Konstrukteur:innen von morgen ausgezeichnet

Die besten Projektarbeiten in der Lehrveranstaltung Maschinenelemente sind am Clausthaler Institut für Maschinenwesen durch den Wissenschaftlichen Verein des Instituts prämiert worden.

Eine Alternativkonstruktion für die Antriebseinheit eines Radladers zu entwerfen: Diese Aufgabe stellte sich den Studierenden der TU Clausthal im vergangenen Semester in der Lehrveranstaltung Maschinenelemente. In diesem anspruchsvollen Maschinenelemente-Projekt, einer Pflichtveranstaltung im Bachelorstudiengang Maschinenbau, werden die Lehrinhalte aus fünf verschiedenen Veranstaltungen zusammengeführt: Maschinenelemente, Technische Mechanik, Bauteilprüfung, Werkstoffkunde und Technisches Zeichnen. Die besten Projektarbeiten sind prämiert worden, die Übergabe der Preise fand im laufenden Wintersemester statt.

Die Antriebseinheit eines Radladers besteht aus einem 1-Gang-Getriebe mit einem Nebenabtrieb für Hydropumpe und Kupplung. Der Nebenabtrieb, so verlangte es die Aufgabenstellung, sollte mit 1,5-facher Drehzahl des Dieselmotors laufen. Für den Fahrtrichtungswechsel sei eine Möglichkeit zum Drehrichtungswechsel im Hinterachsdifferentialgetriebe vorhanden. Der Fahrantrieb sollte mit einer Kupplung für Anfahrvorgänge versehen werden. Im Ladebetrieb werden 100 Prozent der Motorleistung in die Pumpe (Hydraulik) übertragen. Dagegen regelt sich im Fahrbetrieb die Pumpenleistung auf 15 Prozent herunter, da dann nur die Lenkhydraulik genutzt wird. Bei der Bewertung der Projektarbeiten legten die wissenschaftlichen Mitarbeitenden der Lehrveranstaltung um Prof. Armin Lohrengel den Fokus auf die Komponenten des Getriebes und der Kupplung sowie der Pumpenwelle. Dies sind unter anderem die Wellen, Lagerungen, Verzahnungen, Gehäusedeckel mit Verschraubungen und die passende Kupplungsauswahl.

Sehr überzeugend setzten die Studentin Linyue Wang und ihre Kommilitonen Philipp Peter Ellies, Lukas Renner, Reinhard Josef Adolf Deichmann und Moritz Giuri die Anforderungen um. Sie wurden mit Geldpreisen für ihre ebenso kreative wie fachliche Herangehensweise vom Wissenschaftlichen Verein ausgezeichnet. Damit wurden die fünf besten Studierenden von insgesamt 54 Teilnehmenden der Veranstaltung besonders gewürdigt.

Der Wissenschaftliche Verein des IMW besteht aus ehemaligen Doktoranden:innen und Mitarbeiter:innen des Institutes. Ziel des Vereins ist der wissenschaftliche Austausch und die Förderung des Nachwuchses. Der Verein, gegründet 1995, veranstaltet eine jährliche Sitzung mit einem wissenschaftlichem Kolloquium. Auf der Veranstaltung werden Vorträge zur Forschung des Instituts, zur TU Clausthal sowie zu Themen aus der Industrie gehalten. Der Verein möchte durch die jährliche Prämierung einen Anreiz für eine konstruktive Tätigkeit der Studierenden an der TU Clausthal schaffen.

Kontakt:
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Gruppenbild von der Preisübergabe (von links): Prof. Armin Lohrengel, Sören Krahl, Raphael Rehmet (beide IMW), die Studentin Linyue Wang, Max Stök (IMW) sowie die Studenten Philipp Peter Ellies, Moritz Giuri, Lukas Renner und Reinhard Josef Adolf Deichmann. Foto: IMW