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Drei Clausthaler Professoren treten in den Ruhestand

Clausthal-Zellerfeld. Drei Professoren der TU Clausthal sind zum Ende des Monats März nach Erreichen der Altersgrenze in den Ruhestand verabschiedet worden: der Energieexperte Hans-Peter Beck, der Mitbegründer der „Digitalen Fabrik“ Uwe Bracht und der Werkstoff-Wissenschaftler Lothar Wagner.

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Treten Ende März offiziell in den Ruhestand: die Professoren (von links) Uwe Bracht, Hans-Peter Beck und Lothar Wagner. Fotos: Kreutzmann, Ernst

Professor Dr.-Ing. Hans-Peter Beck war im September 1989 zum Universitätsprofessor an der TU Clausthal ernannt worden. Nach 30 Jahren als Direktor des Instituts für Elektrische Energietechnik und Energiesysteme (IEE) sowie jeweils zehn Jahren als Vizepräsident der TU Clausthal für Forschung und Hochschulentwicklung (1999 bis 2009) sowie als Vorstandsvorsitzender des Energie-Forschungszentrums Niedersachsen (2007 bis 2017) hat der 71-Jährige seine Dankesurkunde erhalten. Für das umfangreiche Engagement bedankte sich Universitätspräsident Professor Joachim Schachtner im Namen der TU Clausthal. Beck, der an der TU Berlin promoviert hatte und 1989 vom AEG-Konzern als Leiter der Entwicklung der Triebfahrzeuge im Geschäftsbereich Bahntechnik an die TU Clausthal gekommen war, wird der Universität aber noch erhalten bleiben. Der Energieexperte, der den erfolgreichen Studiengang Energiesystemtechnik aufs Gleis gestellt hat, erhält einen Verwaltungsauftrag, damit er dem IEE möglichst so lange zur Verfügung steht, bis ein Nachfolger da ist.

Insgesamt 23 Jahre war Professor Dr.-Ing. Uwe Bracht an der Technischen Universität Clausthal beschäftigt. Er forschte und lehrte auf dem Gebiet „Anlagenprojektierung und Materialflusslogistik“ am Institut für Maschinelle Anlagentechnik und Betriebsfestigkeit (IMAB). Der Planungsansatz „Digitale Fabrik“ hat sich als Standard zur Planung von Fabriken und Anlagen etabliert. Er ist zusammen mit zwei Kollegen Autor des ersten Standardwerks zur Digitalen Fabrik, das auch Grundlagen für Industrie 4.0 liefert. Der heute 69-Jährige studierte einst Maschinenbau an der Universität Hannover. Nach der Promotion wechselte er 1984 zur Daimler-Benz AG in Bremen. Bracht, der 1996 an das IMAB kam, wird sich noch nicht ganz aus Clausthal verabschieden: „Ein bis zwei Projekte und sieben Doktoranden werde ich noch betreuen“, sagte er.

Professor Dr.-Ing. Lothar Wagner war seit 2003 an der TU Clausthal als Professor für Angewandte Werkstoffkunde und Werkstofftechnik beschäftigt und leitete seit 2005 das gleichnamige Institut. Studium und Promotion (Maschinenbau, Allgemeine Werkstofftechnik) hatte er an der Ruhr-Universität Bochum absolviert. Mit einem Stipendium der Alexander-von-Humboldt-Stiftung folgte ein Forschungsaufenthalt an der Universität Rochester, USA, und später, 1989, die Habilitation an der TU Hamburg-Harburg. Bevor Lothar Wagner an die TU Clausthal kam, war er seit 1993 Professor für Werkstofftechnik an der BTU Cottbus. Den Fokus seines Forschungsgebietes bilden Leichtmetallwerkstoffe auf Basis von Titan, Aluminium und Magnesium und ihre Anwendungen. Professor Wagner ist „Adjunct Professor“ an der Clemson University, USA, und Gastprofessor an Universitäten in China.

 

Kontakt:
TU Clausthal
Pressesprecher
Christian Ernst
Telefon: +49 5323 72-3904
E-Mail: christian.ernst@tu-clausthal.de

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