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Psychologische Seite des Recyclings: TU an Projekt beteiligt

Nordhausen/Clausthal. Rohstoffsicherung durch Recycling basiert auf modernen Prozessen und Anlagen, die aber auch vom Konsumenten als Abfallerzeuger angenommen und gefüttert werden müssen. Im Zusammenspiel von Technologiepartnern und Psychologen werden nun im Projekt „Recycling 2.0 – Die Wertstoffwende“ neue Wege beschritten. Die Federführung liegt bei der Hochschule Nordhausen, mit der die TU Clausthal eng kooperiert.

Recycling hat neben der technologischen auch eine psychologische Seite. Dieser Aspekt wird in einem Projekt näher erforscht, an dem Clausthaler Wissenschaftler beteiligt sind. Gefördert wird es vom Bundesforschungsministerium. Foto: Möldner

Recycling hat neben der technologischen auch eine psychologische Seite. Dieser Aspekt wird in einem Projekt näher erforscht, an dem Clausthaler Wissenschaftler beteiligt sind. Gefördert wird es vom Bundesforschungsministerium. Foto: Möldner

Gemeinsam mit den Partnerhochschulen in Nordhausen, Aachen und Magdeburg baut die TU Clausthal in diesem Projekt die Basis für den Zugriff auf Abfälle aus, die wirtschaftsstrategische Rohstoffe enthalten. Ziel ist es, in Analogie zur Energiewende, ein Umdenken hinsichtlich einer nachhaltigen Rohstoffversorgung zu initiieren. Dazu und um dem global stark wachsenden Rohstoffbedarf zu begegnen ist eine intensivere Wertstoffrückgewinnung erforderlich. Viele primäre Rohstoffquellen gelten zunehmend als weitgehend ausgebeutet. Neben getrennt gesammelten einzelnen Abfällen stellen gemischte Massenabfallströme als wachsende urbane Quellen eine attraktive Alternative dar.

Der innovative Kern des Forschungsvorhabens beruht auf einem interdisziplinären Ansatz. Dieser wird im Rahmen des Förderprogramms „zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Da das Verbraucherverhalten eine entscheidende Rolle spielt, müssen für ein verbessertes Recycling neben rein technischen und wirtschaftlichen Aspekten auch sozialwissenschaftliche und psychologische Aspekte berücksichtigt werden. Der Ausbau des Kooperationsnetzwerkes und die Erschließung neuer Märkte bilden weitere Säulen der Wertstoffwende.

Die TU Clausthal engagiert sich in diesem Projekt mit ihrer technischen Kompetenz im Bereich der Verwertung wirtschaftsstrategischer Rohstoffe und hochwerthaltiger Abfallströme. Professor Daniel Goldmann vom Institut für Aufbereitung, Deponietechnik und Geomechanik agiert federführend für die Aufgaben der Clausthaler Wissenschaftler. Wesentliche Schwerpunkte der Projektbearbeitung seitens der TU sind die Identifizierung neuer Recyclingtechnologien und Beurteilung von deren Umsetzbarkeit zur entscheidenden Verbesserung des aktuellen Standes der Wissenschaft und Technik im Sinne einer Kreislaufwirtschaft.

In der ersten Phase der Projektbearbeitung wurden bereits die Potenziale verfügbarer Abfallströme beurteilt und die Ausrichtung der weiteren Arbeiten durch das Forschungskonsortium geschärft. Auf dieser Basis finden Feldstudien im Landkreis Nordhausen als Musterregion mit dem Ziel statt, bürgerfreundliche Erfassungsstrategien zu entwickeln.

Wissenschaftlicher Kontakt:
Prof. Dr.-Ing. Daniel Goldmann
Lehrstuhl für Rohstoffaufbereitung und Recycling
Institut für Aufbereitung, Deponietechnik und Geomechanik
Technische Universität Clausthal
Telefon: +49 5323/72-2735
E-Mail: goldmann@aufbereitung.tu-clausthal.de

Pressekontakt:
TU Clausthal
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 5323 72-3904
E-Mail: presse@tu-clausthal.de

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