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Universitätschor von Konzertreise in die Partnerstadt Spišská Nová Ves zurückgekehrt

Die Möglichkeiten des Engagements nach Vorlesungsende und Feierabend an der TU Clausthal sind vielfältig. Etwa 40 Studierende, Beschäftigte und weitere Sängerinnen und Sänger aus dem Harz haben die letzten Monate damit verbracht, die „Missa Papae Marcelli“ des Renaissancekomponisten Giovanni Pierluigi da Palestrina einzustudieren. Chorleiter Antonius Adamske brachte ihnen nicht nur fremde Musik, sondern auch den Inhalt des lateinischen Texts nahe.

Mit der Messe Palestrinas und einigen Motetten von Johannes Brahms im Gepäck machte sich der Chor zwischen dem 7. und 12. Juni mit dem Bus auf die Reise. Die Fahrt wurde großzügig durch das Goethe-Institut e.V. unterstützt.

Die erste Station war Breslau. Nach der Ankunft wurden die Clausthaler vom Chor der Technische Universität Breslau (Kameralny Chór Politechniki Wroclawskiej) unter der Leitung von Anna Siepak mit einer Auswahl landestypischer Süßigkeiten empfangen. Auf eine gemeinsame Probe folgte abends das sehr gut besuchte Konzert beider Chöre in der Universitätskirche (Kościół Imienia Jezus).

Am 9. Juni führte die Route nach Süden, vorbei am Tatra Gebirge in die slowakische Partnerstadt Spišská Nová Ves. Dort wartete der Chorus Iglovia mit einem herzlichen Empfang. Das gemeinsame Konzert in der Reduta, einem um 1900 erbauten Ballsaal, fand Gefallen beim Publikum. Der Chorus Iglovia, geleitet von Marta Nováková, beeindruckte, indem er sein Programm komplett auswendig sang. Am nächsten Tag leitete Antonius Adamske einen Workshop zum „Vom-Blatt-Singen“, in dem die Waldesnacht von Brahms und die Champs d’Elysee einstudiert wurden. Neben der Musik sorgte der Gastgeberchor für ein Kulturprogramm, von dem die Teilnehmer vor allem die wunderschöne Natur, die Werke Pauls von Leutschau im Dom des heiligen Jakob und die beeindruckende Zipser Burg (Spišský hrad) im Gedächtnis behalten werden. Ein Gegenbesuch des Partnerchores in Clausthal ist für 2021 geplant.

Nach mehrstündiger Fahrt erreichte der Universitätschor am 12. Juni Chemnitz. Die Kirchengemeinde St. Markus hatte eine fachkundige Stadtführung organisiert. Jenseits der gestrengen Blicke von Karl Marx gab der Chor das letzte Konzert der Reise in der Markuskirche, das von Sebastian Schilling mit Orgelstücken abgerundet wurde.

Nicht nur der Kontakt zu den Sängerinnen und Sängern der besuchten Städte konnte durch die Reise belebt werden – auch die Chormitglieder untereinander lernten sich besser kennen und geben ein Beispiel für das gelungene Miteinander von Stadt und Technischer Universität Clausthal.

Chorkonzert am 23. Juni in der Kirche St. Salvatoris

Das Programm ist am Sonntag, 23. Juni, auch in Zellerfeld in der Kirche St. Salvatoris (17 Uhr) zu hören. Ergänzt wird es dort durch das 40-stimmige Stück „Spem in alium“, das mit Gastsängern aufgeführt wird.

(Text Teresa Haars)

Das slowakische Fernsehen hat über das Konzert in der Partnerstadt berichtet: https://www.snv.sk/archiv?video=190612-2

Das Programm, das der Chor während der Konzertreise aufführte, wird auch am 23. Juni in Clausthal-Zellerfeld vorgetragen. Foto: Dinah Epperlein