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TU-Forscher auf Hannover Messe von Ministerpräsident besucht

21.04.2009

Hannover. Ministerpräsident Christian Wulff interessiert sich für die Forschung an der TU Clausthal. Unter den mehr als 6000 Ausstellern auf der Hannover Messe steuerte er bei einem Rundgang zielstrebig einen Stand der Oberharzer Universität an.

Gut gelaunt testet Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff den Detektor zum Aufspüren von Gefahrstoffen, den die Arbeitsgruppe von Professor Wolfgang Schade (l.) entwickelt hat.

Gut gelaunt testet Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff den Detektor zum Aufspüren von Gefahrstoffen, den die Arbeitsgruppe von Professor Wolfgang Schade (l.) entwickelt hat.

Von Professor Wolfgang Schade ließ sich Wulff den Prototypen eines neuartigen Sensors erklären, der bei der Gepäck- und Personenkontrolle Explosivstoffe aufspüren kann. Bisher lassen sich beim Sicherheits-Check auf Flughäfen nur Metallgegenstände orten.

Der Ministerpräsident machte sogleich die Probe aufs Exempel. Mit einem Detektor untersuchte er eine präparierte Schaufensterpuppe. Der Proband trug unter der Kleidung einen Ersatzstoff für den Sprengstoff TATP, der bei terroristischen Anschlägen in London oder Madrid verwendet wurde. Sofort signalisierte der Prototyp über einen Bildschirm „Rot” für Gefahr.

Das neuartige Sensorsystem, das am LaserAnwendungsCentrum der TU Clausthal entwickelt wurde, basiert auf dem Prinzip der photonischen Spektroskopie. Über eine Art Ministaubsauger wird das zu untersuchende Gas dem Sensorsystem zugeführt und sofort analysiert. „Die Technologie lässt sich auch auf anderen Gebieten nutzen”, informierte Physiker Schade die Politikerdelegation, „zum Beispiel in der Medizintechnik, bei Containerkontrollen, in der Drogenfahndung oder auch, um den Brennwert von Erdgasen zu ermitteln.” Längst hat die Innovation das Interesse anderer Einrichtungen wie der Fraunhofer-Gesellschaft geweckt.

Neuartige Sensoren auch in der Medizintechnik anwendbar

Neben dem Exponat zum Aufspüren von Gefahrstoffen (Halle 2) interessierte sich Niedersachsens Landeschef für das Leitthema der Veranstaltung. Auf der aktuellen Hannover Messe, dem weltweit größten Technologieereignis, richtet sich der Fokus in diesem Jahr auf „Energieeffizienz in industriellen Prozessen”. Das Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN), das federführend von Clausthaler Wissenschaftlern betrieben wird, präsentiert in Halle 13 gleich mehrere innovative Ansätze. Zum einen neue Konzepte für Solarzellen, zum anderen ein handliches Starthilfegerät, das bei liegen gebliebenen Autos die Batterie wieder flott macht, und außerdem das Projekt „Vehicle2Grid”, in dem Elektro- und Hybridautos als rollende Stromspeicher das Netz entlasten. „Natürlich ist es uns ein Anliegen”, erläuterte EFZN-Geschäftsstellenleiter Dr. Jens-Peter Springmann, „auf der Messe weitere Partner aus der Industrie für unsere Projekte zu gewinnen.”

Intelligenter Schaufelradbagger erkennt Materialien

Viel Aufmerksamkeit zieht auch ein Modell des Clausthaler Instituts für Bergbau (Halle 5) auf sich. Zusammen mit dem Unternehmen ContiTech zeigt der Lehrstuhl für Tagebau von Professor Hossein Tudeshki einen intelligenten Schaufelradbagger, der, ausgerüstet mit einem Materialscanner, Sand, Kies oder Ton abträgt. „Der Bagger arbeitet mit akustischer Materialerkennung. Dadurch lassen sich Fördersysteme zum Abbau von Lockergesteinen deutlich effektiver gestalten”, erklärt Heiko Hertel. Neben der Öffentlichkeitsarbeit für die TU Clausthal will der Diplom-Ingenieur die Leistungsschau der Industrie auch dazu nutzen, um sich neue Anregungen zu holen. Aussteller aus mehr als 60 Nationen – darunter auch in Halle 5 das TU-Institut für Werkstoffkunde und Werkstofftechnik sowie das Clausthaler Umwelttechnik-Institut (Cutec) – geben noch bis Freitag einen Einblick in neueste Entwicklungen.

Kontakt:
TU Clausthal
Pressesprecher
Christian Ernst
Telefon: 05323 – 72 3904
christian.ernst@tu-clausthal.de

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