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Von Bergbaurückständen bis zu Hightech-Abfällen

Die Recyclingregion Harz intensiviert die Forschung mit dem Start eines Clusters und Projekten zum Batterierecycling. Im Zuge dieser Vorhaben fließen 2,3 Millionen Euro an die TU Clausthal.

Von bergbaulichen Rückständen über Produktionsabfälle bis zu Altprodukten aus dem Hightech-Bereich: In der Recyclingregion Harz nehmen die Aktivitäten in Forschung und Umsetzung weiter zu. In diesem März startet nun das große bundesweite Cluster „greenBatt“ zum Recycling von Industrie- und Traktionsbatterien der Elektromobilität. Insgesamt werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 15 Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 30 Millionen Euro in diesem Forschungsprogramm gefördert. Die TU Clausthal ist mit drei Instituten an insgesamt fünf dieser Projekte beteiligt, die verschiedene Routen und Segmente in der Prozesskette bearbeiten. Das Fördervolumen für diese fünf Projekte beträgt insgesamt 13 Millionen Euro, wobei rund 2,3 Millionen Euro an die TU Clausthal fließen.

Die Aktivitäten im greenBatt-Cluster stehen im übergeordneten Kontext einer zirkulären Batterieproduktion, einem zentralen Baustein für den Erfolg der Automobilindustrie im Bereich der Elektromobilität. Im Hinblick auf eine industrielle Umsetzung, die einen Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis erfordert, spielt die Region zwischen Wolfsburg, Braunschweig, Salzgitter, Goslar und Clausthal-Zellerfeld in Deutschland eine herausgehobene Rolle. Neben einer Vielzahl industrieller Akteure bildet der enge Verbund zwischen der TU Braunschweig, der TU Clausthal, der Hochschule Ostfalia für angewandte Wissenschaften sowie Fraunhofer Instituten wie dem IST in Braunschweig und dem HHI in Goslar das wissenschaftliche Rückgrat. Auch  Niedersachsens Wissenschaftsministerium unterstützt die weiteren Entwicklungen auf diesem Gebiet. Dieser regionale Verbund ist seinerseits vernetzt mit Partnern aus Forschung und Industrie in ganz Deutschland. Hierzu trägt unter anderem auch die sehr enge Kooperation der klassischen drei Rohstoff-Universitäten in Clausthal, Aachen und Freiberg bei.

Die Forschungen zum Recycling der Lithium-Ionen-Traktionsbatterien gehen bereits auf erste große Projekte zurück, die vor rund zwölf Jahren starteten. Mit den Projekten LiBRi und LithoRec wurden die Grundsteine für zwei der wichtigsten Recyclingrouten gelegt, die heute weiterentwickelt und letztlich zur Industriereife geführt werden. Bereits in diesen beiden Projekten arbeiteten die TU Clausthal und die TU Braunschweig in engem Verbund miteinander. Die Erfahrungen daraus konnten im gemeinsamen Folgeprojekt InnoRec (BMBF-Kompetenzcluster ProZell) in Kooperation mit den Universitäten in Aachen, Freiberg und Münster gebündelt und weitergeführt werden. Auf diesem fußen nun die neu startenden Projekte. Parallel zur Entwicklung der Verfahrenstechnik arbeitet der Verbund aus TU Clausthal, TU Braunschweig und der Hochschule Ostfalia zusammen mit gut einem Dutzend Unternehmen aus der Region an der Schaffung ganzheitlicher Recyclingstrukturen und der digitalen Steuerung der kompletten Wirtschaftskette im vom Land Niedersachsen geförderten Projekt Recycling 4.0. Alle drei Hochschulen sowie eine größere Zahl industrieller Partner, die hier aktiv sind, gehören dem Recyclingcluster REWIMET an.

Die aktuell vom BMBF geförderten Projekte sind Teil der Fördermaßnahme „Querschnittsinitiative Batterielebenszyklus“ bestehend aus den Kompetenzclustern „Recycling & Grüne Batterie“ (greenBatt) und „Batterienutzungskonzepte“ (BattNutzung). An den fünf Recyclingprojekten PyroLith, LOWVOLMON, EVanBAtter, EarLiMet und S2taR sind seitens der TU Clausthal die Institute für Aufbereitung (IFAD), Energieverfahrenstechnik (IEVB) und Nichtmetallische Werkstoffe (INW) beteiligt.

 

Wissenschaftlicher Kontakt:
Prof. Dr.-Ing. Daniel Goldmann
Lehrstuhl für Rohstoffaufbereitung und Recycling
Institut für Aufbereitung, Deponietechnik und Geomechanik
Telefon: +49 5323 72-2038
E-Mail: daniel.goldmann@tu-clausthal.de

Recycling von Li-Ionen-Batterien im Institut für Aufbereitung der TU Clausthal. Foto: Goldmann