FAQ

  • Der Begriff Forschungsinformationssysteme umfasst integrierte Dokumentations- und Berichtssysteme, die Leistungen und Ausstattung von forschenden Einrichtungen abbilden. Mit Hilfe dieser Systeme kann die Berichterstattung und die Steuerung von Forschungseinrichtungen erleichtert werden. Weiterhin können die Transparenz des Forschungssystems und die Kommunikation zwischen Forschenden und Öffentlichkeit erhöht werden. (DINI AG FIS, https://dini.de/ag/fis)

    [...] Forschungsinformationssysteme führen verteilt vorgehaltene Informationen aus Verwaltung und Wissenschaft zusammen und ermöglichen damit eine strukturierte Sicht auf Ausstattung und Leistungen einer Institution und ihrer Organisationseinheiten. Zudem bieten sie eine Datenbasis für Mehrwertdienste, insbesondere Webanwendungen. (DINI AG FIS, Positionspapier "Forschungsinformationssysteme in Hochschulen und Forschungseinrichtungen")

  • Der KDSF ist eine Spezifikation zur Standardisierung von so genannten Forschungsinformationen. Er stellt ein freiwilliges Regelwerk zur Harmonisierung und Standardisierung der Forschungsberichterstattung an Forschungseinrichtungen dar und wurde im Januar 2016 durch den Wissenschaftsrat zur Einführung im deutschen Wissenschaftssystem empfohlen. Eine weitere Stellungnahme des Wissenschaftsrats vom Oktober 2020 setzt sich mit Nutzungsmöglichkeiten, Weiterentwicklung und Verbreitung des KDSF auseinander. (Kerndatensatz Forschung, https://www.kerndatensatz-forschung.de)

    Hier finden Sie ein Erklärvideo zum Kerndatensatz Forschung.

  • Forschungsinformationen und Forschungsdaten haben zwar gewisse Schnittpunkte, sind aber grundsätzlich zu unterscheiden.

    Forschungsinformationen

    Mit Forschungsinformationen sind nach einem breiten Verständnis Informationen über Forschungsaktivitäten gemeint, d.h. sogenannte Metadaten über Projekte, Publikationen, publizierte Datensätze, Infrastrukturen und Personen bzw. Teams. (DINI AG FIS, Positionspapier "Forschungsinformationssysteme in Hochschulen und Forschungseinrichtungen")

    Forschungsdaten

    Forschungsdaten sind Daten, die im Zuge der Forschung gesammelt, beobachtet, simuliert, abgeleitet oder generiert werden. (https://www.fdm.tu-clausthal.de/erste-schritte/forschungsdaten-leitlinie)

    Forschungsdaten entstehen also während des Forschungsprozesses und sind Ergebnisse von Forschung, wohingegen Forschungsinformationen Informationen über Forschung und Forschungsprozesse sind und über einen eher administrativen Charakter verfügen.

    Ein Beispiel für Forschungsdaten kann eine Tabelle mit einer Messreihe von Strömungsgeschwindigkeiten sein. Zu dieser Tabelle gehören neben den eigentlichen Messdaten auch Informationen wie z.B. Tabellentitel und Autor. Wird diese Tabelle nun publiziert (z.B. in einem Fachrepositorium), kann sie wiederum als Publikation im FIS hinterlegt werden. In diesem sind dann die entsprechenden Informationen wie Tabellentitel und Autor oder ein eindeutiger Identifikator (z.B. DOI) der Datenpublikation hinterlegt.

  • Das Forschungsinformationssystem wird aktuell an der TUC eingeführt. Ein Zugriff auf das System ist daher noch nicht möglich.

  • Die Einführung jedes einzelnen KDSF-Bereichs (z.B. Publikationen oder Projekte) wird in mehreren Schritten erfolgen.

    Schritt 1: Erhebung Ist-Zustand, Bedarfe und Soll-Prozesse

    Für die Erhebung des Ist-Zustands, der Bedarfe sowie der Soll-Prozesse werden Workshops vom FIS-Team der TUC organisiert und gemeinsam mit den entsprechenden Fachberater*innen der HIS eG, für jeden KDSF-Bereich gesondert, durchgeführt. Beteiligte der TUC sind Expert*innen verschiedener Fachabteilungen und Institutionen sowie Forscher*innen der TUC.

    Schritt 2: Daten- und Prozessmodellierung

    Referenzprozesse, Datenmodelle sowie Rollen und Rechte werden entsprechend der erhobenen Bedarfe angepasst. Entwicklungsbedarfe werden identifiziert und der weitere Umgang mit diesen festgelegt.

    Schritt 3: Technische Umsetzung

    Daten- und Prozessmodelle sowie Rollen- und Rechte werden im HISinOne umgesetzt (Customizing).

    Schritt 4: Testphase mit Pilotnutzer*innen

    Ausgewählte Wissenschaftler*innen (Pilotnutzer*innen) erhalten nach einer Nutzerschulung einen personalisierten Zugang zum System. Parallel werden Strukturen für Support und Nutzerschulung erprobt.

    Schritt 5: Anpassung/Erweiterung von Daten- und Prozessmodellen (optional)

    Ergibt sich in der Testphase dringender Anpassungsbedarf, wird dieser vor dem jeweiligen Rollout vorgenommen.

  • Der Zugriff auf die im FIS hinterlegten Daten wird auf Basis eines dezidierten Rollen- und Rechtemodells erfolgen. Dieses wird unter Berücksichtigung des Datenschutzes und in Abstimmung mit dem Personalrat entwickelt.

  • Bei Fragen steht Ihnen das FIS Team der TUC zur Verfügung. Sie erreichen uns unter fis@tu-clausthal.de und finden uns hier.