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Startschuss zum Ausbau der Recyclingregion Harz

02.09.2016

Clausthal-Zellerfeld. Der Harz ist eine Region mit vielen Kompetenzen im Recycling. Hierzu zählen die Aktivitäten der TU Clausthal und des Recyclingclusters REWIMET in Südniedersachsen, die Arbeiten der Hochschule Nordhausen und ihrer Partner in Nordthüringen und die Initiativen im westlichen Sachsen-Anhalt, die von der Otto-von-Guericke-Universität sowie der Hochschule Magdeburg-Stendal ausgehen.

Das Bundesforschungsministerium fördert den Ausbau der Recyclingregion Harz mit insgesamt 2,8 Millionen Euro, ein beachtlicher Teil dieser Summe fließt an die TU Clausthal. Foto: Ernst

Das Bundesforschungsministerium fördert den Ausbau der Recyclingregion Harz mit insgesamt 2,8 Millionen Euro, ein beachtlicher Teil dieser Summe fließt an die TU Clausthal. Foto: Ernst

Die vier Hochschulen, die seit längerem in diesem Sektor kooperieren, gehen nun den nächsten Schritt und wollen Bundesland-übergreifend eine Leuchtturmregion des Recyclings in Deutschland erschaffen. Dabei erfolgt eine thematische Erweiterung auf eine Vielzahl relevanter Abfallströme unter Einbindung einer großen Zahl regionaler Unternehmen.

Erstmalig sollen in einem Gesamtkonzept Abfälle von Konsumenten, betriebliche Abfälle und abgelagerte Rückstände aus Bergbau und Hüttenwesen sowie Siedlungsabfällen gemeinsam betrachtet, zusammengeführt, aufbereitet und zielgerichtet zu geeigneten Abnehmern in der Region gelenkt werden. Dabei steht auch die Steuerung von Abfallströmen aus dem Konsumbereich durch gezielte Ansprache von Bürgerinnen und Bürgern im Fokus. Die Verknüpfung nicht gehobener Rohstoffpotenziale mit industriellen Kapazitäten und wissenschaftlichen Kompetenzen eröffnet hier zusätzliche Chancen.

Um dieses Ziel zu erreichen, bringen die Partner ihre Kompetenzen in den Bereichen Technologie, Logistik, Ökonomie, Ökologie, Umweltrecht und Umweltpsychologie ein. Dieser relativ einmalige, breit aufgestellte transdisziplinäre Verbund wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Fördermaßnahme Zwanzig20 mit rund 2,8 Millionen Euro für die Arbeiten der nächsten zweieinhalb Jahre gefördert und von der Hochschule Nordhausen koordiniert. Unter dem Namen „Recycling 2.0” wird damit der nächste Schritt zur Wertstoffwende genommen.

In den nächsten Wochen wird das Projekt auf drei Konferenzen der Region erstmals vorgestellt: am 21./22. September auf der TASIMA in Magdeburg, am 28. September von Professor Daniel Goldmann auf dem Symposium „Chancen für den Harz” in Clausthal-Zellerfeld und am 27./28. Oktober auf dem Nordhäuser Sekundärrohstoff Workshop.

Kontakt:
TU Clausthal
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 5323 72-3904
E-Mail: presse@tu-clausthal.de

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