Prof. Hans-Jürgen Gursky verabschiedet

Der 70-jährige Geologe tritt nach 23 Jahren an der TU Clausthal offiziell in den Ruhestand, bleibt der Universität aber durch einen Lehrauftrag erhalten.

Hans-Jürgen Gursky war 1999 von der TU Darmstadt, an der er eine Professur für Regionale und Historische Geologie innehatte, an die Technische Universität Clausthal gewechselt. Im Harz besetzte er das Fachgebiet Allgemeine Geologie und Sedimentologie und leitete mehrere Jahre das Institut für Geologie und Paläontologie. „Ich gehe mit einem insgesamt guten Gefühl, denn ich hatte eine überwiegend schöne Zeit an der Universität, mit einigen Herausforderungen“, sagte Prof. Gursky, als er von Universitätspräsident Prof. Joachim Schachtner die Abschiedsurkunde entgegennahm. Per Lehrauftrag wird er der TU Clausthal zunächst weiter erhalten bleiben.

Hans-Jürgen Gursky, geboren 1952 in Hagen, studierte an der Universität Münster Germanistik, Geographie und Geologie-Paläontologie. Promotion und Habilitation auf dem Gebiet der Geologie folgten an der Universität Marburg. Schon im Zuge seiner Diplomarbeit sowie später während der Promotion, einer Tätigkeit bei der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit und für Forschungsprojekte verbrachte Gursky viel Zeit im spanischsprachigen Ausland (Spanien, Costa Rica, Panama, Mexiko und Kuba). Für seine Unterstützung beim Aufbau der geowissenschaftlichen Fakultät im mexikanischen Linares verlieh ihm die zuständige Universität von Nuevo León 1988 eine Ehrenmedaille. Es folgten die Habilitation in Marburg und 1993 die erste Professur in Darmstadt.

In der Forschung beschäftigt sich Prof. Gursky mit Gesteinen, die oftmals schon vor vielen hundert Millionen Jahren durch Sedimentation entstanden sind. In den vergangenen Jahren sind zudem Sedimente weit jüngeren Datums in den Fokus seiner Forschung gerückt, vor allem sogenannte „Tailings“, Hinterlassenschaften aus dem Bergbau. Dazu zählen insbesondere von Schwermetall belastete Schlämme aus aktuellen Rohstoffgewinnungs-Projekten, aber auch beispielsweise mittelalterliche Schlacken aus der Erzverhüttung. Ein besonderes Augenmerk galt zuletzt der Frage, inwieweit diese Ablagerungen Rohstoffe enthalten, die sich mit den heutigen Methoden unter vertretbarem Aufwand nutzbar machen lassen. Prof. Gursky ist international vernetzt und pflegt vor allem Verbindungen nach Spanien und Lateinamerika, insbesondere zur Universität Moa in Kuba.

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Christian Ernst
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Prof. Hans-Jürgen Gursky (links) hat von Universitätspräsident Prof. Joachim Schachtner die Verabschiedungsurkunde erhalten. Foto: Ernst