Wer hoch hinaus will, braucht Talent und Förderer

Die Volksbank im Harz engagiert sich für leistungsstarken Nachwuchs und sieht das als gesellschaftlichen Auftrag. Dabei ist eine Zusammenarbeit mit der TU beim Deutschlandstipendium entstanden.

Junge, hochbegabte Talente gibt es in vielen Bereichen. Doch Talent allein reicht oft nicht. Hinter dem jungen Menschen muss ein Team stehen. Ein Team aus Helfern, Trainern und Geldgebern. Wer hoch hinaus will, braucht Talent, Wille und finanzielle Förderung. Die Volksbank im Harz eG begleitet begabte Talente. Vorstandsmitglied Norbert Gössling hält dies für enorm wichtig. Das sehen auch Professor Gunther Brenner, Beauftragter der TU Clausthal für das Deutschlandstipendium, sowie Andrea Langhorst (Stabsstelle Alumnimanagement) so. Alle drei trafen sich zum Pressegespräch über das Deutschlandstipendium und weitere Förderungen.

„Es ist unsere Verpflichtung, nach vorne zu schauen“, so Gössling. „Wir müssen auf die Jugend setzen, in Wissenschaft und Sport. Das sind die Führungskräfte von morgen.“ Das sei ein gesellschaftlicher Auftrag. Außerdem liegt dem Engagement der Volksbank im Harz eG der genossenschaftliche Gedanke zugrunde: Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele. Das ist das Team hinter dem Talent. Die Förderung mit Stipendien und Studienhilfen ergibt für die Genossenschaftsbank viel Sinn: Es entsteht ein Netzwerk zwischen den jungen Menschen und dem Unternehmen. Von diesem profitieren beide Seiten.

Für das Deutschlandstipendium können sich Studierende oder Abiturientinnen und Abiturienten mit besonderen Leistungen  bewerben. Die Auswahl der Stipendiaten obliegt der TU Clausthal. Das Stipendium kann vergeben werden, wenn sich für die Hälfte der Fördersumme pro Jahr, insgesamt 3.600 Euro, ein privater Geldgeber findet, die zweite Hälfte wird vom Bund übernommen. Die TU ist Vermittler zwischen Stipendiaten und Förderern. Die Volksbank übernimmt 1.800 Euro. Damit kann ein Studierender ein Jahr lang gefördert werden. Nach Ablauf des Jahres können sich die Studierenden erneut bewerben. Neben der Leistung zählen soziales und/oder politisches Engagement, soziale Bedürftigkeit, Bildungsaufstieg oder Migrationshintergrund. Professor Brenner: „Das Programm ist für Hochschulen inzwischen zu einem Standard geworden. Auch in Zukunft werden wir uns daran beteiligen.“

So soll es in der kommenden Förderphase 30 Studierende geben, die ein Deutschlandstipendium bekommen. Bis Ende Juli konnten sie sich für die kommende Förderphase bewerben. „Derzeit können Hochschulen bis zu 1,5 Prozent ihrer Studierenden mit einem Deutschlandstipendium fördern. Das entspricht bei uns in Clausthal etwa 60 Studierenden. Wir sind daher daran interessiert, in Zukunft weitere Förderer zu gewinnen und das Programm auszubauen“, so Brenner. Das Stipendium richtet sich sowohl an deutsche als auch an internationale Studierende, wie Andrea Langhorst betont. Einher gehen damit an der Universität in Clausthal auch erfolgreiche Geschichten von Integration.

Und erfolgreiche Geschichten von Netzwerken gibt es ebenfalls. Student Martin Höcherl, im sechsten Semester des Studiengangs Energie und Rohstoffe, erklärt im TUC Studiblog: „Dazu kommt  die Möglichkeit, sich aktiv zu vernetzen. Man kann sich mit den  Förderern austauschen, um Kontakte zur Arbeitswelt zu knüpfen. Einige Stipendiaten haben die Möglichkeit, ihre Abschlussarbeit bei ihrem Förderer zu schreiben.“

Weitere Informationen zum Deutschlandstipendium

Wollen gemeinsam Talente fördern (von links): Professor Gunther Brenner und Andrea Langhorst von der TU Clausthal sowie Norbert Gössling, Vorstandsmitglied der Volksbank Harz. Foto: Buchwald