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Ministerin Heinen-Kljajic zu Besuch in Clausthal

Clausthal-Zellerfeld. Niedersachsens neue Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Dr. Gabriele Heinen-Kljajic, hat zum ersten Mal die TU Clausthal besucht. Im Rahmen des 5. Forums für Nachwuchswissenschaftlerinnen, das die Niedersächsische Technische Hochschule (NTH) am Montag in der Clausthaler Aula Academica mit 120 Teilnehmenden veranstaltete, sprach sie ein Grußwort.

Niedersachsens Wissenschaftsministerin Dr. Gabriele Heinen-Kljajic und Clausthals Universitätspräsident Professor Thomas Hanschke in der Aula der TU. Foto: Ernst

Niedersachsens Wissenschaftsministerin Dr. Gabriele Heinen-Kljajic und Clausthals Universitätspräsident Professor Thomas Hanschke in der Aula der TU. Foto: Ernst

„Man kommt wieder gerne in den Harz.“ Mit diesen Worten begrüßte Universitätspräsident Professor Thomas Hanschke die Ministerin. Neben Gabriele Heinen-Kljajic, die seit dem 19. Februar im Amt ist, waren zuletzt Bundespräsident Joachim Gauck und Ministerpräsident Stephan Weil in der Region zu Gast. Professor Hanschke würdigte das seit 2009 stattfindende Forum unter dem Titel „fiMINT“ – Frauen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – als Vorreiter der NTH-Idee.

„Ich finde, es gibt keinen besseren Ort für solch ein Forum“, betonte die Ministerin. Schließlich sei Clausthal mit der einstigen Bergakademie über lange Zeit geradezu der Inbegriff des Patriarchats gewesen. Das „fiMINT“-Projekt halte sie für besonders begrüßenswert. „Wir brauchen mehr Frauen in der Wissenschaft, vor allem im MINT-Bereich.“ In diesen Fächern sei laut Statistik in 2011 jeder dritte Absolvent in Niedersachsen weiblich gewesen. Und der Anteil der Professorinnen lag im gleichen Jahr bei 11,9 Prozent. Beide Zahlen lägen über dem Bundesdurchschnitt, seien aber nicht ausreichend.

Aus diesem Grund seien Projekte wie „fiMINT“, organisiert von den Gleichstellungsbüros der drei NTH-Mitgliedsuniversitäten, notwendig. Sie zielten auf Gleichstellung, aber auch auf den Arbeitsmarkt, „denn der Fachkräftemangel ist praktisch weiblich“, so die Ministerin. Das Problem beginne schon in der Schule: „Auffällig ist, dass sich Mädchen, auch wenn sie die gleiche Kompetenz haben wie Jungs, selbst viel schwächer einschätzen.“ Auch an den Hochschulen gebe es Handlungsbedarf: Der Beruf der Wissenschaftlerin müsse attraktiver und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter verbessert werden.

Zudem sei es für Frauen wichtig, in männlich dominierten Bereichen die Spielregeln des Erfolgs zu kennen und für sich zu nutzen. Diesen Ansatz vertritt die Bestsellerautorin Marion Knaths. Die Hamburger Unternehmensberaterin hielt zu dem Thema „Spiele mit der Macht“ das Hauptreferat auf dem Forum und bekam für ihren unterhaltsamen Vortrag viel Beifall.

Kontakt:
TU Clausthal
Pressesprecher
Christian Ernst
Telefon: 05323 – 72 3904
E-Mail: christian.ernst@tu-clausthal.de

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