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Interuniversitäres Forscherteam: Ergebnisse in Stade präsentiert

Stade. Das interuniversitäre Forschungsteam aus Clausthal, Braunschweig und Hannover hatte Ende Mai ins Forschungszentrum CFK Nord nach Stade eingeladen, um die Ergebnisse des Projekts „Hochleistungsproduktion von CFK-Strukturen (HP CFK)“ einem Publikum aus Industrie und Wissenschaft zu präsentieren. CFK steht für carbonfaserverstärkte Kunststoffe, gemeinhin auch als Carbon bekannt.

Abschlussveranstaltung des CFK-Projektes, an dem Forscher der TU Clausthal, der TU Braunschweig und der Leibniz Universität Hannover beteiligt sind.

Abschlussveranstaltung des CFK-Projektes, an dem Forscher der TU Clausthal, der TU Braunschweig und der Leibniz Universität Hannover beteiligt sind.

Eröffnet wurden Präsentation und Rundgang durch die Forschungshallen von Professor Berend Denkena (Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen der Leibniz Universität Hannover), unter dessen Führung das Projekt HP CFK in Stade steht. Der Wissenschaftler führte in das seit 2011 laufende Vorhaben ein, an dem 13 Mitarbeiter nach neuen Technologien forschen, um den CFK-Werkstoff als Alternative zu anderen Leichtbaumaterialien konkurrenzfähig am Markt zu integrieren. Derzeit sind CFK-Konstruktionen immer noch Black-Metal-Design, also die Nachahmung der Metallbauweise. Dadurch sind die Fertigungskosten hoch, die Herstellung an vielen Stellen noch manuell und das ganze Potenzial des CFK kann letztlich nicht ausgenutzt werden.

Darin waren sich auch die Diplom-Ingenieure Matthias Behr und Kevin Engel sowie Onur Deniz, M. Sc., aus der ersten Vortragsreihe einig, die von Professor Peter Horst (Institut für Flugzeugbau und Leichtbau der TU Braunschweig) moderiert wurde. Für die wirtschaftliche Herstellung von CFK müssen neue effiziente Produktionsmechanismen entwickelt werden, welche die Prozesshistorie nachvollziehbar machen und dadurch Sicherheit und eine Erweiterung des Prozesswissens gewährleisten.

Zu den derzeit bevorzugten Fertigungssystemen zur Herstellung von Leichtbaustrukturen zählt das sogenannte Automated-Fiber-Placement (AFP). Beim AFP, dass einen Forschungsschwerpunkt in Stade darstellt, werden faserverstärkte Kunststoffbänder unter Anwendung von Druck und Temperatur entlang eines vorgegebenen Pfads auf einer dreidimensionalen Werkzeugoberfläche abgelegt. Wie die Diplom-Ingenieure Tobias Hundt, Klaas Völtzer und David Berg in der zweiten Vortragsreihe erläuterten, entwickelt das Team ein neuartiges AFP-System, das leichter, agiler und kompakter ist als herkömmliche Systeme. Im Zusammenspiel mit einer onlinebasierten Prozessüberwachung soll eine modulare Flexibilität und eine prozessbegleitende Qualitätssicherung ermöglicht werden. Die zweite Vortragsreihe stand unter der Moderation von Professor Dieter Meiners, Institutsdirektor des Instituts für Polymerwerkstoffe und Kunststofftechnik an der TU Clausthal.

Geschäftsführer und Leiter der Forschungsgruppe, Dr. Carsten Schmidt, zog ein positives Resümee zum HP CFK Projekt, bei dem in vier Jahren Partnerschaften aufgebaut und fachliche Kompetenzen durch Zusammenschluss erweitert werden konnten. Als Perspektive gab er den Ausbau und die Erschließung neuer interdisziplinärer Forschungsfelder sowie eine Übertragung bestehender Ergebnisse in die Praxis an. (F.K./PZH)

Kontakt:
CFK Nord
Telefon: +49 (0)4141 - 77638–11
E-Mail: schmidt_c@ifw.uni-hannover.de
Web: www.hpcfk.de

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