TU Clausthal > Presse > Nachrichten > TU Nachrichten

TU Nachrichten

 

TU Clausthal und Technikerschule Allgäu kooperieren

Clausthal-Zellerfeld. Eine Vorreiterrolle nimmt die TU Clausthal in Hinblick auf die Zusammenarbeit mit Fachschulen für Technik ein. Neben der Kooperation mit der Technikakademie Braunschweig hat die Universität aus dem Harz nun einen entsprechenden Vertrag mit der Technikerschule Allgäu (TSA) unterzeichnet. Ziel ist es, dass TSA-Absolventen an der TU Clausthal verkürzt studieren können.

Professor Oliver Langefeld (vorne, links), Vizepräsident für Studium und Lehre der TU Clausthal, und Studiendirektor Werner Greschner, Schulleiter der Technikerschule Allgäu, besiegeln die Kooperation. Foto: Ernst

Professor Oliver Langefeld (vorne, links), Vizepräsident für Studium und Lehre der TU Clausthal, und Studiendirektor Werner Greschner, Schulleiter der Technikerschule Allgäu, besiegeln die Kooperation. Foto: Ernst

Unter dem Motto „Offene Hochschule“ ermöglicht insbesondere das Bundesland Niedersachsen auch Berufstätigen ohne Abitur ein Studium. Die TU Clausthal geht in einem Pilotprojekt mit der Technikerschule aus Süddeutschland, die jährlich bis zu 100 Absolventen hat, sogar noch einen Schritt weiter: Wer in Kempten einen Abschluss im Fachbereich Maschinenbau gemacht hat, bekommt in Clausthal Leistungen in Form von Credit Points angerechnet. Ein Universitätsstudium in Maschinenbau (Bachelor) kann damit von drei auf zwei Jahre verkürzt werden.

„Wir stehen voll hinter dieser Kooperation“, betonte Professor Oliver Langefeld, TU-Vizepräsident für Studium und Lehre, bei der Vertragsunterzeichnung. „Uns ist es wichtig, dass jeder bei entsprechendem Engagement den bestmöglichen Bildungsabschluss erreichen kann.“ Seitens der Technikerschule unterschrieb Studiendirektor Werner Greschner als Schulleiter den Kontrakt und sagte: „Für unsere Absolventen ist die Möglichkeit, in zwei Jahren einen Universitätsabschluss zu erreichen, eine Riesenchance. Durch das attraktive Angebot der TU Clausthal bietet sich ihnen ein weiterer Weg, über den Tellerrand hinauszusehen.“ Den geografischen Sprung vom Allgäu bis in den Harz betrachten beide Seiten als positiv. Durch die Entfernung zur Heimatregion falle es leichter, sich ganz aufs Studium zu konzentrieren.

Neben dem Weg von Kempten nach Clausthal wäre laut Professor Armin Lohrengel, Studienfachberater für Maschinenbau an der TU, auch die umgekehrte Richtung wünschenswert. So könnte die Technikerschule für akademische Studienabbrecher eine Option sein, um in der beruflichen Bildung Fuß zu fassen. Wer im Harz ein ingenieurwissenschaftliches Studium ohne Abschluss beendet, könnte – so die Idee – an die Technikerschule wechseln und parallel eine Ausbildung nachholen. Schon absolvierte Studienleistungen würden angerechnet.

Zunächst richtet sich der Blick aber auf TSA-Absolventen, die in Clausthal studieren wollen. Der erste, der diesen Weg beschreitet, ist Alexander Romanov. Seit gut einem halben Jahr studiert er Maschinenbau an der TU. Sein Eindruck: „Ein gewisses Maß an Selbständigkeit und Disziplin ist erforderlich. Aber wenn man sich dahinter klemmt, dann ist das Studium durchaus zu schaffen.“ Zudem ist die Universität für eine gute Vorbereitung der Grundlagenfächer (zum Beispiel durch Vorkurse in Mathematik und Elektrotechnik) sowie ihren sehr persönlichen Umgang mit Studierenden bekannt. Aufgrund einer Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gibt es für TSA-Absolventen in Clausthal feste Ansprechpartner. Erstreckt sich die Kooperation derzeit auf den Maschinenbau, könnte das Projekt „Techniker to Bachelor“ in Zukunft auch um den Bereich Elektrotechnik/Energie erweitert werden.

Kontakt:
TU Clausthal
Pressesprecher
Christian Ernst
Telefon: +49 5323 72-3904
E-Mail: christian.ernst@tu-clausthal.de

Zurück zur Übersicht

 
Aktionen
 
  abonieren
Im Fokus
Veranstaltungen
Weitere Veranstaltungen...
Aktuelle Videos
Mehr Videos...

Kontakt  Datenschutz  Sitemap  Impressum
© TU Clausthal 2018