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Praxisnäher geht es nicht: Neues Simulationsseminar durchgeführt

02.05.2014

Clausthal-Zellerfeld. Jeder siebte Arbeitsplatz hierzulande steht mit dem Auto in Verbindung. Millionensummen fließen in dieser Branche in die Ablaufplanung von Karosseriebau, Motorenbau und Montage. Simulationsstudien dafür werden mit dem „Automotive Bausteinkasten” erstellt. Das Clausthaler Institut für Maschinelle Anlagentechnik und Betriebsfestigkeit (IMAB) hat dazu erstmals ein Seminar für Studierende durchgeführt.

Masterstudent Marius Reppe, zugleich Tutor des Seminars, gibt Erläuterungen, damit die Studierenden lernen, Planungsprozesse für den Karosseriebau am Computer zu simulieren. Foto: Ernst

Masterstudent Marius Reppe, zugleich Tutor des Seminars, gibt Erläuterungen, damit die Studierenden lernen, Planungsprozesse für den Karosseriebau am Computer zu simulieren. Foto: Ernst

Im Computerpool des Instituts beschäftigten sich 15 Masterstudierende, angeleitet von zwei Tutoren, drei Tage lang intensiv mit der Thematik. „Normalerweise werden solche Schulungen nur in der Industrie angeboten. Dank der Unterstützung von Volkswagen und Siemens konnte das praxisnahe Seminar, das über die normale Lehre an Universitäten hinausgeht, stattfinden”, erläutert Professor Uwe Bracht. Der Wissenschaftler forscht an der TU Clausthal auf den Gebieten Digitale Fabrik und Materialflusslogistik.

Innerhalb ihres Fachpraktikums Materialflusssimulation hatten die angehenden Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieure bereits die nötigen Vorkenntnisse erworben, um sich mit der komplexen Simulationssoftware „Plant Simulation” befassen zu können. Diese Software bildet die Grundlage für den Automotive Bausteinkasten des Verbands der Automobilindustrie (VDA). Zahlreiche Marken, etwa VW, Audi, Mercedes, BMW und deren Zulieferer, erstellen damit ihre Simulationsstudien im Planungsprozess.

„Die Idee, diese Schulung durchzuführen, entstand innerhalb eines aktuellen Forschungsprojektes mit Volkswagen. Darin werden die neuen Energiesimulationsmöglichkeiten des Bausteinkastens anhand einer Karosseriefertigung untersucht”, berichtet Diplom-Wirtschaftsingenieur Marco Seewaldt (IMAB). „Im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Uni Clausthal verfolgen wir zwei Ziele”, ergänzt Carsten Pöge, beschäftigt beim Wolfsburger Automobilbauer als IT-Experte für Simulation und zugleich im VDA aktiv: „Einerseits bekommen wir ein Feedback über die Verständlichkeit unserer Schulungsunterlagen von Anwendern, die nicht regelmäßig mit Plant Simulation und dem Automotive Bausteinkasten arbeiten. Andererseits wollen wir die Studenten, die bei uns ein Praktikum absolvieren oder eine Abschlussarbeit auf dem Gebiet der Ablaufsimulation schreiben möchten, bereits im Vorfeld mit dem bei uns als Standard für die Modellierung in Plant Simulation eingesetzten VDA Automotive Bausteinkasten bekannt machen, um so die Einarbeitungszeit zu verkürzen.”

Die Aussicht über das Seminar direkt mit der Autoindustrie in Kontakt zu kommen, ist eine große Motivation für die Studierenden. „Für mich ist diese Qualifikation ein Schritt in die berufliche Zukunft”, sagt Masterstudent Marius Reppe, „wir arbeiten hier an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Industrie.” Und der Forschungsbedarf der Autobranche werde in Zukunft sogar noch wachsen, so IMAB-Mitarbeiter Seewaldt. Denn immer häufiger fließen auch Energieaspekte in die Materialflusslogistik ein. Studierende, die das Seminar absolviert haben, erhalten eine Teilnahmebestätigung. „Wir wollen versuchen”, sagt Seewaldt, „die Zusatzqualifikation dauerhaft anzubieten.” Für die Berufsaussichten der Clausthaler Studierenden wäre dies ein weiterer Pluspunkt.

Kontakt:
TU Clausthal
Pressesprecher
Christian Ernst
Telefon: 05323 – 72 3904
E-Mail: christian.ernst@tu-clausthal.de

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