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Chinesisch-niedersächsische Konferenz zur urbanen Mobilität als Auftakt für weitere Kooperationen

Qingdao. Die künftige Mobilität in Großstädten ist angesichts von Smog, Stau und Energieeffizienz ein wesentliches Forschungsthema an der TU Clausthal und der Universität Qingdao. Immer wichtiger wird dabei die Kopplung informationsverarbeitender Komponenten mit physischen Objekten und Prozessen durch sogenannte Cyber-physische Systeme.

Die Teilnehmenden des Symposiums diskutierten über die Zukunft der urbanen Mobilität. Fotos: Symposium, Nds. StK

Die Teilnehmenden des Symposiums diskutierten über die Zukunft der urbanen Mobilität. Fotos: Symposium, Nds. StK

Um das Thema voranzutreiben, trafen sich auf Clausthaler Initiative Wissenschaftler aus Niedersachsen mit chinesischen Kollegen an der Universität Qingdao zu einem Kick-off-Symposium. Ausgegangen war die mehrtägige Konferenz, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert wurde, von TU-Professor Andreas Rausch (Institut für Informatik).

Bereits in den vergangenen Jahren hatte Software-Experte Rausch Kontakte zur Technischen Universität Qingdao mit ihren 28.000 Studierenden geknüpft und die Hochschule in der Acht-Millionen-Stadt besucht. Inspiriert vom dortigen Chinesisch-Deutschen Ökopark Qingdao, einem von Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstützten Großprojekt für einen ökologischen Gewerbepark in der Hafenstadt, entstand die Idee, sich bilateral mit der urbanen Mobilität und Cyber-physischen Systemen (CPS) zu beschäftigen. Zumal Professor Rausch als Clausthaler Vertreter im Vorstand des Niedersächsischen Forschungszentrums Fahrzeugtechnik der TU Braunschweig eine Affinität zur Automobilbranche besitzt.

Zur Delegation aus Niedersachsen zählten folglich Wissenschaftler der TU Braunschweig, der Universität Göttingen, die der TU Clausthal über das Simulationswissenschaftliche Zentrum (SWZ) verbunden ist, und der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften. Seitens der TU Clausthal brachten sich auch die Professoren Gunther Brenner, Dietmar Möller und Jörg Müller (alle SWZ) in die Konferenz ein. Insgesamt 40 Teilnehmende, darunter auch Forscher der Tongji-Universität (Shanghai), tauschten sich aus beim „Symposium on Cyber-Physical Systems for Smart Urban Mobility“.

„Qingdao hat seit Langem einen Bezug zu Deutschland. Vor hundert Jahren gehörte die Stadt als Kolonie zum Deutschen Reich. Auch mit Niedersachsen bestehen seit Jahren Verbindungen“, erläutert Professor Möller. Daher ließen sich in der Region gut Partner für Verbundprojekte finden. Gemeinsam wollen Wissenschaftler und Wirtschaftsvertreter an intelligenten Mobilitätskonzepten für die Großstadt der Zukunft arbeiten. Für solche Kooperationen zwischen Universität und Industrie möchte die chinesische Seite auf Erfahrungen aus Deutschland zurückgreifen, so Informatik-Experte Möller.

Wie können Cyber-physische Systeme helfen, den Verkehr zu optimieren und die Umweltbelastung zu reduzieren? Wie sieht eine intelligente Infrastruktur für nachhaltige urbane Regionen aus? Welche Geschäftsmodelle sind durch moderne IT-Unterstützung möglich? Diese und ähnliche Fragen wurden auf der Konferenz diskutiert. „Es hat sich gelohnt, die Partner haben sich kennen gelernt, die Themen sind adressiert“, sagt Möller. Weitere bilaterale Veranstaltungen über CPS für die intelligente Mobilität in Großstädten sollen folgen. Auch Chinas Forschungsminister ist bereits involviert. Professor Wan Gang ist das Zukunftsprojekt während seines Besuchs an der TU Clausthal vorgestellt worden.

Kontakt:
TU Clausthal
Pressesprecher
Christian Ernst
Telefon: +49 5323 72-3904
E-Mail: christian.ernst@tu-clausthal.de

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