TU Clausthal im Homeoffice

Hunderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität arbeiten seit Tagen von zu Hause aus und verbessern damit auch ihre digitalen Kompetenzen.

Eine solche Situation hat es an der Technischen Universität Clausthal noch nie gegeben: Die größte Arbeitgeberin der Region hat im Zuge der Corona-Pandemie von Präsenzbetrieb auf digital umgestellt. Die Hochschule minimiert damit die sozialen Kontakte und leistet ihren Beitrag dazu, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

„Nur gemeinsam können wir diese größte gesellschaftliche Herausforderung seit Jahrzehnten bewältigen. Der Handschlag, die Umarmung und das Gruppengespräch sind derzeit nicht angesagt. Persönliche Kontakte gilt es, auf ein Minimum zu reduzieren“, unterstreicht Professor Joachim Schachtner. Der TU-Präsident setzt auf Digitalisierung. Sitzungen der Hochschulleitung und des Krisenstabs laufen inzwischen als Video- oder Telefonkonferenz ab.

Tools für die digitale Kommunikation werden über das Rechenzentrum der TU Clausthal angeboten. Um von außerhalb sicher auf das Netzwerk und die Ressourcen der Universität zugreifen zu können, nutzen viele das virtuelle private Kommunikationsnetz VPN. Aktuell wird daran gearbeitet, die Kapazitäten auszubauen. „Die Art und Weise, wie wir seit Mitte März Kommunikation betreiben, hat sich grundlegend geändert. Bei allen Herausforderungen und Einschränkungen, die wir gerade erleben, ist in allen Bereichen ein Innovationsschub in puncto Digitalisierung zu beobachten, und das ist gleichzeitig auch eine Chance, die wir nutzen wollen“, so Professor Schachtner.

Auch Irene Strebl, die hauptberufliche Vizepräsidentin der TU Clausthal, beschäftigt sich seit Wochen intensiv mit der Corona-Krise und deren Auswirkungen auf den Verwaltungsbetrieb der Hochschule: „Wir müssen die Balance wahren zwischen dem Aufrechterhalten wichtiger Prozesse und der Fürsorge für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ Dank einer erweiterten Notbesetzung vor Ort in der Universität können Löhne und Gehälter sowie wichtige Rechnungen – etwa für Handwerksfirmen – fristgerecht überwiesen werden. Auch die Post wird weiter regelmäßig nach wesentlichen Schreiben gefiltert, und Arbeitsverträge werden auf den Weg gebracht.

„Um möglichst vielen Kolleginnen und Kollegen ein Arbeiten im Homeoffice zu ermöglichen, haben wir kurzfristig gemeinsam mit dem Personalrat eine neue Richtlinie zum mobilen Arbeiten entwickelt, die die arbeitsrechtlichen und organisatorischen Möglichkeiten erweitert“, so die Vizepräsidentin. „Insgesamt ist es wirklich super, wie alle an einem Strang ziehen, um mit dieser außergewöhnlichen Situation bestmöglich umzugehen.“

Auch in der Forschung geht es gegenwärtig um Machbarkeit und Sicherheit. So wird in den Instituten und Forschungszentren weiter notwendiges Personal vorgehalten, um Experimente oder Langzeitversuche zu betreuen, die nicht per Computer koordiniert werden können. Lehre und Prüfungen sind an der TU Clausthal zunächst bis zum 20. April ausgesetzt. Hinter den Kulissen laufen aber längst Vorbereitungen, um digitale Formate weiter zu forcieren. Für die Universitätsbibliothek gilt dies ebenfalls. Mit anderen Worten: Die digitale Transformation schreitet voran.

Allgemeine Informationen zum Coronavirus

 

Kontakt:
TU Clausthal
Pressesprecher
Christian Ernst
Telefon: +49 5323 72-3904
E-Mail: christian.ernst@tu-clausthal.de

Auf dem Campus der TU Clausthal ist derzeit nicht viel los. Die Universität ist für den allgemeinen Publikumsverkehr geschlossen und das Gros der Beschäftigten befindet sich im Homeoffice. Foto: Ernst