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Professor Heinrich in den Ruhestand verabschiedet

Clausthal-Zellerfeld. Im Kreise zahlreicher Kollegen, Mitarbeiter und Freunde ist Professor Jürgen G. Heinrich an der TU Clausthal zum 30. September in den Ruhestand verabschiedet worden. Heinrich hat seit 1995 als Nachfolger von Professor Hans-Walter Hennicke die Professur für Ingenieurkeramik am Institut für Nichtmetallische Werkstoffe geleitet.

Professor Jürgen Heinrich (rechts) erhält seine Abschiedsurkunde von Dr. Georg Frischmann, hauptberuflicher Vizepräsident der TU Clausthal. Foto: Ernst

Professor Jürgen Heinrich (rechts) erhält seine Abschiedsurkunde von Dr. Georg Frischmann, hauptberuflicher Vizepräsident der TU Clausthal. Foto: Ernst

Der 65-jährige Heinrich, der aus Franken stammt, war und ist in der weltweiten Keramikbranche bestens vernetzt. Ausgestattet mit viel Industrieerfahrung (Rosenthal, Kerimpex, Hoechst CeramTec) war er vor zwei Jahrzehnten an die Universität im Harz gekommen. Neben seiner Tätigkeit in Forschung und Lehre, die mit einem Forschungssemester 2006 am Shanghai Institute of Ceramics verbunden war, engagierte er sich national und international auf Verbandsebene. 2003 trat er an die Spitze der Deutschen Keramischen Gesellschaft, vier Jahre später wurde der Materialwissenschaftler Präsident der Europäischen Keramischen Gesellschaft.

Vor zwei Jahren brachte Professor Heinrich dann den „Campus Funktionswerkstoffe und -strukturen“ mit auf den Weg. In dem ambitionierten Forschungsverbund kooperiert die TU Clausthal mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM).

Auch in der Lehre ging Heinrich neue Wege. Unter anderem zusammen mit dem TU-Rechenzentrum entwickelte er ein Multimedia-Lehrangebot zur „Technologie der Keramik“. Es umfasst Vorlesungsaufzeichnungen, Skripte und Videos, die weltweit in zwei Sprachen verfügbar sind. Um den talentierten wissenschaftlichen Nachwuchs optimal zu fördern, regte der Professor zudem an: „Wir sollten nach US-Vorbild den besten Bachelorabsolventen die Möglichkeit geben, ohne Masterabschluss gleich mit der Promotion zu beginnen.“

Wenn Heinrich nun im bevorstehenden Wintersemester keine Vorlesungen über den Werkstoff Keramik mehr halten wird, so ist die TU Clausthal auf diesen Zeitpunkt bestens vorbereitet. Schon 2010 wurde Jens Günster an der Universität die Professur für Hochleistungskeramik übertragen, die mit einer gleichzeitigen Berufung des Wissenschaftlers an die BAM in Berlin verbunden war. Dort leitet er den Fachbereich Keramische Prozesstechnik und Biowerkstoffe. In Clausthal ist die Professur am Institut für Nichtmetallische Werkstoffe angesiedelt.

Koordiniert wird die materialwissenschaftliche Forschung der TU, die sich zum Beispiel auf die Gebiete Rapid Prototyping mit keramischen Werkstoffen oder Lasersintern von Keramiken und Gläsern erstreckt, in Zukunft am Clausthaler Zentrum für Materialtechnik. „Damit ist auch für die TU Clausthal Kontinuität in der sehr erfolgreichen keramischen Forschung gewährleistet“, so Professor Heinrich, „und man kann optimistisch in die materialwissenschaftliche Zukunft blicken.“

Kontakt:
TU Clausthal
Pressesprecher
Christian Ernst
Telefon: +49 5323 72-3904
E-Mail: christian.ernst@tu-clausthal.de

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