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Neuartige Energiespeicher: TU bietet erstmals virtuelles Seminar für Schüler

21.10.2016

Clausthal-Zellerfeld. Zu einem virtuellen Seminar, genauer gesagt einem Webinar, zum großen Thema Energiewende lädt die Technische Universität Clausthal erstmals naturwissenschaftlich und technisch interessierte Schülerinnen und Schüler der Oberstufe ein. Termine sind der 2. und 17. November, jeweils um 10 Uhr.

An einem Versuchsstand im Energie-Forschungszentrum wird auf dem Gebiet von Redox-Flow-Speichern geforscht. Foto: Institut

An einem Versuchsstand im Energie-Forschungszentrum wird auf dem Gebiet von Redox-Flow-Speichern geforscht. Foto: Institut

Dieses Modellprojekt, initiiert von Jochen Brinkmann (Kontaktstelle Schule – Universität) in Zusammenarbeit mit Martin Diedrich (Rechenzentrum), will die Möglichkeiten einer quasi virtuellen Konferenz mit Schulen erproben. Konkretes Thema der etwa 90-minütigen Veranstaltung werden zwei neuartige, in der Entwicklung begriffene physikalische und chemische Energiespeicher sein.

Die teilnehmenden Schulen an dem Webinar am 2. November stehen bereits fest: das Lessinggymnasium aus Braunschweig, die Robert-Koch-Schule in Clausthal-Zellerfeld, das Gymnasium Bad Nenndorf, das Gymnasium Lüneburger Heide in Melbeck, die CJD Christophorusschule in Elze und das Christian-von-Dohm-Gymnasium aus Goslar.

Anmeldung zum zweiten Termin

Aufgrund der starken Nachfrage bieten die Referentinnen, Dr. Christine Minke und Dr. Schaffel-Mancini, einen Wiederholungstermin am 17. November an. Anmeldungen dazu nimmt Christian Otto, Projektmitarbeiter in der Kontaktstelle Schule – Universität, telefonisch unter 05323 72 38 33 oder per E-Mail (christian.f.otto@tu-clausthal.de) entgegen.

Worum geht es? Energiespeicher sind vor dem Hintergrund einer immer dezentraler organisierten und stärker fluktuierenden Erzeugerlandschaft ein wichtiger Baustein um zeitliche Unterschiede zwischen Verbrauch und Erzeugung auszugleichen. Bisherige Regelungsmechanismen, wie beispielsweise der europäische Stromhandel oder die gezielte Inbetriebnahme bzw. Abschaltung einzelner Anlagen, werden durch die Entwicklung neuartiger Energiespeicher verschiedenster Formen und Funktionsweisen um ein weiteres Werkzeug ergänzt. Damit soll eine nachfrageorientierte Energieversorgung gewährleistet werden.

Junge Wissenschaftlerinnen gestalten Vorträge

Die beiden Online-Vorträge übernehmen zwei ausgewiesene junge Wissenschaftlerinnen der TU Clausthal. Christine Minke vom Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN) in Goslar wird einen elektrochemischen Energiespeicher, die Vanadium Redox-Flussbatterie, vorstellen. Aufgrund der Bauweise ist sie gut dazu geeignet, frei skalierbare Speicher großer Kapazität zu ermöglichen.

Natalia Schaffel-Mancini (Institut für Energieverfahrenstechnik und Brennstofftechnik der TU Clausthal) wird mit dem Adiabaten Druckluftspeicher ein neuartiges, sich gleichfalls in der Forschungsphase befindliches physikalisches Speichersystem vorstellen. Dies ist in der Lage, die während eines Verdichtungsprozesses entstandene Wärme separat zu speichern und diese während des, zur Rückgewinnung der gespeicherten Energie dienenden Entspannungsvorganges der sich extrem abkühlenden Luft, nahezu verlustfrei „hinzu zu fügen”. Dabei muss nicht – wie bei den diabaten Druckluftspeichern – Erdgas verbrannt werden, um ein Einfrieren der Turbinen zu verhindern.

Beide Vorträge befassen sich mit aktuellen Forschungsthemen an der TU Clausthal bzw. dem EFZN. Im Jahr 2030 sollen zwischen 43 und 53 Prozent der europäischen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien stammen. Diese Neuordnung verlangt in vielfältigster Weise nach Flexibilitätsoptionen. Beide Vorträge beleuchten daher Technologien, die als ein Element zu einem flexibler gestalteten, europäischen Strommarkt in der Zukunft beitragen können. (J.B.)

Kontakt:
TU Clausthal
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 5323 72-3904
E-Mail: presse@tu-clausthal.de

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