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7. Energietagung: Teilnehmer diskutierten über Bilanzkreissystem

Göttingen. Etwa 200 Teilnehmer sind Ende April zur bereits 7. Göttinger Energietagung in der Paulinerkirche in Göttingen begrüßt worden. Die Konferenz wird jährlich vom Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN) der TU Clausthal in Kooperation mit der Bundesnetzagentur veranstaltet.

Professor Hartmut Weyer (vorn), Direktor des Instituts für deutsches und internationales Berg- und Energierecht der TU Clausthal, organisierte für das EFZN bereits die 7. Göttinger Tagung in der Paulinerkirche. Foto: EFZN

Professor Hartmut Weyer (vorn), Direktor des Instituts für deutsches und internationales Berg- und Energierecht der TU Clausthal, organisierte für das EFZN bereits die 7. Göttinger Tagung in der Paulinerkirche. Foto: EFZN

Vertreter von Unternehmen, Verbänden, Beratungsunternehmen, Behörden und Wissenschaft tauschten sich zwei Tage lang zum Thema: „Bilanzkreissystem – Herzstück des Wettbewerbs und der Versorgungssicherheit“ aus. Um einen funktionierenden Wettbewerb im Strommarkt vor dem Hintergrund uneingeschränkter Versorgungssicherheit zu ermöglichen, werden die Stromeinspeisungen und -ausspeisungen in das öffentliche Netz in sogenannten Bilanzkreisen saldiert. Die einem Bilanzkreis zugeordneten Ein- und Ausspeisemengen sollen möglichst in jeder Viertelstunde des Jahres ausgeglichen sein. Grundprobleme sowie Optimierungsfragen dieses komplexen Systems, dem im heutigen liberalisierten Energiemarkt eine herausragende Bedeutung zukommt, bildeten den Gegenstand der Vorträge und Diskussionen. Sowohl Übertragungsnetzbetreiber und Stromverteilernetzbetreiber als auch Stromhändler, Lieferanten und Energiedienstleister sowie schließlich die Bundesnetzagentur als Regulierungsbehörde brachten ihre jeweiligen Erfahrungen und Vorstellungen zum Ausdruck.

Neben grundlegenden Erwägungen standen insbesondere die Herausforderungen durch die fluktuierende Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien im Fokus. Ein verlässlicher Bilanzkreisausgleich stellt zunehmende Anforderungen an die Prognose der Stromerzeugung. Ebenso wichtig ist die Bilanzierung der Kleinkunden, deren Stromentnahme nicht fortlaufend gemessen wird und die daher über sogenannte Lastprofile abgeschätzt werden muss. Auch hier wurden Möglichkeiten der Weiterentwicklung diskutiert. Zudem wurden die regulatorischen Vorgaben für den Bilanzkreisausgleich und die Bepreisung von Ungleichgewichten sowie mögliche Entwicklungen erörtert. Daneben bildeten Fragen der Optimierung der Datenübermittlung unter den Marktpartnern einen Diskussionsschwerpunkt. Abgeschlossen wurde die Veranstaltung durch Vorträge zur Herangehensweise anderer europäischer Staaten und zu dem Entwurf eines EU-Netzkodex Electricity Balancing. Neben den Plenarvorträgen fanden drei Fachforen zu den Themen Bilanzierung im Massenmarkt, Energiekonzepte der Wohnungswirtschaft und Bilanzkreise der Verteilernetzbetreiber statt.

Insgesamt freuten sich die Veranstalter über eine gelungene Tagung zu Fragen hoher Aktualität. Professor Hartmut Weyer, Direktor des Instituts für deutsches und internationales Berg- und Energierecht der TU Clausthal und Koordinator des Forschungsbereichs Energierecht am EFZN, zog ein positives Fazit: Die stetig wachsende Teilnehmerzahl der Tagung zeige, dass es gelinge, für aktuelle Fragen der Energiewirtschaft eine akzeptierte Diskussionsplattform bereitzuhalten. „Das Bilanzkreissystem ist ein Thema von großer Detailtiefe, doch konnten wir hochqualifizierte Referenten gewinnen und einen intensiven Austausch mit fachkundigen Teilnehmern ermöglichen“, so Weyer.

Kontakt:
Energie-Forschungszentrum Niedersachsen
Technische Universität Clausthal
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Anna Heinichen
E-Mail: anna.heinichen@tu-clausthal.de

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