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Reformationstüren in der Uni: Jeder kann Thesen anschlagen

Clausthal-Zellerfeld. Fast jeder hat schon von den legendären Türen der Schlosskirche in Wittenberg gehört, an die Martin Luther vor 500 Jahren seine 95 Thesen angeschlagen hat. Im historischen Eingangsportal der TU Clausthal stehen noch bis Mittwoch zwei hölzerne „Reformationstüren“, an die ebenfalls Thesen genagelt werden können. Jeder, der in Kirche, Ausbildung oder Gesellschaft etwas für reformbedürftig hält, kann seinem Herzen Luft machen.

Pastorin Andrea Siuts schlägt eine These an eine der beiden "Reformationstüren", die im historischen Eingangsbereich der TU Clausthal aufgestellt sind. Foto: Ernst

Pastorin Andrea Siuts schlägt eine These an eine der beiden "Reformationstüren", die im historischen Eingangsbereich der TU Clausthal aufgestellt sind. Foto: Ernst

Die symbolischen „Reformationstüren“ touren im Jubiläumsjahr durch den evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Harzer Land. In der Woche vom 21. bis 26. Februar machen sie in Clausthal Station. Eröffnet wurde die Aktion im historischen Eingangsbereich des Uni-Hauptgebäudes von Pastorin Andrea Siuts, Bürgermeisterin Britta Schweigel und dem Vizepräsidenten der TU für Forschung und Technologietransfer, Professor Alfons Esderts. Im Laufe des 22. Februar werden die beiden Türen über den Kirchenplatz in die Marktkirche weitergebracht.

Wie im Universitätsgebäude so liegen auch in der Marktkirche Papier, Stifte, Nägel und Hammer bereit, damit Thesen aufgeschrieben und befestigt werden können. Studierende, Uni-Beschäftigte und natürlich alle Bürgerinnen und Bürger aus Clausthal-Zellerfeld sind aufgerufen, ihre mögliche Unzufriedenheit mit Gesellschaft, Kirche, Ausbildung oder Lebensbedingungen vor Ort zum Ausdruck zu bringen. Auch Wünsche können formuliert werden. „Die Thesen sollen die Menschen ins Gespräch und zum Nachdenken bringen“, sagte Pastorin Siuts, „sie dürfen ruhig ein bisschen Schärfe und Frechheit haben.“ Durch die Aktion wird das Reformationsjubiläum nicht in erster Linie als Erinnerung an die Person des Reformators Martin Luther begangen, sondern zur Erinnerung an sein Anliegen: den Finger in die Wunden und Ohnmächte der gegenwärtigen Zeit zu legen.

Die geäußerte Kritik wird gesammelt, dokumentiert und im Laufe des Jahres ausgewertet, so die Pastorin. Unter den ersten Anschlägen fand sich die Forderung nach „Mehr Sach- statt Parteipolitik im Rat“ sowie der grundsätzliche Wunsch nach „Weniger Sitzungen“. Luther hatte seinerzeit insbesondere den Ablasshandel kritisiert.

Kontakt:
TU Clausthal
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Christian Ernst
Telefon: +49 5323 72-3904
E-Mail: christian.ernst@tu-clausthal.de

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