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Festkolloquium Erdöl- und Erdgasgewinnung und Erdgasversorgung am 30. März 2007

<p> anlässlich des 60. Geburtstages von Prof. Dr. Kurt M. Reinicke </p> (red/Heilmann) Am 30. März 2007 ehrten hochrangige Vertreter aus Hochschule, Verbänden und Industrie die Leistungen von Prof. Dr. Kurt M. Reinicke im Rahmen eines Fachkolloquiums in der Aula der TU Clausthal.

Prof. Reinicke mit Herrn Dr. Gerd Schaumberg (ehem. Leiter der Bohrmeisterschule in Celle)

Prof. Reinicke mit Herrn Dr. Gerd Schaumberg (ehem. Leiter der Bohrmeisterschule in Celle)

In seinen einführenden Worten würdigte Prof. Dr. mont. Günther Pusch, Leiter des Instituts für Erdöl- und Erdgastechnik, den Einsatz von Prof. Reinicke für das Institut für Erdöl- und Erdgastechnik und übernahm anschließend die Moderation des Vormittags. Die Grußworte seitens der Technischen Universität Clausthal überbrachten der Vizepräsident für Forschung und Hochschulentwicklung Prof. Dr. Hans-Peter Beck, sowie die Dekanin der Fakultät II, Frau Prof. Dr. Heike Y. Schenk-Mathes. Beide bedankten sich in Ihren Ansprachen für die bisherige engagierte und erfolgreiche Arbeit zunächst als Vertreter der Professur für Erdöl-Erdgasgewinnung und Erdgasversorgung in Forschung und Lehre und später als hauptamtlicher Hochschullehrer am Institut für Erdöl- und Erdgastechnik. Die Zusammenarbeit sei fruchtbar und führe zu einem „gesunden“ Mix zwischen Industrie- und Hochschuldenken.

Weitere Grußworte überbrachten Prof. Friedrich-Wilhelm Wellmer, Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) a.D., Dr. Gernot Kalkoffen, als Vorsitzender des Wirtschaftsverbandes für Erdöl- und Erdgasgewinnung (WEG) sowie als Vorstand von EMPG Deutschland und Dipl.-Ing. Lothar Lohff, Präsident des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG).

In der Laudatio wirft Dipl.-Ing. N. Lierman, Lehrbeauftragter am Institut für Erdöl und Erdgastechnik und langjähriger Wegbegleiter, einen Blick auf die Persönlichkeit und das bisherige Schaffen von Kurt Reinicke. „Er wirkte viele Jahre als anerkannter Fachmann und erfolgreicher Manager der deutschen Öl- und Gasindustrie, als ein Macher der immer bestrebt war und ist, den Dingen auf den Grund zu gehen. Seit 2003 wirkt er als Hochschullehrer. Hierbei gibt er sein Wissen, seine Erfahrung und seine Ideen an die nächste Generation weiter und ist in der Grundlagenforschung aktiv. In der Laudatio wurde dabei bewusst auf den Begriff „Lebenswerk“ verzichtet, da dieses angesichts der ungebrochenen Aktivität des Jubilars viel zu endgültig wäre.

Nach einer Mittagspause im Plenum der Aula übernahm Prof. Dr.-Ing. Claus Marx die Leitung des Kolloquiums. In dieser Funktion durfte er einige Gäste vorstellen, die dem interessierten Publikum ausgewählte Fachvorträge aus dem Forschungsgebiet der Erdöl- und Erdgastechnik vortrugen. Den Beginn machte Prof. Dr.-Ing. Klaus Homann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Gasnetze in Deutschland und Tschechien, mit seinem Vortrag zum Thema Netzmodell Gas. Hierbei wurden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede anschaulich demonstriert, die bei der aktuellen Marktumstellung bzw. Regulierung im Bereich des Stromtransportes sowie des Erdgastransportes auftreten. Daran anknüpfend stellte Dr. Volker Busack, Leiter für Technologie und erneuerbare Energien VNG AG, im zweiten Vortrag „den Weg der Gaswirtschaft von einer lokalen Institution über einen europäischen Weg in die globale Welt“ vor. Herausforderungen und Risiken für die Unternehmen, den Staat und vor allem die Verbraucher sind zu meistern und bedürfen eines hohen Kraftaufwandes aller Beteiligten. Diesen Punkt nahm Prof. Dr.Ing. Volker Köckritz, Professor für Förder- und Speichertechnik am Institut für Bohrtechnik und Fluidbergbau an der TU Bergakademie Freiberg, im folgenden Vortrag dankend auf. In seinem Vortrag über die Untertage Speicherung von Erdgas ging er sowohl auf technische als auch zukünftige betriebstechnische Problemstellungen der Erdgasspeicherung ein. Als Abschluss des ersten Blocks hielt Prof. Dr. Peter Reichetseder, Geschäftsführer der E.ON Ruhrgas (E&P) AG, einen Vortrag über die E & P Offshore Industrie. Er machte deutlich, dass die Zukunft der Kohlenwasserstoff-gewinnung in Offshore-Gebieten liegt. Er stellte die modernen Maßnahmen und Möglichkeiten der Aufsuchung und Gewinnung dar.

Den zweiten Teil des Nachmittags eröffnete Dipl.-Ing. Thomas Rappuhn, Vorstand der RWE Dea AG, mit einem englischsprachigen Vortrag über das Thema „Mittelplate – a fully integrated approach of advanced field development wells“. Die eindrucksvolle Vorstellung über die Entwicklung, die Schwierigkeiten und die Verwendung von neuen Technologien bei der deutschen offshore gelegenen Öllagerstätte gaben ein gutes Bild über das moderne Berufsfeld Petroleum Engineering. Dieses Bild verstärkte der Vortrag von Dipl.- Ing. Holger Hünike, Leiter des Bereiches Produktionstechnologien GdF Production Exploration GmbH Deutschland, über Schlüsseltechnologien zur Ausbeutesteigerung“. Gerade im Zusammenhang mit Maturen Feldern wie sie in Deutschland noch in Produktion stehen, sind diese Technologien unverzichtbar.

Den letzten Fachvortrag des Tages präsentierte Dipl.-Ing. Dieter Rudschinski, Operationsmanager der EMPG GmbH. Der Vortrag mit dem Thema „Decomplexing – a successful way to improve economics of mature oilfields”, demonstrierte den Zuhörern wie durch optimierten Einsatz von neuen Technologien eine Vielzahl von Produktionseinrichtungen und Prozessschritten eingespart werden können.Ziel ist es, alte Felder so lang wie möglich wirtschaftlich auszubeuten.

Das Schlusswort gehörte dem Jubilar. Prof. Reinicke bedankte sich bei seinen Gästen für deren Erscheinen und die gesprochenen Worte anlässlich seines Geburtstages. Er hofft auch zukünftig erfolgreich mit Hochschule, Gremien und Industrie zusammenarbeiten zu können, um das am Institut für Erdöl- und Erdgastechnik bisher erreichte, wie die Einführung des neuen Master Studiengangs Petroleum Engineering und der Erarbeitung positiver Ergebnisse in der Forschung, erfolgreich weiterzuführen und auszubauen. „Wir haben noch viele Ziele“ ist daher sein Abschlussmotto für das Kolloquium.

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