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Emissionsminderung von Schiffsdieselmotoren: Clausthaler Physiker stellen Projektergebnisse vor

Clausthal-Zellerfeld. Das Clausthaler Forschungsvorhaben „Plasmabasiertes Verfahren zur Emissionsminderung von Schiffsdieselmotoren“ ist von der Alfred Kärcher-Förderstiftung finanziert worden. Auf einem Innovationsempfang der Stiftung in Winnenden (Baden-Württemberg) hat Dr. Sebastian Dahle vom Institut für Energieforschung und Physikalische Technologien (IEPT) die Ergebnisse vorgestellt.

Clausthaler Projektergebnisse beim Innovationsempfang vorgestellt (von links): Johannes Kärcher, Dr. Sebastian Dahle, Marina Unseld, Professor Wolfgang Maus-Friedrichs, Hartmut Jenner (CEO Kärcher) und Dr. Ulrich Hagenmeyer (Stiftung). Foto: Kärcher

Clausthaler Projektergebnisse beim Innovationsempfang vorgestellt (von links): Johannes Kärcher, Dr. Sebastian Dahle, Marina Unseld, Professor Wolfgang Maus-Friedrichs, Hartmut Jenner (CEO Kärcher) und Dr. Ulrich Hagenmeyer (Stiftung). Foto: Kärcher

Neben Projektbetreuer Dahle waren dessen Mentor, Professor Wolfgang Maus-Friedrichs, sowie Doktorandin Marina Unseld auf der Veranstaltung dabei. An der erfolgreichen Projektbearbeitung hatte zudem das Clausthaler Umwelttechnik-Institut (CUTEC) in Teilen mitgewirkt. Die Kärcher-Stiftung unterstützt Forschungsarbeiten in der Reinigungstechnik, die zuvor von einem Gutachterausschuss ausgewählt wurden, mit bis zu 35.000 Euro.

Ziel des Clausthaler Projektes war die Entwicklung eines plasmabasierten Verfahrens zur Emissionsminderung von Schiffsdieselmotoren, die weltweit zu den bedeutendsten Quellen für Stickoxide (NOx), Schwefeldioxid (SO2) und Ruß gehören. Die Reinigung der Abgase wurde in einem dreistufigen Prozess durchgeführt. Zunächst sollten mittels einer ersten Plasmaentladung die Rußpartikel zu Kohlendioxid vergast und der Schwefel ausgefällt werden. Die so abgeschiedenen Schwefelpartikel sollten dann im Gasstrom in einen Speicherbehälter überführt werden. In einer zweiten Entladung am Auslass des Behälters wurden die verbliebenen Schwefelanteile in einem pulverförmigen Volumenmaterial plasmachemisch eingelagert, bevor im „Afterglow“ des Plasmas ein Katalysator die Stickoxide zersetzen sollte. Hierzu wurde ein entsprechendes Filtersystem, das mit kalten Plasmen arbeitet, im Labormaßstab aufgebaut. Neben Prüfgasgemischen mit unterschiedlichen Anteilen der genannten Schadstoffe kamen zu Projektende reale Abgase aus einem Dieselmotor zum Einsatz, um das Plasmasystem im Rahmen einer Parameterstudie zu testen.

Die Emissionsminderung verschiedenster Abgase und Ablüfte ist inzwischen ein sehr umfangreiches und erfolgreiches Thema in der wissenschaftlichen Nachwuchsgruppe von Dr. Dahle im IEPT.

Kontakt:
TU Clausthal
Pressesprecher
Christian Ernst
Telefon: +49 5323 72-3904
E-Mail: christian.ernst@tu-clausthal.de

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