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Clausthaler an neuer DFG-Forschergruppe beteiligt

Braunschweig/Clausthal. Die Entwicklung im Leichtbau für Flugzeuge und Automobile voranzutreiben – das ist das Ziel der neuen Forschergruppe „Wirkprinzipien nanoskaliger Matrixadditive für den Faserverbundleichtbau“, die die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) zu Beginn des Sommersemesters an der TU Braunschweig eingerichtet hat. Daran beteiligt sind auch Wissenschaftler der TU Clausthal.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Braunschweig, Clausthal-Zellerfeld, Hannover und Berlin – darunter Professor Gerhard Ziegmann (Zweiter von links) –  arbeiten in der neuen DFG-Forschergruppe zusammen.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Braunschweig, Clausthal-Zellerfeld, Hannover und Berlin – darunter Professor Gerhard Ziegmann (Zweiter von links) – arbeiten in der neuen DFG-Forschergruppe zusammen.

Die Gruppe wird im ersten Förderabschnitt in den kommenden drei Jahren mit rund 1,5 Millionen Euro unterstützt. Im Mittelpunkt der Forschung stehen so genannte Faserverstärkte Nanocomposites, die zukünftig von großer Bedeutung für den Leichtbau sind.

Die Forschergruppe werde sich mit einer Schlüsseltechnologie beschäftigen, bekräftigt ihr Sprecher Professor Michael Sinapius. Denn wie effizient die Mobilität von morgen ist, wird auch von den eingesetzten Materialen entschieden, so der Experte der TU Braunschweig (Institut für Adaptronik und Funktionsintegration). Dies beginnt schon bei der Herstellung der Werkstoffe selbst, wenn es beispielsweise um Materialeinsatz und Verarbeitungsprozesse geht, und reicht bis zu ihrer Anwendung, wenn Funktionalität und Gewicht über Treibstoffkosten entscheiden. Stellvertretender Sprecher der neuen DFG-Forschergruppe ist Professor Gerhard Ziegmann vom Institut für Polymerwerkstoffe und Kunststofftechnik der TU Clausthal.

Im Rahmen ihrer Forschung werden Werkstoffwissenschaftler, Verfahrenstechniker, Ingenieure und Physiker untersuchen, wie die besonderen Eigenschaften von Faserverbundwerkstoffen durch Zugabe von Nanopartikeln verbessert werden können. Dafür sollen Nanopartikel in Hochleistungspolymerwerkstoffe eingebracht werden und faserverstärkte „Nanocomposites“ ergeben, die gegenüber herkömmlichen Werkstoffen im Vorteil sind, so die Forscherinnen und Forscher. Sie arbeiten zum einen mit experimentellen Mitteln, um die funktionalen Zusammenhänge zwischen den Partikeleigenschaften und den resultierenden Eigenschaften zu studieren. Zum anderen setzen sie entlang der gesamten Prozesskette, vom Partikel bis zum Bauteil, Simulationen ein. Damit sollen ein ganzheitliches Verständnis der Wirkprinzipien ermöglicht und grundlegende Mechanismen aufgeklärt werden.

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