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Traditionell innovativ

Reichen Erzvorkommen verdankte der Oberharz für Jahrhunderte seine Bedeutung als Zentrum des Bergbaus und Hüttenwesens. Im Jahre 1763 regte Henning Calvör an, eine Schule einzurichten “für die aufgewecktesten und fähigsten Köpfe von denen, die Berg- und Zimmerleute werden wollen”. 1775 gegründet erlangte die Harzer Ausbildungsstätte rasch internationales Ansehen. So kam Mitte des 19. Jahrhunderts die Hälfte ihrer Studenten aus Nord- und Südamerika, Südostasien und Australien.

In den 1960er Jahren, als Kohle und Stahl ihre dominierende Rolle in der deutschen Industrie verloren, vollzog die Bergakademie Clausthal einen Wandel. Die Einführung neuer Vollstudiengänge von Chemie über Physik, Mathematik, Maschinenbau bis zur Verfahrenstechnik leitete Veränderungen ein, die im Jahr 1968 zur Umbenennung der Hochschule in Technische Universität Clausthal führten. Diesem Brückenschlag zwischen Tradition und Innovation folgten weitere neue, Studiengänge sowie wirtschaftswissenschaftliche Ausbildungsmöglichkeiten. Die letzte Phase der Neustrukturierung hat die TU Clausthal wieder näher an ihre Wurzeln herangebracht. Der Übergang von sieben Fachbereichen und zwei Fakultäten auf drei Fakultäten und drei Forschungszentren ist abgeschlossen. Die drei Zentren

  • Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN)
  • Clausthaler Zentrum für Materialtechnik (CZM)
  • Simulationswissenschaftliches Zentrum (SWZ)

organisieren die Forschung; die drei Fakultäten ordnen die Lehre:

  • Fakultät für Natur- und Materialwissenschaften
  • Fakultät für Energie- und Wirtschaftswissenschaften
  • Fakultät für Mathematik/Informatik und Maschinenbau.

In der Forschung ist die TU Clausthal disziplinübergreifend aufgestellt und mit anderen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Institutionen in der Region vernetzt. Mit ihren Kollegen der Universität Hannover arbeiten die Harzer Wissenschaftler bereits seit Jahren auf dem Feld der Materialwissenschaft im Sonderforschungsbereich 675 (Erzeugung hochfester Strukturen) zusammen und mit der Universität Göttingen sind sie durch das Simulationswissenschaftliche Zentrum Clausthal - Göttingen eng verbunden. Ein europäisches Graduiertenkolleg auf dem Gebiet der Kunststoffe verbindet zudem die Universitäten Göttingen, Amsterdam und Eindhoven mit Clausthal.

Mit ihren rund 90 Professoren, gut 400 wissenschaftlichen Mitarbeitern und rund 5.000 Studierenden besitzt die TU Clausthal eine übersichtliche Struktur. Die Kompetenz der Hochschule findet regelmäßig ihre Bestätigung in Spitzenplätzen bei Rankings. Mit einem Anteil von gut einem Drittel ausländischer Studenten und Doktoranden zählt die TU Clausthal zu den weltoffensten Hochschulen des Landes.

Die persönliche Studienatmosphäre, die Vielzahl der Hochschulpartnerschaften, die Chance, an der forschungsstarken TU bereits als Student in wissenschaftliche Arbeiten eingebunden zu werden, dies macht die Attraktivität der Hochschule für die Studierenden aus. Gemeinsame Projekte zwischen Industrie und Uni zeigen den hohen Stellenwert, den die Universität in der Wirtschaftsbranche genießt. Zahlreiche Clausthaler Absolventen in Führungspositionen von Unternehmen verdeutlichen ebenfalls: Die TU Clausthal ist regional verwurzelt und wird global geschätzt.

Hauptgebäude der TU Clausthal
Foto: Ernst

Impressum · Kontakt · Letzte Änderung: 24.05.2016 © TU Clausthal 2016