erhöhen sich die regionale Wertschöpfung im Landkreis Goslar sowie die Sichtbarkeit des Landes Niedersachsen als Wissenschaftsstandort für KI.

Bewusste Verzahnung schafft zusätzliche Chancen

Dabei ist dem Präsidium wichtig, deutlich zu machen: Clausthal-Zellerfeld bleibt das wissenschaftliche Herz der TU Clausthal, Identitätsort und – wie seit mehr als 250 Jahren – zentraler Universitätsstandort. Goslar ergänzt diese Stärke und erschließt als gut erreichbarer Innovations-, Transfer- und Zugangsort weitere Ressourcen. Durch die bewusste Verzahnung beider Standorte entstehen zusätzliche Chancen für Sichtbarkeit, Kooperationen, Drittmittel, Studienangebote und Transfer.

Gerade in einer geschärften Sichtbarkeit und Profilbildung liegt der zentrale Vorteil für die TU Clausthal. Der Campus macht die Universität als moderne, zukunftsorientierte Wissenschaftseinrichtung in den genannten Feldern erlebbar und trägt dazu bei, das universitäre Leitthema Circular Economy weiter zu etablieren. Zugleich entstehen moderne Lehr- und Lernumgebungen, einmalige Labor- und Technikumsflächen sowie bessere Voraussetzungen für projektbasiertes Lernen, Forschung und Transfer. Damit kann die TU Clausthal ihre Vorreiterrolle bei der Verbindung von KI, Digitalisierung und ingenieurwissenschaftlicher Anwendung ausbauen, zusätzliche Talente gewinnen und ihre Position in Niedersachsen strategisch stärken.

TU Clausthal sucht den Dialog mit allen Beteiligten

Die Außenstelle in Goslar wird in eine klare Gesamtstrategie der TU Clausthal eingebettet. Studiengänge zu KI, die ihren Fokus in Goslar haben, umfassen zahlreiche Studieninhalte, die in Clausthal-Zellerfeld gelehrt werden. Eine gute Verbindung zwischen beiden Orten ist dabei ein zentrales Anliegen. Dazu gehören insbesondere erweiterte, abgestimmte Mobilitätsangebote, die einer kommunalen Unterstützung bedürfen. 

Die TU Clausthal sucht in Bezug auf das geplante Großprojekt bewusst den Dialog –  innerhalb der Universität und darüber hinaus, etwa mit der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld, der Stadt Goslar und weiteren Institutionen. Mit der Stadt Clausthal-Zellerfeld gibt es noch viel zu tun, um den Ort attraktiver und zu machen. In der Vergangenheit haben beide Seiten – im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten – bereits konstruktiv zusammengearbeitet, etwa beim gemeinsamen Engagement für eine Buslinie oder beim Erhalt von Gebäuden.

Unterstützung von Stadt, Kreisstadt, Landkreis und Land erforderlich

Auch nach den Kommunalwahlen wünscht sich die TU Clausthal eine enge Zusammenarbeit mit den Institutionen, um alle Möglichkeiten zu nutzen, die Universität im Wettbewerb mit anderen Hochschulen zu stärken. Das Präsidium sieht es als seine Aufgabe, die TU Clausthal in eine Zukunft zu führen, die der Universität einen festen Platz im Wissenschaftssystem sichert und sie attraktiv für Studierende, Mitarbeitende sowie Professorinnen und Professoren macht. Dafür ist die Unterstützung auf allen Ebenen – Stadt, Kreisstadt, Landkreis und Land – von zentraler Bedeutung und lässt sich insbesondere durch einen kooperativen Geist entfalten.

Das Präsidium hält deshalb daran fest, die einmalige Chance eines „Uni-Campus der TU Clausthal in Goslar“ zu nutzen. Zugleich ist die Hochschulleitung offen für konstruktive Vorschläge, die zu einer nachhaltigen Weiterentwicklung der Universität beitragen. Ein reines Festhalten an der Vergangenheit hingegen eröffnet keinen Weg in die Zukunftsfähigkeit der TU Clausthal, geschweige denn der Region.

Das Präsidium der TU Clausthal

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Mit KI animiertes Bild des geplanten Campus der TU Clausthal in der Außenstelle in Goslar. Grafik: © Stadt Goslar