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18 Ehemalige erhalten „Diamantenes Diplom“

Clausthal-Zellerfeld. „Diese akademische Feier ist in der deutschen Universitätslandschaft ziemlich einzigartig. Unter Bekannten ruft sie neidvolles Erstaunen hervor“, sagte Dr. Siegfried Schenk. 1956 hatte der Ingenieur an der Bergakademie Clausthal sein Diplom erhalten. Zum 60-jährigen Jubiläum bekamen er und 17 weitere Absolventen von damals nun das „Diamantene Diplom“ der TU überreicht.

Dr. Gerhart Gerecht (rechts), extra aus Luxemburg angereist, nimmt das „Diamantene Diplom“ vom Clausthaler Universitätspräsidenten Professor Thomas Hanschke entgegen. Foto: Ernst

Dr. Gerhart Gerecht (rechts), extra aus Luxemburg angereist, nimmt das „Diamantene Diplom“ vom Clausthaler Universitätspräsidenten Professor Thomas Hanschke entgegen. Foto: Ernst

Die festliche Veranstaltung fand im „Weißen Saal“ des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie in Clausthal-Zellerfeld statt. Das schlossähnliche Ambiente und die Begrüßung durch den „Schlossherren“, den LBEG-Chef Andreas Sikorski, kamen bei den Jubilaren gut an: „Die Hochschule und die Stadt haben die Absolventen von 1956 nicht vergessen“, freuten sie sich. Die wohl längste Anreise hatte Dr. Gerhart Gerecht auf sich genommen. Er kam aus Luxemburg zur Feier in den Oberharz. Nach seinem Abschluss in Clausthal hatte er zunächst bei der Preussag AG gearbeitet, unter anderem als Bergwerksdirektor im Erzbergwerk Grund. Seit 1980 war er dann bei der Europäischen Investitionsbank in Luxemburg für die Begutachtung von Rohstoffprojekten tätig gewesen.

Auch die anderen Absolventen von 1956 haben Karriere gemacht und vielfach in Führungspositionen gearbeitet. In jener Zeit war ein Studium nur wenigen vorbehalten. Im Oberharz waren Mitte der 1950er Jahre rund 1000 Studierende eingeschrieben, davon zwölf Frauen. „Ihre Generation trug den Marschallstab noch im Tornister“, sagte Dr. Jörg Pfeiffer vom Verein von Freunden der TU Clausthal in seinem Grußwort. Deutschlandweit habe es damals 150.000 Studierende gegeben, heute sind es mehr als 2,7 Millionen.

Wie sich die Zeiten geändert haben, lässt sich auch am Thema Kunststoff verdeutlichen. Der Einsatz dieses Werkstoffs hat seit den Anfangsjahren der Bundesrepublik bis heute exponentiell zugenommen. Im Festvortrag „Naturfasern im Plastik – können Pflanzenbestandteile als Verstärkungskomponenten für Kunststoffe wirken?“ beschäftigte sich Dr. Leif Steuernagel anschaulich mit der Geschichte und neuen Entwicklungen in der Kunststoffforschung.

Im Anschluss erfolgte der Höhepunkt der Feier, die Elisabeth von Spee (Harfe) und Kathrin Lerch (Querflöte) musikalisch prägten. Universitätspräsident Professor Thomas Hanschke übergab jedem Absolventen von 1956 persönlich die Urkunde zum „Diamantenen Diplom“. Stellvertretend für alle Jubilare fasste Dr. Schenk seine Eindrücke zusammen: „Clausthal ist etwas Besonderes und ist es immer schon gewesen.“ Der Mittachziger bedankte sich insbesondere bei Andrea Langhorst vom Alumnimanagement der TU. Sie hatte die Feier so konzipiert und organisiert, dass sie für die Gäste und deren Partnerinnen zu einem Erlebnis wurde. Schon am Abend zuvor hatte sich der Jahrgang im Hotel „Goldene Krone“ zum Austausch über alte Zeiten getroffen. Den Ausklang der Urkundenübergabe bildete ein Sektempfang mit Imbiss im Landesbergamt.

Kontakt:
TU Clausthal
Pressesprecher
Christian Ernst
Telefon: +49 5323 72-3904
E-Mail: christian.ernst@tu-clausthal.de

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