Wolfgang-Helms-Preis verliehen

Der Wolfgang-Helms-Preis ging in diesem Jahr an zwei Studentinnen und eine Promovierende der TU Clausthal.

Mit dem Preis werden hervorragende Leistungen in Studium und Forschung in den Bereichen Bergbau und Geowissenschaften gefördert. Die Arbeiten zeichneten sich vor allem durch ihren enormen Umfang und einen hohen Praxisbezug aus. Professor Oliver Langefeld vom Institut für Bergbau und Kuratoriumsvorsitzender der Wolfgang-Helms-Stiftung gratulierte den Preisträgerinnen zu ihrem Erfolg. 

Lina Nicke erhielt den Preis für ihre Bachelorarbeit mit dem Thema „Petrographische und mineralogische Untersuchungen im Staßfurtsalinar des Thüringer Beckens“. Die 23-jährige Masterstudentin studiert aktuell Geoenvironmental Engineering. In ihrer Arbeit untersuchte sie unter anderem den Mineralbestand des Staßfurtsalinars mittels Rasterelektronenmikroskopie und Optischer Emissionsspektoskopie (ICP-OES). Außerdem können die Ergebnisse ihrer Arbeit von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in der Praxis weiterverwendet werden.

Atika Nurfitriyani wurde für ihre Bachelorarbeit mit dem Thema „VentSimTM with Massive Human Influence: Implementation of Enhanced Metabolism in Simulation” ausgezeichnet. Die 24-Jährige studiert Mining Engineering im Master an der TU Clausthal. In ihrer Arbeit geht sie der Frage nach, wie der menschliche Stoffwechsel in einem geschlossenen Raum durch die wettertechnische Planungssoftware VentSim abgebildet werden kann. An einem Beispiel entwickelte die Studentin unterschiedliche Möglichkeiten der Modellierung und führte Simulationen durch.  

Außerdem wurde Dr. Sarah Hupfer für ihre Dissertation „Spectral Induced Polarisation for an enhanced pore-space characterisation and analysis of dissolution processes of carbonate rocks“ ausgezeichnet. Die 31-Jährige ist zum Zeitpunkt der Auszeichnung wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) in Hannover gewesen. Da die TU Clausthal und das LIAG eng zusammenarbeiten, konnte Hupfer während ihrer Arbeit an der Harzer Universität bei Professor Andreas Weller promovieren. In ihrer Arbeit beschäftigte Hupfer sich mit Lösungsprozessen in und an Karbonaten. Damit konnte sie wichtige Grundlagen für ein besseres Verständnis von subrosionsbedingten Prozessen, wie zum Beispiel Erdfällen, und deren Risikoeinschätzung, erforschen.

Lina Nicke (links) und Atika Nurfitriyani (rechts) erhielten von Professor Oliver Langefeld ihre Urkunden. Foto: Nadine Kaiser