Chemie Campus Clausthal: Falko Mohrs macht sich ein Bild vom Baufortschritt
Niedersachsens Wissenschaftsminister besucht im Rahmen seiner Sommerreise die TU Clausthal und stellt fest: Die Baumaßnahme läuft.
Außen bereiten Bagger und Radlader die Pflasterarbeiten vor, innen wird an den Decken und Einrichtungen gearbeitet: Mitte August hat Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs das größte Bauprojekt der TU Clausthal seit Jahrzehnten besichtigt: den Chemie Campus Clausthal. Da die Anorganische Chemie aus dem sanierungsbedürftigen Gebäude in der Paul-Ernst-Straße ausziehen muss, entsteht an der Leibnizstraße ein Ersatzbau, der die Chemie-Institute der Universität in einem neuen Gebäudekomplex zusammengeführt.
Universitätspräsidentin Dr.-Ing. Sylvia Schattauer und der hauptberufliche Vizepräsident Dr. Michael Müller-Bahns begrüßten den Minister. Gemeinsam mit dem Staatlichen Baumanagement (SB) Südniedersachsen informierten sie ihn bei einem Rundgang über den Baufortschritt. „Die Arbeiten liegen gut im Zeitplan“, berichtete Anne Günther, Leiterin des Projektes vom SB. Der Einzug in das neue Praktikumsgebäude ist für die erste Jahreshälfte 2027 geplant. Die Baukosten für den ersten Abschnitt belaufen sich auf rund 38 Millionen Euro. Zusammen mit dem folgenden zweiten Bauabschnitt werden nach aktuellem Stand rund 90 Millionen Euro investiert. Damit werde die Baumaßnahme aller Voraussicht nach günstiger als ursprünglich geplant, so die Projektverantwortlichen.
„Diese Investition von 90 Millionen Euro ist gut und notwendig. Das Land Niedersachsen zeigt damit: Es steht zur TU Clausthal“, betonte Mohrs. Anfang der 2030er-Jahre soll der gesamte Chemie Campus fertig sein. „Wir freuen uns schon auf das kommende Sommersemester, wenn das neue Praktikumsgebäude und die renovierten Hörsäle genutzt werden können. Damit ist eine weitere Attraktivitätssteigerung der TU Clausthal verbunden, gerade auch für die Studierenden“, sagte die Universitätspräsidentin.
Auch leerstehende Gebäude sind ein Thema
Im Austausch mit dem Minister ging es auch um die Frage, wie mit verlassenen und leerstehenden Gebäuden umzugehen ist. „Dabei müssen wir auch über Nachnutzungskonzepte sprechen – zum Beispiel für das historische Chemie-Gebäude in der Paul-Ernst-Straße“, führte Sylvia Schattauer aus. Solche Vorhaben seien jedoch nicht zum Nulltarif zu realisieren. Bevor Objekte wie das ehemalige Erdölinstitut in der Walther-Nernst-Straße oder die alte Mensa in der Innenstadt zu „Lost Places“ verkommen und damit die Attraktivität der TU Clausthal schmälern, müsse in letzter Konsequenz über einen Abriss inklusive Recycling der nutzbaren Sekundärrohstoffe gesprochen werden.
Insgesamt besuchte der Wissenschaftsminister im Zuge seiner Sommerreise 13 Baustellen an wissenschaftlichen Einrichtungen in ganz Niedersachsen. Er unterstrich damit die Wichtigkeit von Investitionen in eine moderne, nachhaltige und zukunftsfähige Hochschulinfrastruktur. Bei der Grundsteinlegung für den Chemie Campus Clausthal im November 2024 war Mohrs ebenfalls dabei. Inzwischen ist der erste Bauabschnitt mit dem Bau des viergeschossigen Praktikumsgebäudes und der Sanierung des Horst-Luther-Hörsaalgebäudes weit fortgeschritten. „Schön zu sehen, dass es läuft“, so der Minister.
Kontakt:
TU Clausthal
Pressesprecher
Christian Ernst
Telefon: +49 5323 72-3904
E-Mail: christian.ernst@tu-clausthal.de
Vor dem Chemie Campus Clausthal stellten sich zum Gruppenbild (von links): Marcus Rogge (Leitung Staatliches Baumanagement Südniedersachsen), Thomas Heger, Universitätspräsidentin Dr.-Ing. Sylvia Schattauer (beide TU Clausthal), Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs und Projektleiterin Anne Günther (Baumanagement). Bei ihrem Rundgang machte die Gruppe auch im neuen Praktikumssaal Station. Fotos: Christian Ernst