Über uns

Absolventenpflege, Fundraising, größere Unabhängigkeit von Vater Staat und Hochschul-marketing werden für die moderne Universität immer wichtiger. Umso erfreulicher ist insofern die Erfolgsgeschichte des Vereins von Freunden der Technischen Universität Clausthal. Der "Verein", wie ihn seine Mitglieder respektvoll nennen, ist am 27. August 1921 von Absolventen der alten Bergakademie gegründet worden. Diese Berg- und Hüttenleute hatten das Ziel, in der schweren Zeit nach dem 1. Weltkrieg der Hochschule und ihrer Studentenschaft zu helfen. Der gemeinnützige Verein entwickelte sich schnell, bereits 1929 war die Mitgliederzahl auf 300 Personen und 100 Firmen gestiegen. Professor Dieter Ameling ist als heutiger Vorsitzender stolz auf das Netzwerk der Ehemaligen: "1500 persönliche und Firmen-Mitglieder stehen heute fest an der Seite der Hochschule."

Blickt man auf die Historie, kam es zu Beginn der 1960er Jahre zu einer Zäsur in Clausthal. Es vollzog sich der Umbruch von der altehrwürdigen Bergakademie zur Technischen Hochschule. Nicht zuletzt dank der Unterstützung des Vereins von Freunden glückte der Übergang zur heutigen TU Clausthal, die seit dem 1. Januar 2009 Mitglied im Dachverband Niedersächsische Technische Hochschule (NTH) ist.

Bei allen Fördermaßnahmen, die der Verein seit Jahrzehnten leistet, ist nicht von Millionenbeträgen die Rede. Nur selten übersteigt ein einzelnes Vorhaben den Wert von 10.000 oder gar 15.000 Euro. Vielmehr ist häufig eine Anschubfinanzierung erforderlich, um ein Projekt überhaupt ins Rollen zu bringen. Ebenso häufig füllt der Verein Finanzierungslücken, wenn die Töpfe der Hochschule nichts mehr hergeben. So sicherte er frühzeitig Grundstücke zum Ausbau der Hochschule im Feldgrabengebiet, dem heutigen Clausthaler Campus. Grundstücke, Studentenheime und Mensa wurden vorfinanziert. Diese Eigenmittel bildeten für die Hochschule erst die Voraussetzung, um staatliche Gelder zu bekommen.

Neben diesen größeren Investitionen "wirkt der Verein heute an allen Ecken und Kanten unserer Alma Mater", sagt Dr.-Ing. Jörg Pfeiffer, seit mehr als 20 Jahren im Vorstand und als Schatzmeister dieser Institution tätig. So betreut der Verein zahlreiche Stiftungen, die mit Geldpreisen die besten wissenschaftlichen Arbeiten bestimmter Fachgebiete prämieren. Um die Öffentlichkeitsarbeit macht sich der Verein seit Jahrzehnten verdient. Anfangs hieß die zweimal jährlich erscheinende Publikation "Mitteilungsblatt", heute wird sie "TUContact" genannt. Darüber hinaus greift der Zirkel immer wieder helfend im Uni-Alltag unter die Arme, beispielsweise, wenn im Orchester unbedingt ein neues Instrument angeschafft werden muss oder ein Professor einen Zuschuss für einen wichtigen Messebesuch braucht.

Andererseits ist auch der Verein von Freunden der TU Clausthal immer wieder auf Unterstützung angewiesen, genauer gesagt auf die Hilfe zahlreicher Mitglieder. Diplom-Ingenieurin Cornelia Rebbereh, Vorstandsmitglied, ist zuversichtlich, dass sich auch verstärkt Frauen dem Verein anschließen: "Von Jahr zu Jahr studieren in Clausthal immer mehr Frauen. Das wird sich mittelfristig sicher auch positiv auf die Mitgliederstruktur auswirken." Im Bundesvergleich betrachtet sind die Mitgliederwerte der Clausthaler Förderer überwältigend. Andere Hochschulen wie die RWTH Aachen oder die Universitäten aus Frankfurt und Duisburg-Essen kommen nicht annähernd auf Oberharzer Verhältnisse. In der südniedersächsischen Bergstadt entfällt fast auf jeden zweiten Studierenden ein Förderer.

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