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Seltene Erden: Siemens AG Projektpartner der TU

16.02.2017

Bad Neustadt/Clausthal. Im Forschungsprojekt „Seltenerd-Magnet-Recycling” (SEMAREC) wird die TU Clausthal von der Siemens AG unterstützt. Der Technologiekonzern setzt vor allem Neodym-Eisen-Bor-Magnete in Synchronmotoren ein, da sie eine hohe Leistung mit relativ geringem Gewicht vereinen.

Nils Damm, der Wirtschaftsingenieurwesen an der TU studiert, beschäftigt sich damit, Neodym-Eisen-Bor-Magnete aus den Synchronmotoren herauszubauen. Foto: Ernst

Nils Damm, der Wirtschaftsingenieurwesen an der TU studiert, beschäftigt sich damit, Neodym-Eisen-Bor-Magnete aus den Synchronmotoren herauszubauen. Foto: Ernst

Seltene Erden sind – spätestens seit die Elemente auf der Liste der kritischen Rohstoffe der Europäischen Union geführt werden – ein wichtiges Thema im Bereich des Recyclings. Weltweit wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Forschungsprojekte initiiert, die sich mit der Wiedergewinnung von Seltenen Erden aus Sekundärrohstoffquellen beschäftigen, darunter Neodym-Eisen-Bor-Magnete (NdFeB).

Am Clausthaler Lehrstuhl für Rohstoffaufbereitung und Recycling werden mit Unterstützung des Bundesforschungsministeriums Verfahren erforscht, um Seltene Erden zu wirtschaftlichen Konditionen in einem Recyclingprozess aus NdFeB-Magneten zurückzugewinnen.

Das Forschungsprojekt SEMAREC hat zum Ziel, NdFeB-haltige Stoffströme so aufzubereiten und zusammenzuführen, dass aus ihnen über ein hydrometallurgisches Verfahren ein marktfähiges Seltenerdkonzentrat und weitere Metallkonzentrate gewonnen werden können. Hierzu sollen potenziell geeignete Stoffströme identifiziert und analysiert werden und auf Grundlage der erhaltenen Daten Aufbereitungsverfahren zur Gewinnung von NdFeB-Konzentraten aus relevanten Stoffströmen entwickelt werden. Um das Projekt zu unterstützen, stellt die Siemens AG dem Clausthaler Lehrstuhl eine größere Menge demontierte Rotoren von Servomotoren sowie komplette Servomotoren aus Industrieanwendungen zur Verfügung. Eingesetzt wurden diese Synchronmotoren zuvor beispielsweise in Produktionsmaschinen oder Robotern.

An den Industriemotoren sollen in einem ersten Schritt manuelle Demontagestudien durchgeführt werden, um das Rückgewinnungspotenzial besser abschätzen zu können und geeignete Ansätze für die mechanische Aufbereitung zu identifizieren. Darauf aufbauend soll ein mechanisches Aufbereitungsverfahren an der TU Clausthal bis in den Technikumsmaßstab entwickelt werden, das anschließend beim Projektpartner, der Electrocycling GmbH in Goslar, im Industriemaßstab getestet werden soll.

Kontakt:
TU Clausthal
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 5323 72-3904
E-Mail: christian.ernst@tu-clausthal.de

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