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Energieforschung: Niedersachsen und Schottland kooperieren

Edinburgh/Clausthal. Niedersächsische und schottische Wissenschaftler wollen auf dem Gebiet der Energieforschung enger zusammenarbeiten. Die TU Clausthal mit dem Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN), die Universität Göttingen, die Heriot-Watt-University und die University Edinburgh haben deshalb eine Kooperation vereinbart.

Beim Unterzeichnen (v.l.): Professor Steve Chapmann (Heriot-Watt-University), Ministerpräsident David McAllister, Professor Nigel Brown (University Edinburgh), Professor Hans-Peter Beck (Clausthal) und Dr. Gernot Kalkoffen (ExxonMobil). (Foto: Sarbach)

Beim Unterzeichnen (v.l.): Professor Steve Chapmann (Heriot-Watt-University), Ministerpräsident David McAllister, Professor Nigel Brown (University Edinburgh), Professor Hans-Peter Beck (Clausthal) und Dr. Gernot Kalkoffen (ExxonMobil). (Foto: Sarbach)

Unterzeichnet wurden die Verträge in der schottischen Hauptstadt im Beisein des niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister. Die Partnerschaft erstreckt sich auf gemeinsame Forschungsprojekte und Aktivitäten in der Lehre.

Im Blickpunkt stehen beispielsweise neue Technologien, um Öl und Erdgas aus dichten Gesteinsschichten zu gewinnen. Außerdem ist die unterirdische Speicherung von Energie, die aus erneuerbaren Quellen stammt, ein Forschungsthema. So könnte etwa Windstrom in Gas umgewandelt werden, das sich dann unterirdisch speichern lässt. Auf diesen Gebieten forschen das Clausthaler Institut für Erdöl- und Erdgastechnik, das von Professor Leonhard Ganzer geleitet wird, sowie die Forschungsgruppe um Professor Martin Sauter vom Geowissenschaftlichen Zentrum der Universität Göttingen.

Die neue deutsch-schottische Zusammenarbeit ist außerdem als ein weiterer Schritt zu einem noch größeren Verbund zu betrachten: zur European North Sea Energy Alliance (ENSEA). „Ziel ist es, die vier beteiligten Nordsee-Anrainer Norwegen, die Niederlande, Schottland und Niedersachsen für Deutschland zu einer europäischen Vorzeigeregion für erneuerbare Energien und Versorgungssicherheit auszubauen“, erläuterte EFZN-Vorstandschef Professor Hans-Peter Beck.

Im Oktober möchte die Vier-Länder-Allianz ENSEA mit dem Aufbau eines gemeinsamen Instituts beginnen, das die Bereiche Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammenführt. Der Antrag dafür war im Januar bei der Europäischen Union (EU) gestellt worden. „Wir hoffen, dass wir bis zum Juli eine Entscheidung darüber aus Brüssel bekommen“, sagte McAllister zu dem Projekt, das mit drei Millionen Euro gefördert werden soll. Die bisherigen Vertragsverhandlungen seien bereits erfolgreich verlaufen. Das neue Institut soll die Aufgabe haben, im Auftrag der vier Länder EU-Projekte anzuschieben und sich um Fördergelder zu bewerben. Vor dem Hintergrund der Energiewende wird angestrebt, die regenerativen Energien auszubauen, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden.

Kontakt:
TU Clausthal
Pressesprecher
Christian Ernst
Telefon: 05323 – 72 3904
E-Mail: christian.ernst@tu-clausthal.de

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