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Neue Sensorik entdeckt Brüche in Drahtseilen von Kränen

06.02.2013

Goslar. Das Drahtseil, das im Jahr 1834 in Clausthal-Zellerfeld erfunden worden ist, steht nun im Mittelpunkt eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundprojekts „Intelligentes Drahtseil – INSEIL”. Das Projektvolumen beträgt 1,3 Millionen Euro.

In den Krananlagen der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) - hier die Container-Terminals in Altenwerder - kommt das intelligente Drahtseil zum Einsatz. Foto: HHLA

In den Krananlagen der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) - hier die Container-Terminals in Altenwerder - kommt das intelligente Drahtseil zum Einsatz. Foto: HHLA

Das Vorhaben ist durch die Initiative der Abteilung „Faseroptische Sensorsysteme” des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts entstanden, die unter der Leitung von Professor Wolfgang Schade auf dem „EnergieCampus” in Goslar forscht. Schade ist darüber hinaus Professor am Institut für Energieforschung und Physikalische Technologien der TU Clausthal und Mitglied im Vorstand des Energie-Forschungszentrums Niedersachsen (EFZN).

Im Projekt INSEIL soll nun das bisher bekannte Drahtseil innovativ weiterentwickelt und damit „intelligent” werden. „Wir wollen unsere faseroptischen Sensoren in das Drahtseil integrieren”, erklärt Professor Schade. Diese Lichtwellenleiter und das Drahtseil werden miteinander kombiniert und so in der Tat zum „intelligenten Drahtseil”, denn: „Mit Hilfe unserer Technik können nicht nur Brüche im Draht entdeckt, sondern auch Aussagen zur Lebensdauer der Seile gemacht werden”, so der Wissenschaftler. Dieses Vorhaben sei ein gutes Beispiel wie Universitäten und Forschungseinrichtungen ihr wissenschaftliches Knowhow in die Wirtschaft und in die Industrie einbringen können.

Insbesondere bei vollautomatischen Krananlagen, wie sie am CTA Container Terminal Altenwerder GmbH der HHLA Hamburger Hafen und Logistik AG eingesetzt werden, ist der Einsatz von automatischen Überwachungseinrichtungen zur Kontrolle der Drahtseile notwendig. Instandhaltungsmaßnahmen können so weitsichtig und kosteneffizient geplant werden. Einzelne Drähte im Seil brechen unter längerer Beanspruchung, deshalb müssen Drahtseile regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls ausgetauscht werden. Bisher geschieht dies durch eine aufwendige manuelle Kontrolle, die nun durch den Einsatz der faseroptischen Technik (Lichtwellenleiter) zu einer automatisierten Überwachung weiterentwickelt wird.

Im Rahmen des Projektes hat sich zur Realisierung dieser Messaufgabe ein Konsortium zusammengefunden, welches die komplette wirtschaftliche Verwertungskette repräsentiert. Projektkoordinator ist die ebenfalls auf dem „EnergieCampus” ansässige und aus der TU Clausthal ausgegründete Firma MIOPAS. Weitere Partner sind die Protronic innovative Steuerungselektronik GmbH, der Lichtleiterhersteller LEONI Fiber Optics GmbH, die Drahtseilwerk GmbH, der Germanischer Lloyd und die HHLA Hamburger Hafen und Logistik AG. Zu einem späteren Zeitpunkt soll die Technologie für weitere Einsatzgebiete, wie beispielsweise die Überwachung von Drahtseilen in Bauwerken, sowie in Sendemasten oder in Stadiondächern erweitert werden.

Kontakt:
TU Clausthal
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Anna Tietze
Telefon: 05321 3816 8016
E-Mail: anna.tietze@efzn.de

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