ZAHLENSPIEGEL WS 1998/99

 
 

S T U D E N T E N   (Stichtag: 15.11.1998)
 
 
Studenten insgesamt :
2.684
(100,0%) Neuaufnahmen:
414
(100,0 %)
davon weiblich :
473
( 17,6 %)  
106
( 25,6 %)
davon Ausländer:
435
( 16,2 %)  
131
( 31,6 %)
 
 
 
Studiengänge
Gesamtzahl
weibl.Stud.
Ausländer
Neuaufnahmen
Mathematik
66
25
6
4
Informatik 
277
14
38
47
Technomathematik
82
19
0
11
Wirtschaftsmathematik
35
19
5
16
Wirtschaftsinformatik
46
11
10
34
Physikalische Technologien
79
17
11
16
Chemie
211
71
40
32
Geologie
175
69
30
28
Geophysik
36
8
7
4
Rohstoff- und Geotechnik (Bergbau)
222
19
54
28
Aufbaustudium Wirtschaftswiss.
2
1
0
1
Wirtschaftsingenieurwesen
45
11
7
29
Metallurgie
64
9
15
8
Werkstoffwissenschaften
123
26
21
20
Steine und Erden
36
18
4
5
Kunststofftechnik
9
2
1
2
Maschinenbau
559
35
114
56
Verfahrenstechnik
299
41
41
18
Chemieingenieurwesen
154
28
19
12
Energiesystemtechnik
52
4
3
20
Umweltschutztechnik
112
26
9
23
 
 

Herkunft der Studenten  (in Prozent aller Studenten)
Deutsche 83,8 %
Ausländer
16,2 %
Niedersachsen 47,6  %   Europa   5,7 %
Nordrhein-Westfalen 11,9  %     Polen 1,6 %
Hessen 4,6 %     Türkei 1,3 %
Sachsen-Anhalt 3,5 %     Spanien 0,4 %
Schleswig-Holstein 2,7 %     Frankreich 0,3 %
Thüringen 2,3 %     Österreich 0,3 %
Baden-Württemberg 2,2 %        
Bayern 2,4 %   Asien   4,5 %
Rheinland-Pfalz 1,9 %     VR China 1,0 %
Bremen 1,2 %     Iran 0,9 %
Hamburg 1,0 %     Indonesien 0,6 %
Brandenburg 0,6 %     Südkorea 0,3 % 
Sachsen 0,8 %     Thailand 0,3 %
Saarland 0,4 %        
Mecklenburg-Vorpommern 0,4 %   Afrika   5,3 %
Berlin 0,3 %     Kamerun 2,8 %
Außerhalb Bundesgebiet 0,2 %     Marokko 0,6 %
        Ghana 0,3 %
Nahbereich (Kreise) 29,5 %     Libyen 0,3 %
Goslar 18,9 %        
Osterode 3,6 %   Amerika   0,3 %
Northeim 1,8 %     USA  
Göttingen 1,6 %     Brasilien  
Wolfenbüttel 0,9 %     Mexiko  
Nordhausen 0,8 %



Wernigerode 0,8 %    Staatenlos
0,3 % 
Eichsfeld(Worbis) 0,5 %        
Quedlinburg+Sangerhausen 0,5 %    

Halberstadt 0,2 %        
  
 

Wirtschaftsplan 1999  (in DM)     (Stand: Haushaltsplanentwurf 1999/2000 vom Dezember 1998)

Erträge:
 
Landeszuschuß
97.256.000
Sondermittel
1.765.000
Drittmittel
31.500.000
eigene Erträge
1.563.300
Gesamtvolumen
132.084.300
 

Aufteilung der Mittel:
 
Personalaufwand
107.091.100
Sachaufwand
24.543.200
Investitionen
450.000
 
 

P E R S O N A L 1999    (Stand 01.01.1999)
 
Planstellen Beamte 207  |      
  Angestellte 431  > 731  |  
  Arbeiter 93  |    |  
           |  
Drittmittelpersonal Wiss. Angestellte 238*)  |    |  
  Sonst. Angestellte 38  > 300  > 1046
  Arbeiter 24  |    |  
           |  
Sondermittelpersonal Beamte 0  |    |  
  Wiss. Angestellte 9  > 15  |  
  Sonst. Angestellte 6  |      
             
Ausbildungsplätze   100        
  *)An dieser Stelle ist in der gedruckten Fassung ein Schreibfehler (282)

Aufteilung der Planstellen:
 
Professoren C 2, C 3, C 4 91
Hochschuldozenten C 2 3
     
Wiss. Mitarbeiter Oberass./-Ing. AH2/C2 3
  Direktoren und Räte 58
  Wiss. Assistenten 28
  Wiss. Dienst 15
  Förderstellen 92
     
Sonstige Mitarbeiter Beamte 24
  Angestellte 324
  Arbeiter 93
 
 
 
 

Die Technische Universität Clausthal, zwischen Tradition und Innovation

Reichhaltigen Erzvorkommen verdankt der Oberharz seine jahrhundertelange Bedeutung als Zentrum für die Gewinnung von Silber, Blei, Zink und Kupfer. Bergwerke und Hütten bestimmten die Wirtschaftskraft der Mittelgebirgsregion und das Leben vieler Generationen im Oberharz. Diese Faktoren bildeten einen hervorragenden Nährboden für die Wurzeln der weltweit anerkannten einstigen Bergakademie und heutigen TU Clausthal. Im Jahre 1775 gründete Berghauptmann Carl Friedrich von Reden die "Clausthaler montanistische Lehrstätte". Hieraus entstand 1810 eine zweizügige Bergschule zur Ausbildung von Steigern und von Beamten für das Berg- und Hüttenwesen. Unter Leitung ihres damaligen Direktors Friedrich Adolph Roemer wurde 1864 aus der Bergschule eine Bergakademie. Schnell gewann sie internationales Ansehen und zog viele Studenten aus dem Ausland an, vor allem aus Nord- und Südamerika.

Zu dieser Zeit waren hier bereits Meilensteine des technischen Fortschritts gesetzt worden: Ausgefeilte Systeme zur Nutzung der Wasserkraft für den Betrieb von Bergbau- und Aufbereitungsmaschinen, die "Fahrkunst" zur Personenbeförderung, das Feldgestänge als Antriebssystem über weite Strecken, das Drahtseil sowie präzise Markscheideinstrumente (Meßsysteme) für untertägige Vortriebsarbeiten sind Clausthaler Erfindungen und machten weltweit Schule. Berühmte Wissenschaftler wie Gottfried Wilhelm Leibniz oder Goethes Freund Friedrich Wilhelm Heinrich v. Trebra sind mit der Geschichte des Bergbaus im Oberharz und seiner Lehrstätte verbunden.

Die Zuerkennung des Habilitations- und Promotionsrechtes ließ den internationalen Ruf der Clausthaler Lehrstätte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts weiter wachsen. Nachdem sich Lehre und Forschung in Clausthal lange Zeit auf das Bergbau- und Hüttenwesen einschließlich der Geowissenschaften konzentriert hatten, wurde das Studienangebot in den sechziger Jahren deutlich verbreitert. Vollstudiengänge von Chemie über Physik, Mathematik und Maschinenbau bis hin zur Verfahrenstechnik leiteten den Wandel ein, der im Jahre 1968 zur Umbenennung der Hochschule in "Technische Universität Clausthal" führte. Diesem Brückenschlag zwischen Tradition und Innovation folgten weitere neue, richtungsweisende Studiengänge: In den achtziger Jahren Informatik, Technomathematik und Chemieingenieurwesen sowie innerhalb der letzten Jahre Umweltschutztechnik, Energiesystemtechnik, Wirtschaftsmathematik, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen. Als Folge der Neuorientierung nahm die Zahl der Studierenden von etwa 1000 im Jahre 1965 auf rund 3000 im Wintersemester 1995/96 zu. Heute sind mehr als 60 Prozent der Studentinnen und Studenten in den neuen Studiengängen eingeschrieben.

Werkstoffwissenschaften, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Informationstechnik und wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge bilden heute wichtige Schwerpunkte an der TU Clausthal. Eine Herausforderung für Forschung und Lehre ist dabei die zunehmende Bedeutung des Umweltschutzes. In einer ganzen Reihe von Studiengängen findet die Auseinandersetzung mit der Umweltproblematik statt.

Bereits 1986 wurde in Clausthal der fächerübergreifende "Forschungsverbund Umwelttechnik" ins Leben gerufen. Drei Jahre später ist hieraus das Clausthaler Umwelttechnik-Institut (CUTEC) als wirtschaftsnahe Forschungseinrichtung des Landes Niedersachsen entstanden. Das Arnold-Sommerfeld-Institut führt Theoretische Physik und Mathematik zusammen, um komplexe physikalische Systeme zu erforschen. Im Polymerzentrum arbeiten Chemiker, Physiker und Ingenieure an der Herstellung und Verwendung neuer chemischer Materialien und Werkstoffe. Als weiteres fächerübergreifendes Kompetenzzentrum wurde 1994 der "Forschungsverbund informationstechnisches Zentrum" (ITZ) gegründet, um der Bedeutung der Informationstechnologie für Wissenschaft und Gesellschaft gerecht zu werden. Mit dem Gebiet Energietechnik befassen sich heute Maschinenbau, Verfahrenstechnik und Bergbau: Hier geht es um neue und ressourcenschonende Technologien für Gewinnung, Verteilung und Verbrauch von Energie.

Zunehmend integriert in die Studiengänge der TU Clausthal werden die Wirtschaftswissenschaften. Denn mehr denn je verlangt die industrielle Praxis auch von Natur- und Ingenieurwissenschaftlern ein hohes Maß ökonomischer Kompetenz. Die ersten Studiengänge dieser Art sind Wirtschaftsmathematik, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen, ein Studiengang Wirtschaftschemie ist in Vorbereitung.

Als einmalig in Deutschland gilt Clausthals Konzentration in der Erdöl- und Erdgasforschung mit allein drei Instituten. Nicht nur hierin äußert sich die Weiterentwicklung des Bergbaus und der Geologie. Die beiden traditionellen Fachgebiete sorgen heute auch in Umwelttechnik, Deponietechnik und Entsorgung für eine weltweite Forschungskompetenz der TU. Ebenso fortentwickelt haben sich die Werkstoffwissenschaften: Aus der Tradition von Metallurgie und Hüttenwesen hinzugekommen sind Glas, Keramik, Baustoffe und Kunststoffe.

Rund 100 Hochschullehrer und 450 wissenschaftliche Mitarbeiter in 40 Instituten gewährleisten neben intensiver Forschung eine solide technische und naturwissenschaftliche Ausbildung in mittlerweile 21 Studiengängen. Zudem sorgen Honorarprofessoren und Lehrbeauftragte für eine enge Anbindung an die industrielle Praxis, die durch Studien- und Projektarbeiten mit und in der Industrie noch vertieft wird. Insgesamt zählt die Hochschule heute knapp 1100 Mitarbeiter. Bei allem Wachstum ist die TU Clausthal vergleichsweise klein, überschaubar und persönlich geblieben. Ihren Studierenden ermöglicht sie hervorragende Arbeitsbedingungen: Ausbildung im Team, enge Zusammenarbeit mit Hochschullehrern und ausgesprochene Praxisnähe werden hoch geschätzt. Eine interdisziplinäre Grundausbildung und eine gründliche Vertiefung in einzelne Richtungen machen aus Clausthaler Studierenden später gefragte Naturwissenschaftler und Ingenieure.

Herausgeber: Der Rektor der TU Clausthal
Redaktion u. Gestaltung: Dezernat Planung, EDV, Statistik
Anschrift: Adolph-Roemer-Str. 2 A, 38678 Clausthal-Zellerfeld
Telefon: (05323) 72-2313 
  


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