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Energiewende: Tagung zu Stromnetzkosten

Göttingen. Zum sechsten Mal führten das Energie-Forschungszentrum Niedersachsen der TU Clausthal und die Bundesnetzagentur eine Tagung zu aktuellen Fragen der Energieversorgungsnetze durch. In diesem Jahr befasste sich die Veranstaltung mit dem Thema „Netzfinanzierung in der Energiewende – ist die Systematik der Stromverteilernetzentgelte noch zeitgemäß?“

Mehr als 200 Experten nahmen an der Energietagung, die vom EFZN in der Göttinger Paulinerkirche durchgeführt wurde, teil. Foto: EFZN

Mehr als 200 Experten nahmen an der Energietagung, die vom EFZN in der Göttinger Paulinerkirche durchgeführt wurde, teil. Foto: EFZN

Angesichts steigender Energie- und Netzkosten gewinnt die Frage der gerechten Kostenverteilung zwischen den verschiedenen Netznutzern zunehmend an Bedeutung. Anpassungen der Netzentgeltsystematik werden vor dem Hintergrund der Energiewende insbesondere aufgrund zunehmender Eigenversorgung – sowohl durch Photovoltaik-Dachanlagen als auch industrielle Eigenversorgung – diskutiert. Dabei gilt es eine angemessene Beteiligung der Eigenversorger an den Netzkosten zu finden, die dem Umstand Rechnung trägt, dass das Netz in der Regel weiterhin in vollem Umfang für den Eigenversorger vorgehalten werden muss. Etwa 200 Teilnehmende aus Unternehmen, Behörden, Beratungsunternehmen, Politik und Wissenschaft konnten auf der Veranstaltung ihre jeweilige Sicht auf die Systematik der Stromverteilernetzentgelte austauschen und vertiefen.

Im Fokus der Überlegungen stand eine verstärkte Ausrichtung der Stromnetzentgelte an der für die jeweilige Entnahmestelle zur Verfügung gestellten Kapazität. Diskutiert wurden aber auch die Fragen nach der Einführung von Netzentgelten für Stromeinspeiser und nach einem bundesweiten Ausgleich der teilweise stark differierenden Netzentgelte. Die Tagung zeigte, dass die finanziellen Effekte der Eigenversorgung derzeit begrenzt sind. Den Effekten des Eigenverbrauchs in Niederspannung bei nicht leistungsgemessenen Kunden kann bereits im geltenden Rechtsrahmen durch die Einführung oder Erhöhung von Grundpreisen entgegen gewirkt werden. Die Erforderlichkeit einer Anpassung der gesetzlichen Netzentgeltsystematik wurde im Ergebnis nicht einheitlich beurteilt.

Die Tagungsreihe zu aktuellen Fragen der Energieversorgungsnetze wird seit dem Jahr 2009 vom Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN) in Kooperation mit der Bundesnetzagentur durchgeführt. Auf Seiten des EFZN lag die inhaltliche und organisatorische Leitung bei Professor Hartmut Weyer, Direktor des Instituts für deutsches und internationales Berg- und Energierecht der TU Clausthal, und dem Geschäftsstellenleiter des EFZN, Dr. Wolfgang Dietze.

Kontakt:
Energie-Forschungszentrum Niedersachsen der TU Clausthal
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Manuel Juhrs
Telefon: 05321 – 3816 8016
E-Mail: manuel.juhrs@efzn.de

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