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Deutscher Zukunftspreis: TU Clausthal im ZDF

18.11.2014

Berlin. Bundespräsident Joachim Gauck verleiht am Mittwoch, 19. November, in Berlin vor hochkarätigen Gästen aus Wissenschaft und Wirtschaft den Deutschen Zukunftspreis 2014. Drei Teams, darunter ein Projekt mit Beteiligung der TU Clausthal, stehen im Finale. Das ZDF überträgt die Preisverleihung, die von Maybrit Illner moderiert wird, am gleichen Tag um 22.15 Uhr.

Die Pilotanlage für das neue Bandgießverfahren, das am Institut für Metallurgie der TU Clausthal entwickelt wurde, zieht die Blicke auf sich. Foto: Ansgar Pudenz

Die Pilotanlage für das neue Bandgießverfahren, das am Institut für Metallurgie der TU Clausthal entwickelt wurde, zieht die Blicke auf sich. Foto: Ansgar Pudenz

Drei Innovationen mit Zukunftspotenzial und die dahinter stehenden Persönlichkeiten wurden von einer Fachjury für die Endrunde ausgewählt. Die Entscheidung über die Preisträger wird die Jury erst am 19. November fällen. Am Abend zeichnet dann Bundespräsident Joachim Gauck die Gewinner mit der mit 250.000 Euro dotierten Auszeichnung aus. „Der Deutsche Zukunftspreis ist ein Aushängeschild für exzellente Erfindungen und Entwicklungen. Die Nominierten sind dafür Vorbilder. Sie begeistern uns mit ihrer Kreativität, ihrem wissenschaftlichen Ehrgeiz und ihrem Teamgeist”, sagt Gauck. Der Bundespräsident ehrt mit der Auszeichnung Forscher und Entwickler, die ihre Innovationen erfolgreich in marktfähige Produkte umsetzen und damit Arbeitsplätze schaffen.

Der Clausthaler Professor Karl-Heinz Spitzer (Institut für Metallurgie) bewirbt sich zusammen mit Ulrich Grethe (Salzgitter Flachstahl GmbH) und Burkhard Dahmen (SMS Siemag AG) mit dem Projekt „Horizontales Bandgießen von Stahl – neue Hochleistungswerkstoffe ressourcenschonend herstellen”. Mit ihrer Entwicklung lassen sich neue Stähle mit besonderen Eigenschaften produzieren. Diese innovativen Werkstoffe ermöglichen es etwa Automobilkonstrukteuren, den Kraftstoffverbrauch von Fahrzeugen durch gewichtsparende Bauteile zu senken – ohne Abstriche bei der Sicherheit. Ein Beispiel ist HSD-Stahl: Er ist sehr gut verformbar und zugleich äußerst fest und eignet sich als Leichtbau-Werkstoff, etwa für Sitze, Türaufprallträger und Stoßfänger.

Die wissenschaftlichen Anfänge des neuen Gießverfahrens gehen zurück bis in die 1980er Jahre. Mehrere Clausthaler Institute waren beteiligt, zum Beispiel das damalige Institut für Allgemeine Metallurgie mit Professor Klaus Schwerdtfeger und das Institut für Energieverfahrenstechnik mit Professor Reinhard Scholz.

Neben der Neuerung in der Stahlherstellung stehen beim diesjährigen Zukunftspreis, der auch als Technologie-Oscar bezeichnet wird, jeweils ein Projekt aus der Medizintechnik sowie eines aus dem Bereich der Lebensmittelherstellung zur Wahl. Alle drei Vorhaben sind in Teamwork umgesetzt worden. Über das Gelingen erfolgreicher Kooperationen von Wissenschaft und Wirtschaft diskutieren im Rahmen der Preisverleihung Bundespräsident Gauck, Professor Andreas Barner (Vorsitzender der Unternehmensleitung Boehringer Ingelheim), Professor Jürgen Mlynek (Präsident der Helmholtz Gemeinschaft) und Professor Stefan Hell, Nobelpreisträger 2014 und Gewinner des Deutschen Zukunftspreises 2006.

Kontakt:
TU Clausthal
Pressesprecher
Christian Ernst
Telefon: +49 5323 72-3904
E-Mail: christian.ernst@tu-clausthal.de

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