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Lange Nacht der Wissenschaft: Science Slams kommen bestens an

Clausthal-Zellerfeld. Literatur, Theater, Film, Experimente, ja sogar Kneipenambiente – all diese Formate bieten eine Bühne, um Wissenschaft populär darzustellen. Davon haben sich Hunderte Besucher bei „Science on the Rocks“, der ersten langen Nacht der Wissenschaft an der TU Clausthal, überzeugen können.

Hauptinitiator und Entertainer bei Science on the Rocks: Florian Schmeing, Student der TU Clausthal. Foto: Ernst

Hauptinitiator und Entertainer bei Science on the Rocks: Florian Schmeing, Student der TU Clausthal. Foto: Ernst

Zum Auftakt des Events hatten die Organisatoren vom Allgemeinen Studierenden-Ausschuss (AStA) in die Aula geladen. Im grünlich illuminierten Kuppelsaal berichtete der Hauptinitiator, Chemie-Student Florian Schmeing, dass es eine offizielle und eine inoffizielle Version der Entstehungsgeschichte von „Science on the Rocks“ gebe. Schmeing entschied sich unter dem Beifall des Publikums dafür, die inoffizielle Version zum Besten zu geben. Demnach hatte der 22-Jährige als Vertreter des AStA einen Termin beim Vizepräsidenten der Universität, und zwar mittags um 14 Uhr. Da nach durchzechter Nacht keine Zeit mehr zur soliden Vorbereitung des Treffens blieb, fabulierte Schmeing einfach mal darüber, dass man das Thema Wissenschaft der Gesellschaft kurzweiliger präsentieren müsse. Als er das Büro von Professor Gunther Brenner nach 45 Minuten wieder verließ, hatte er sich plötzlich ein Großprojekt aufgehuckt: eine lange Nacht der Wissenschaft.

In diesem Stil – leicht und locker – stellten Studierende, Doktoren und Professoren anschließend an zehn verschiedenen Orten bis Mitternacht Wissenschaft in 50 Veranstaltungen unterhaltsam vor. Zunächst verdiente sich Florian Schmeing für seinen Eröffnungsbeitrag aber das Lob des Uni-Präsidenten. „Ich wusste gar nicht, dass wir an der TU Clausthal nicht nur Ingenieure, sondern auch Entertainer ausbilden“, sagte Professor Thomas Hanschke. Das Engagement des Organisationsteams und der vielen Helfer rufe bei ihm „grenzenlose Bewunderung hervor“.

Dr. Natalia Schaffel-Mancini gewinnt Science Slam

In der Aula hatten sodann junge Wissenschaftler das Wort. Sie erläuterten, wie Forschung neben wissenschaftlichen Publikationen noch transportiert werden kann: als Podcast, als Web-Video, als Kurzvortrag in einem Science Slam oder im Wettbewerb FameLab. Wichtig dabei: „Man muss Gas geben, es darf keine Langeweile aufkommen, und der Inhalt muss stimmen“, sagte Cedric Engels, der auf YouTube einen Kanal als Dr. Whatson bespielt. Danach gehörte die Bühne fünf Clausthalern. Vor annähernd 200 Zuschauern wetteiferten sie in einem Science Slam. Carbene wurden anhand von quengelnden Kleinkindern erklärt, Polymere anhand von Nudeln, Aspekte der Thermodynamik anhand der Energiewende und auch das liebe Geld spielte eine Rolle. Den Sieg sicherte sich Dr. Natalia Schaffel-Mancini. Spitzennoten bekam auch Jonas Fortmann, der Energie und Materialphysik im 5. Semester studiert, für einen außer Konkurrenz stattfindenden Kurzvortrag über seine Freundin „Physika“. Beim zweiten Science Slam im Kellerklub boten Promis der Szene – etwa der Physiker Philip Willke, der aus Hahausen im Landkreis Goslar stammt – ebenfalls Highlights wissenschaftlicher Unterhaltung.

Derweil liefen zum Beispiel im Horst-Luther-Hörsaal Vorträge und Experimente, im Institut für Maschinenwesen erfuhren die Besucher, warum „Ingenieure fürs Kaputtmachen bezahlt werden“ und im gut gefüllten Audimax stellte Professor Tunga Salthammer die Chemie in Filmen auf den Prüfstand. Dabei checkte der Braunschweiger insbesondere die preisgekrönte US-Serie „Breaking Bad“, die vom hochintelligenten Chemiker Walter White handelt, der aus finanzieller Sorge Crystal Meth herstellt.

Tenor auf der After-Show-Party: klasse Event

Ein Anlaufpunkt war zudem das „Anno Tobak“. In halbdunkler Kneipenatmosphäre schilderten beispielsweise Dr. Sebastian Dahle und Professor Andreas Schmidt Erhellendes in Physik und Chemie. So manche Anekdote machte die Runde. Andere Orte der langen Wissenschaftsnacht waren die Geosammlung, die Universitätsbibliothek, das Clausthaler Zentrum für Materialtechnik, das Institut für Erdöl- und Erdgastechnik sowie das Oberharzer Bergwerksmuseum. Dort, im Stadtteil Zellerfeld, wurde mit dem traditionellen Mitternachtsschrei das Ende von „Science on the Rocks“ ausgerufen. Tenor auf der folgenden After-Show-Party: klasse Event, tolle Organisation der Studierenden, sollte man wiederholen.

Video-Server: Science on the Rocks.

Kontakt:
TU Clausthal
Pressesprecher
Christian Ernst
Telefon: +49 5323 72-3904
E-Mail: christian.ernst@tu-clausthal.de

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