ZAHLENSPIEGEL WS 2000/2001







S T U D E N T E N (Stichtag: 15. November 2000)
 
 
Studenten insgesamt :
2.625
(100,0%) Neuaufnahmen:
524
(100,0 %)
davon weiblich :
503
( 19,2%)  
128
( 24,4 %)
davon Ausländer:
518
( 19,7 %)  
148
( 28,2 %)

 
 
Studiengänge
Gesamtzahl
weibl.Stud.
Ausländer
Neuaufnahmen
Mathematik
45
20
5
5
Informatik 
312
26
65
83
Technomathematik
80
19
2
11
Wirtschaftsmathematik
72
35
14
25
Wirtschaftsinformatik
190
35
50
79
Physik/Physikalische Technologien
66
8
4
21
Chemie
199
76
31
38
Geologie
115
41
22
7
Geophysik
36
8
5
8
Geotechnik, Bergbau, Erdöl-,-gast.
204
23
58
21
Wirtschaftsingenieurwesen
124
26
14
34
Metallurgie
62
7
19
12
Werkstoffwissenschaften
81
14
18
11
Glas, Keramik, Bindemittel
34
14
9
8
Kunststofftechnik
17
6
1
7
Maschinenbau
434
34
113
75
Verfahrenstechnik
200
33
22
6
Chemieingenieurwesen
121
21
27
13
Energiesystemtechnik
80
16
15
22
Informationstechnik
23
4
8
15
Umweltschutztechnik
130
37
16
23

 

Herkunft der Studenten (in Prozent aller Studenten):
Deutsche 80,3 % Ausländer 19,7%
Niedersachsen 45,4  %   Europa   7,0 %
Nordrhein-Westfalen 11,2  %     Polen 2,1 %
Hessen 4,6 %     Türkei 1,5 %
Sachsen-Anhalt 3,8 %     Spanien 0,9 %
Bayern 2,7 %     Russische Förd. 0,4 %
Schleswig-Holstein 2,1 %     Jugoslawien 0,3 %
Thüringen 2,6 %        
Baden-Württemberg 2,0 %   Asien   7,7 %
Rheinland-Pfalz 1,2 %     VR China 4,5  %
Bremen 0,7 %     Indonesien 0,5 %
Hamburg 0,8 %     Iran 0,5 %
Brandenburg 0,6 %     Syrien 0,4 %
Sachsen 0,8 %    
Mecklenburg-Vorpommern 0,5 %    Afrika   4,5 %
Saarland 0,4 %   Kamerun  1,8 %
Berlin  0,7 %     Marokko 0,8 %
Außerhalb Bundesgebiet 0,1 %     Libyen 0,3 %
        Ägypten 0,3 %
Nahbereich (Kreise) 36,6 %*     Kongo 0,2 %
Goslar 24,1 %*        
Osterode 3,7 %*   Amerika   0,4 %
Northeim 2,3 %     Brasilien  
Göttingen 1,8 %*     USA  
Wolfenbüttel 1,0 %     Mexiko   
Wernigerode 1,0 % Kanada
Nordhausen 0,9 %    
Eichsfeld(Worbis) 0,7 %    Staatenlos     0,2 %
Quedlinburg+Sangerhausen 0,5 %*    
Halberstadt 0,5 %        

Die mit * gekennzeichneten Prozentzahlen wurden am 18.11.2002 berichtigt.
 

Wirtschaftsplan 2001  (in DM)

Erträge:
 
Landeszuschuß
110.916.300
Sondermittel
1.765.000
Drittmittel
31.500.000
eigene Erträge
1.563.300
Gesamtvolumen
145.744.600
==========

Aufteilung der Mittel:
 
-Personalaufwand
104.874.600
-Sachaufwand
40.440.000
-Investitionen
430.000
145.744.600
=========

 
 
 
 
P E R S O N A L  2001(Stand 01. Januar 2001):
 
 
Planstellen 714 (100%)   Drittmittelpersonal      210 (100%)
  • Beamte
  • Angestellte
  • Arbeiter
198
432
84
(27,7%)
(60,5%)
(11,8%)
 
  • Wiss.Angestellte
  • Sonst. Angestellte
  • Arbeiter
162
22
26
(77,1%)
(10,5%)
(12,4%)
Sondermittelpersonal 12 (100%) Ausbildungsplätze
  • Auszubildende
  • Wiss. Angestellte
  • Sonst. Angestellte
1
10
1
(8,3%)
(83,3%)
(8,3%)
  • Planmittel
100 (100%)

 

Aufteilung der Planstellen:
 
Professoren    88 (12,3%) Hochschuldozenten          3 (0,4%)
C2, C3, C4 C2
 
Wiss. Mitarbeiter Sonstige Mitarbeiter
  • Oberass./-Ing.AH2/C2
  • Direktoren und Räte
  • Wiss. Assistenten
  • Wiss. Dienst
  • Förderstellen
2
49
32
17
93
(0,3%)
(6,9%)
(4,5%)
(2,4%)
(13,0%)
  • Beamte
  • Angestellte
  • Arbeiter
24
322
84
(3,4%)
(45,0%)
(11,8%)

 


 
 

Die Technische Universität Clausthal/ zwischen Tradition und Innovation

Reichhaltigen Erzvorkommen verdankt der Oberharz seine jahrhundertelange Bedeutung als Zentrum für die Gewinnung von Silber, Blei, Zink und Kupfer. Bergwerke und Hütten bestimmten die Wirtschaftskraft der Mittelgebirgsregion und das Leben vieler Generationen im Oberharz. Diese Faktoren bildeten einen hervorragenden Nährboden für die Wurzeln der weltweit anerkannten einstigen Bergakademie und heutigen TU Clausthal. Im Jahre 1775 gründete Berghauptmann Carl Friedrich von Reden die "Clausthaler montanistische Lehrstätte". Hieraus entstand 1810 eine zweizügige Bergschule zur Ausbildung von Steigern und von Beamten für das Berg- und Hüttenwesen. Unter Leitung ihres damaligen Direktors Friedrich Adolph Roemer wurde 1864 aus der Bergschule eine Bergakademie. Schnell gewann sie internationales Ansehen und zog viele Studenten aus dem Ausland an, vor allem aus Nord- und Südamerika.

Zu dieser Zeit waren hier bereits Meilensteine des technischen Fortschritts gesetzt worden: Ausgefeilte Systeme zur Nutzung der Wasserkraft für den Betrieb von Bergbau- und Aufbereitungsmaschinen, die "Fahrkunst" zur Personenbeförderung, das Feldgestänge als Antriebssystem über weite Strecken, das Drahtseil sowie präzise Markscheideinstrumente (Meßsysteme) für untertägige Vortriebsarbeiten sind Clausthaler Erfindungen und machten weltweit Schule. Berühmte Wissenschaftler wie Gottfried Wilhelm Leibniz oder Goethes Freund Friedrich Wilhelm Heinrich v. Trebra sind mit der Geschichte des Bergbaus im Oberharz und seiner Lehrstätte verbunden.

Die Zuerkennung des Habilitations- und Promotionsrechtes ließ den internationalen Ruf der Clausthaler Lehrstätte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts weiter wachsen. Nachdem sich Lehre und Forschung in Clausthal lange Zeit auf das Bergbau- und Hüttenwesen einschließlich der Geowissenschaften konzentriert hatten, wurde das Studienangebot in den sechziger Jahren deutlich verbreitert. Vollstudiengänge von Chemie über Physik, Mathematik und Maschinenbau bis hin zur Verfahrenstechnik leiteten den Wandel ein, der im Jahre 1968 zur Umbenennung der Hochschule in "Technische Universität Clausthal" führte. Diesem Brückenschlag zwischen Tradition und Innovation folgten weitere neue, richtungsweisende Studiengänge: In den achtziger Jahren Informatik, Technomathematik und Chemieingenieurwesen sowie innerhalb der letzten Jahre Umweltschutztechnik, Energiesystemtechnik, Wirtschaftsmathematik, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen. Als Folge der Neuorientierung nahm die Zahl der Studierenden von etwa 1000 im Jahre 1965 auf rund 2700 im Wintersemester 2000/20001 zu. Heute sind mehr als 60 Prozent der Studentinnen und Studenten in den neuen Studiengängen eingeschrieben.

Werkstoffwissenschaften, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Informationstechnik und wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge bilden heute wichtige Schwerpunkte an der TU Clausthal. Eine Herausforderung für Forschung und Lehre ist dabei die zunehmende Bedeutung des Umweltschutzes. In einer ganzen Reihe von Studiengängen findet die Auseinandersetzung mit der Umweltproblematik statt. Bereits 1986 wurde in Clausthal der fächerübergreifende "Forschungsverbund Umwelttechnik" ins Leben gerufen. Drei Jahre später ist hieraus das Clausthaler Umwelttechnik-Institut (CUTEC) als wirtschaftsnahe Forschungseinrichtung des Landes Niedersachsen entstanden. Im Polymerzentrum arbeiten Chemiker, Physiker und Ingenieure an der Herstellung und Verwendung neuer chemischer Materialien und Werkstoffe. Als weiteres fächerübergreifendes Kompetenzzentrum wurde 1994 der "Forschungsverbund informationstechnisches Zentrum" (ITZ) gegründet, um der Bedeutung der Informationstechnologie für Wissenschaft und Gesellschaft gerecht zu werden. Mit dem Gebiet Energietechnik befassen sich heute Maschinenbau, Verfahrenstechnik und Bergbau: Hier geht es um neue und ressourcenschonende Technologien für Gewinnung, Verteilung und Verbrauch von Energie.

Zunehmend integriert in die Studiengänge der TU Clausthal werden die Wirtschaftswissenschaften. Denn mehr denn je verlangt die industrielle Praxis auch von Natur- und Ingenieurwissenschaftlern ein hohes Maß ökonomischer Kompetenz. Die ersten Studiengänge dieser Art sind Wirtschaftsmathematik, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftschemie wird im Diplomstudiengang Chemie als Spezialrichtung angeboten.

Als einmalig in Deutschland gilt Clausthals Konzentration in der Erdöl- und Erdgasforschung mit allein drei Instituten. Nicht nur hierin äußert sich die Weiterentwicklung des Bergbaus und der Geologie. Die beiden traditionellen Fachgebiete sorgen heute auch in Umwelttechnik, Deponietechnik und Entsorgung für eine weltweite Forschungskompetenz der TU. Ebenso fortentwickelt haben sich die Werkstoffwissenschaften: Aus der Tradition von Metallurgie und Hüttenwesen hinzugekommen sind Glas, Keramik, Baustoffe und Kunststoffe. Auch im 225. Jahr ihrer Geschichte befindet sich die TU Clausthal so in einer dynamischen Entwicklung.

Rund 95 Hochschullehrer und 400 wissenschaftliche Mitarbeiter in 40 Instituten gewährleisten neben intensiver Forschung eine solide technische und naturwissenschaftliche Ausbildung in mittlerweile 21 Studiengängen. Zudem sorgen Honorarprofessoren und Lehrbeauftragte für eine enge Anbindung an die industrielle Praxis, die durch Studien- und Projektarbeiten mit und in der Industrie noch vertieft wird. Insgesamt zählt die Hochschule heute knapp 1000 Mitarbeiter. Bei allem Wachstum ist die TU Clausthal vergleichsweise klein, überschaubar und persönlich geblieben. Ihren Studierenden ermöglicht sie hervorragende Arbeitsbedingungen: Ausbildung im Team, enge Zusammenarbeit mit Hochschullehrern und ausgesprochene Praxisnähe werden hoch geschätzt. Eine interdisziplinäre Grundausbildung und eine gründliche Vertiefung in einzelne Richtungen machen aus Clausthaler Studierenden später gefragte Naturwissenschaftler und Ingenieure.

Herausgeber: Der Rektor der TU Clausthal
Redaktion u. Gestaltung: Dezernat 5 (Planung, EDV, Statistik), Rektorassistent
Anschrift: Adolph-Roemer-Str. 2 A, 38678 Clausthal-Zellerfeld
Telefon: (05323) 72-3014 (Dipl.-Kfm. Schubert)
(05323) 72-3000 (Dipl.-Ing. Braun)
 


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Letzte Änderung 18. November 2002  - Dez. 5 - I. Neuse