TU Clausthal > Presse > Nachrichten > TU Nachrichten

TU Nachrichten

 

Kabinett stimmt zu: Energieforschungszentrum Niedersachsen unter TU-Federführung in Goslar

11,7 Millionen Euro für Forschung entlang der Energiekette <br> <br> Hannover/Clausthal-Zellerfeld. Während der zweitägigen Klausur im Kloster Wennigsen (Deister) am 16. und 17. Juli hat das Kabinett der niedersächsischen Landesregierung eine positive Grundsatzentscheidung über die Finanzierung des Energieforschungszentrums Niedersachsen (EFZN) gefällt. Niedersachsen wird sich in den Jahren 2007 bis 2013 mit 11,7 Millionen Euro am Aufbau des EFZN in Goslar beteiligen. Die wissenschaftliche Federführung liegt bei der Technischen Universität (TU) Clausthal. Beteiligt sind die TU Braunschweig und die Universitäten Hannover und Oldenburg.

Wird das EFZN in Goslar beherbergen: Das Gebäude 2 der Rammelsberg-Kaserne

Wird das EFZN in Goslar beherbergen: Das Gebäude 2 der Rammelsberg-Kaserne

Wie die Staatskanzlei und das Finanzministerium im Anschluss an die Kabinettsklausur am 18. Juli verlautbarten, soll die interdisziplinäre Arbeit des EFZN einen wesentlichen Beitrag für die Entwicklung und Sichtbarmachung zukunftsorientierter Technologien und Verfahren in Niedersachsen leisten. Zu diesem Zweck plane die Landesregierung Investitionsausgaben in Höhe von 11,7 Millionen Euro in den Jahren 2007 bis 2013 ein. Mit diesen Mitteln soll das Gebäude 2 der Rammelsberg-Kaserne hergerichtet und ausgestattet werden. Das Grundstück stellt die Stadt Goslar kostenfrei zur Verfügung.

Der Grundsatzbeschluss über die einmalige Investition aus der Kabinettsklausur in Wennigsen wird voraussichtlich am Freitag, den 21. Juli, in einer weiteren Sitzung ergänzt: Es sollen Details zur Finanzierung der laufenden Kosten und zum Stellenplan verhandelt werden, wie ein Sprecher der Landesregierung ankündigte.

EFZN stärkt die Energieforschung in Niedersachsen nachhaltig

Die wichtige Rolle des Forschungszentrums für die Energieforschung Niedersachsens hatte zuvor auch das Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) bekräftigt: Das EFZN stärke die Position des Landes auf diesem Feld nachhaltig. Grundlage der Einschätzung war ein Gutachten, in dem die Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen (WKN) das Konzept, den Kostenplan und die Ansiedlung des EFZN im Gebäude 2 der Rammelsberg-Kaserne in Goslar befürwortet.

TU-Präsident Professor Dr. Edmund Brandt sagt: „Die Energieforschung spielt seit langer Zeit eine herausragende Rolle an der TU Clausthal. Die Verknüpfung der beteiligten Forschungsgebiete, wie sie in Clausthal und jetzt mit den Partneruniversitäten im EFZN betrieben wird, ist äußerst zukunftsträchtig. Die Entscheidung der Landesregierung belegt das eindrucksvoll.“ TU-Vizepräsident für Forschung und Hochschulentwicklung, Professor Dr. Hans-Peter Beck ergänzt: „Die Entscheidung der Landesregierung zeigt, dass unser Konzept zur niedersächsischen Energieforschung Anklang gefunden hat. Ich bin hoch erfreut.“

Abhängigkeit von endlichen Energieträgern mindern

Das Ziel der Forschungen im EFZN ist, die Abhängigkeit von endlichen Energieträgern zukünftig zu mindern und neue Lösungen zu entwickeln, die zu einer nachhaltigen Energienutzung führen können. Die Fragen zur Energiegewinnung und –veredelung oder auch zur Entsorgung von Abfallprodukten der Energieerzeugung sind jedoch umfassend und komplex. Sie können nur in der Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen gelöst werden. Das EFZN, das im November 2005 zunächst als wissenschaftlicher Forschungsverbund der TU Clausthal gegründet wurde, versammelt unter seinem Dach Forscher aus den sechs klassischen Disziplinen Geowissenschaften und –technik, Energie- und Rohstoffversorgung, Energieverfahrens- und Umwelttechnik, Elektrische Energietechnik, Betriebs- und Volkswirtschaftslehre mitsamt Energiemanagement sowie Energie- und Bergrecht.

Forschung von der Quelle bis zur Entsorgung

Die wissenschaftlichen Aktivitäten des EFZN behandeln Fragen zur gesamten Energiegewinnungs- und Energieverwertungskette von der Quelle bis zur Entsorgung. Sie gruppieren sich in zehn Themenfelder: von Energierohstoffen, Energieerzeugung und –veredelung über Energiespeicher, Energiesysteme, Energienutzung und –prozesse bis zu Entsorgung und Endlagerung, Energiemanagement-Systemen, Energiewirtschaft und schließlich Energiemanagement/Energiepark, Energierecht und Grundlagen neuer Energietechnologien.

Kontakt
Prof. Dr. Hans-Peter Beck
TU Clausthal
Adolph-Roemer-Straße 2a
38678 Clausthal-Zellerfeld
Tel.: 05323 – 72 3900
Email: vizepraesident.F@tu-clausthal.de

Zurück zur Übersicht

 
Aktionen
 
  abonieren
Im Fokus
Veranstaltungen
Weitere Veranstaltungen...
Aktuelle Videos
Mehr Videos...

Kontakt  Datenschutz  Sitemap  Impressum
© TU Clausthal 2018