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Verträge für neues Batterietestzentrum unterzeichnet

10.06.2013

Goslar. Das Land Niedersachsen hat grünes Licht gegeben für das Batterietestzentrum der TU Clausthal. Damit kann der Neubau einer Technikumshalle für das Testzentrum, das wissenschaftlich vom Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN) betreut wird und in Kooperation mit dem Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut entsteht, auf dem Energie-Campus in Goslar beginnen.

Verträge unterschrieben (von links): Professor Wolfgang Schade, Dr.  Jochen Stöbich (Stöbich Brandschutz GmbH), Goslars Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk, Universitätspräsident Professor Thomas Hanschke und EFZN-Chef Professor Hans-Peter Beck. Foto: Ernst

Verträge unterschrieben (von links): Professor Wolfgang Schade, Dr. Jochen Stöbich (Stöbich Brandschutz GmbH), Goslars Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk, Universitätspräsident Professor Thomas Hanschke und EFZN-Chef Professor Hans-Peter Beck. Foto: Ernst

Entsprechende Verträge sind am 10. Juni mit dem Bauherrn und Investor der Halle, Dr. Jochen Stöbich, Geschäftsführer der Firma Stöbich Brandschutz, unterschrieben worden. Geplant ist, dass das Gebäude möglichst bis zum Ende dieses Jahres fertiggestellt wird.

„Um auf dem zukunftsträchtigen Gebiet der Elektromobilität durchzustarten, kommt der weiteren Erforschung der Batteriesystemtechnik eine elementare Bedeutung zu. Es freut mich deshalb sehr, dass hochkarätige Partner aus Universität und Forschung im Verbund mit der regionalen Wirtschaft dieses wichtige Thema in einem neuen Technikum gemeinsam angehen”, sagt Professor Thomas Hanschke, der Präsident der TU Clausthal.

EFZN-Gedanke trägt Früchte

„Wir brauchen ein solches Technikum, um unsere Kompetenzen im Bereich Energiespeicher zu zeigen und hochqualifizierte Forscher und Forscherinnen in diese Region zu locken”, so EFZN-Chef Professor Hans-Peter Beck. Das Batterietestzentrum zeige, dass der EFZN-Gedanke funktioniere und sich Synergieeffekte bilden: „Die EFZN-Mitgliedsuniversität Hannover bringt sich ebenfalls stark mit ein. Die Forschungsgeräte sind hier unter dem Dach des EFZN für Forscher aller EFZN-Universitäten nutzbar. Das ist effiziente Forschung.”

„Für eine Sichtbarkeit der Forschungsarbeiten auf dem Energie-Campus müssen wir gezielt gesellschaftlich relevante Themen besetzen – die Sicherheitstechnik von Batteriesystemen sowohl für stationäre als auch mobile Anwendungen ist dafür ein schönes Beispiel”, erklärt Professor Wolfgang Schade, Leiter der Goslarer Außenstelle des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts (HHI). „Nur so sind wir national und international sichtbar und vor allem wettbewerbsfähig. Daher gilt mein besonderer Dank Herrn Dr. Stöbich, der uns durch seine Investitionsbereitschaft für das neue Technikum derartige Möglichkeiten eröffnet.”

Gesamtvolumen von rund zwei Millionen Euro

In dem Testzentrum (Gesamtvolumen rund zwei Millionen Euro) werden die elektrischen und thermischen Eigenschaften großer Batterien im Grenzbereich untersucht. Geplant sind zum Beispiel elektrische Belastungstests bis zu 1000 kW, Kurzschlussversuche bis zu 10.000 Ampere sowie Brandtests. Mithilfe der vom HHI entwickelten faseroptischen Sensorik werden dreidimensionale Temperaturfelder von Batteriesystemen gemessen. Dadurch sollen neue Sicherheitskonzepte zum Schutz vor einem Brand von Batterien entwickelt werden.

Neben den Prüfeinrichtungen zur Durchführung der Batterietests werden in dem Technikum weitere Anlagen zur Lebensdauervorhersage von Hoch- und Mittelspannungsleitungen für Offshore Windkraftanlagen sowie der Laserprozessierung neuartiger optischer Sensoren, Elektrodenmaterialien für neue Batteriekonzepte und Solarzellen aufgebaut. Diese Infrastruktur bietet insbesondere für das Fraunhofer HHI hervorragende Möglichkeiten die bisherigen Geschäftsbereiche auf dem Gebieten der Energietechnik und Sensorik auszubauen aber auch die einzigartige Chance neue „Spin-off-Unternehmen” auf dem „Energie-Campus” anzusiedeln.

Durch den Verbund der beteiligten Partner findet eine gezielte Konzentration von Kompetenzen in den Bereichen der Batteriesystemtechnik und Sensorik statt, die eine besondere Forschungsinfrastruktur für niedersächsische Hochschulen und regionale Unternehmen schaffen wird.

Kontakt:
TU Clausthal
Pressesprecher
Christian Ernst
Telefon: 05323 – 72 3904
E-Mail: christian.ernst@tu-clausthal.de

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