ZAHLENSPIEGEL WS 2002/2003




STUDENTEN (Stichtag: 15. November 2002)
 

Studenten insgesamt:
2.768
(100,0 %)
  Neuaufnahmen (SS02 + WS02/03):
602
(100,0 %)
· davon weiblich:
606
(21,9 %)
  · davon weiblich:
164
(27,2 %)
·davon Ausländer:
678
(24,5 %)
  · davon Ausländer:
293
(48,7 %)

 
 
Studiengänge
Gesamtzahl
weibl. Studenten
Ausländer
Neuaufnahmen
         
Mathematik 55 21 9 15
Informatik 318 33 79 51
Technomathematik 66 17 0 6
Wirtschaftsmathematik 81 36 9 19
Wirtschaftsinformatik 263 52 78 89
Physik/Physikalische Technologien 84 9 11 24
Chemie 200 81 30 31
Geologie 105 45 22 19
Geophysik 30 9 2 8
Geotechnik, Bergbau, Erdöl-, -gastech. 148 25 42 20
Wirtschaftsingenieurwesen 177 42 31 39
Wirtschaftswissenschaften 8 0 3 3
Metallurgie 54 7 18 15
Werkstoffwissenschaften 85 21 25 28
Glas, Keramik, Bindemittel 34 16 12 12
Kunststofftechnik 26 9 6 3
Maschinenbau 449 45 157 110
Verfahrenstechnik 165 36 24 18
Chemieingenieurwesen 116 26 30 22
Energiesystemtechnik 108 24 32 21
Informationstechnik 61 9 32 23
Umweltschutztechnik 135 43 26 26

 
 
 

HERKUNFT DER STUDENTEN (in Prozent aller Studenten):
 
 

Deutsche
75,5 %
Niedersachsen
42,6 %
Nordrhein-Westfalen
10,4 %
Hessen
4,4 %
Sachsen-Anhalt
3,9 %
Thüringen
2,8 %
Bayern
2,2 %
Baden-Württemberg
1,8 %
Schleswig-Holstein
1,8 %
Rheinland-Pfalz
1,0 %
Sachsen
1,0 %
Brandenburg
0,9 %
Berlin
0,7 %
Bremen
0,5 %
Hamburg
0,5 %
Mecklenburg-Vorpommern
0,7 %
Saarland
0,2 %
Außerhalb Bundesgebiet
0,2 %

 
Nahbereich (Kreise)
41,0 %
Goslar
29,3 %
Osterode
3,6 %
Northeim
2,2 %
Göttingen
1,6 %
Wernigerode
0,9 %
Nordhausen
0,9 %
Wolfenbüttel
0,8 %
Eichsfeld (Worbis)
0,8 %
Quedlinburg+Sangerhausen
0,5 %
Halberstadt
0,4 %
Kyfhäuserkreis
0,1 %

 
 
Ausländer
24,5 %
Europa
7,0 %
Polen
1,9 %
Türkei
1,3 %
Spanien
0,7 %
Russische Förderation
0,4 %
Frankreich
0,4 %
Tschechische Republik
0,4 %
Asien
11,4 %
China (VR)
8,1 %
Iran
0,5 %
Thailand
0,4 %
Indonesien
0,3 %
Korea (Dem.Republik)
0,3 %
Syrien
0,3 %
Afrika
5,3 %
Kamerun
2,7 %
Marokko
0,8 %
Ägypten
0,4 %
Libyen
0,3 %
Tunesien
0,3 %
Kongo, Republik
0,2 %
Amerika
0,6 %
Mexiko
0,2 %
Brasilien
0,1 %
Kolumbien
0,1 %
Kanada
0,1 %
Staatenlos
0,1 %

 
 



 

Wirtschaftsplan 2003 (in €)

Erträge:

 
Landeszuschuss

58.795.000

Sondermittel

2.188.700

Drittmittel

16.106.000

eigene Erträge

855.000

Gesamtvolumen

77.944.700


 

Aufteilung der Mittel:

 

Personalaufwand

55.800.000

Sachaufwand

20.633.000

Investitionen

1.511.700

 

77.944.700


 



 
 

Personal 2003 (Stand: 01. Januar 2003)

 

Stellen aus Landeszuschuss
761
(100,0 %)
  Drittmittelpersonal
239
(100,0 %)
· Beamte
198
(26,0 %)
  · Wiss. Angestellte
170
(71,1 %)
· Angestellte
461
(60,6 %)
  · Sonst. Angestellte
43
(18,0 %)
· Arbeiter
102
(13,4 %)
  · Arbeiter
26
(10,9 %)

 
 
Sondermittelpersonal
9
(100,0 %)
  Ausbildungsplätze    
· Auszubildende
1
(11,1 %)
  · Landeszuschuss
100
(100,0 %)
· Wiss. Angestellte
6
(66,7 %)
       
· Sonst. Angestellte
2
(22,2 %)
       
· Arbeiter
0
(0,0 %)
       

 



 
 

Aufteilung der Stellen aus Landeszuschuss:

 

Professoren       Hochschuldozenten    
· C3, C4
88
(11,6 %)
  · C2
2
(0,3 %)
Juniorprofessoren W1
7
(0,9 %)
       

 
Wiss. Mitarbeiter       Sonstige Mitarbeiter    
· Oberass./-Ing. C2
6
(0,8 %)
  · Beamte
25
(3,3 %)
· Akad. Direktoren und Räte
48
(6,3 %)
  · Angestellte
309
(40,6 %)
· Wiss. Assistenten
22
(2,9 %)
  · Arbeiter
84
(11,0 %)
· Wiss. Dienst
15
(2,0 %)
       
· Förderstellen
102
(13,4 %)
  Nichtvollbeschäftigte Mitarbeiter    
        · Angestellte
35
(4,6 %)
        · Arbeiter
18
(2,4 %)

Quelle: Übersicht Globalhaushalt
 
 



 

Die Technische Universität Clausthal zwischen Tradition und Innovation

Reichhaltigen Erzvorkommen verdankt der Oberharz seine jahrhundertelange Bedeutung als Zentrum für die Gewinnung von Silber, Blei, Zink und Kupfer. Bergwerke und Hütten bestimmten die Wirtschaftskraft der Mittelgebirgsregion und das Leben vieler Generationen im Oberharz. Diese Faktoren bildeten einen fruchtbaren Nährboden für die Wurzeln der weltweit anerkannten einstigen Bergakademie und heutigen TU Clausthal. Im Jahre 1775 gründete Berghauptmann Carl Friedrich von Reden die "Clausthaler montanistische Lehrstätte". Hieraus entstand 1810 eine zweizügige Bergschule zur Ausbildung von Steigern und von Beamten für das Berg- und Hüttenwesen. Unter Leitung ihres damaligen Direktors Friedrich Adolph Roemer wurde 1864 aus der Bergschule eine Bergakademie. Schnell gewann sie internationales Ansehen und zog viele Studenten aus dem Ausland an, vor allem aus Nord- und Südamerika.

Zu dieser Zeit waren hier bereits Meilensteine des technischen Fortschritts gesetzt worden: Ausgefeilte Systeme zur Nutzung der Wasserkraft für den Betrieb von Bergbau- und Aufbereitungsmaschinen, die "Fahrkunst" zur Personenbeförderung, das Feldgestänge als Antriebssystem über weite Strecken, das Drahtseil sowie präzise Markscheideinstrumente (Meßsysteme) für untertägige Vortriebsarbeiten sind Clausthaler Erfindungen und machten weltweit Schule. Berühmte Wissenschaftler wie Gottfried Wilhelm Leibniz oder Goethes Freund Friedrich Wilhelm Heinrich v. Trebra sind mit der Geschichte des Bergbaus im Oberharz und seiner Lehrstätte verbunden.

Die Zuerkennung des Promotions- und Habilitationsrechtes ließ den internationalen Ruf der Clausthaler Lehrstätte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts weiter wachsen. Nachdem sich Lehre und Forschung in Clausthal lange Zeit auf das Bergbau- und Hüttenwesen einschließlich der Geowissenschaften konzentriert hatten, wurde das Studienangebot in den sechziger Jahren deutlich verbreitert. Vollstudiengänge von Chemie über Physik, Mathematik und Maschinenbau bis hin zur Verfahrenstechnik leiteten den Wandel ein, der im Jahre 1968 zur Umbenennung der Hochschule in "Technische Universität Clausthal" führte. Diesem Brückenschlag zwischen Tradition und Innovation folgten weitere neue, richtungweisende Studiengänge: In den achtziger Jahren Informatik, Technomathematik und Chemieingenieurwesen sowie innerhalb der letzten Jahre Umweltschutztechnik, Energiesystemtechnik, Wirtschaftsmathematik, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen und Kunststofftechnik. Als Folge der Neuorientierung hat sich die Zahl der Studierenden von etwa 1000 im Jahre 1965 verdreifacht. Heute sind mehr als 60 Prozent der Studentinnen und Studenten in den neuen Studiengängen eingeschrieben.

Werkstoffwissenschaften, Maschinenbau / Mechatronik, Verfahrenstechnik, Informationstechnik und wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge bilden heute wichtige Schwerpunkte an der TU Clausthal. Eine Herausforderung für Forschung und Lehre ist dabei die zunehmende Bedeutung des Umweltschutzes. In einer ganzen Reihe von Studiengängen findet die Auseinandersetzung mit der Umweltproblematik statt. Bereits 1986 wurde in Clausthal der fächerübergreifende "Forschungsverbund Umwelttechnik" ins Leben gerufen. Drei Jahre später ist hieraus das Clausthaler Umwelttechnik-Institut (CUTEC) als wirtschaftsnahe Forschungseinrichtung des Landes Niedersachsen entstanden. Im Polymerzentrum arbeiten Chemiker, Physiker und Ingenieure gemeinsam an der Herstellung und Verwendung neuer chemischer Materialien und Werkstoffe. Als weiteres fächerübergreifendes Kompetenzzentrum wurde 1994 der Forschungsverbund Informationstechnisches Zentrum (ITZ) gegründet, um der Bedeutung der Informationstechnologie für Wissenschaft und Gesellschaft gerecht zu werden. Vor kurzem wurde das Simulationstechnische Zentrum gegründet, in dem die Informatik als Dreh- und Angelpunkt die Methoden der Mathematiker mit den Anwendungen der Techniker verbindet. Mit dem Gebiet Energietechnik befassen sich heute Maschinenbau, Verfahrenstechnik und Bergbau: Hier geht es um neue und ressourcenschonende Technologien für Gewinnung, Verteilung und Verbrauch von Energie.

Zunehmend integriert in die Studiengänge der TU Clausthal werden die Wirtschaftswissenschaften. Denn mehr denn je verlangt die industrielle Praxis auch von Natur- und Ingenieurwissenschaftlern ein hohes Maß ökonomischer Kompetenz. Die ersten Studiengänge dieser Art sind Wirtschaftsmathematik, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen. Wirtschaftschemie wird im Diplomstudiengang Chemie als Spezialrichtung angeboten.

Als einmalig in Deutschland gilt Clausthals Konzentration in der Erdöl- und Erdgasforschung mit allein drei Instituten. Nicht nur hierin äußert sich die Weiterentwicklung des Bergbaus und der Geologie. Die beiden traditionellen Fachgebiete sorgen heute auch in Umwelttechnik, Deponietechnik und Entsorgung für eine weltweite Forschungskompetenz der TU. Ebenso fortentwickelt haben sich die Werkstoffwissenschaften: Aus der Tradition von Metallurgie und Hüttenwesen hinzugekommen sind Glas, Keramik, Baustoffe und Kunststoffe. Auch nach mehr als 225 Jahren befindet sich die TU Clausthal so in einer dynamischen Entwicklung.

Rund 90 Hochschullehrer, 7 Juniorprofessuren und 400 wissenschaftliche Mitarbeiter in 40 Instituten gewährleisten neben intensiver Forschung eine solide technische und naturwissenschaftliche Ausbildung in mittlerweile 22 Studiengängen. Zudem sorgen Honorarprofessoren und Lehrbeauftragte für eine enge Anbindung an die industrielle Praxis, die durch Studien- und Projektarbeiten mit und in der Industrie noch vertieft wird. Insgesamt zählt die Hochschule heute knapp 1000 Mitarbeiter. Bei allem Wachstum ist die TU Clausthal vergleichsweise klein, überschaubar und persönlich geblieben. Ihren Studierenden ermöglicht sie hervorragende Arbeitsbedingungen: Ausbildung im Team, enge Zusammenarbeit mit Hochschullehrern und ausgesprochene Praxisnähe werden hoch geschätzt. Eine interdisziplinäre Grundausbildung und eine gründliche Vertiefung in einzelne Richtungen machen aus Clausthaler Studierenden später gefragte Naturwissenschaftler und Ingenieure.

Herausgeber: Der Präsident der TU Clausthal
Redaktion und Gestaltung: Dezernat 5 (Planung, EDV, Statistik), Assistent des Präsidenten
Anschrift: Adolph-Roemer-Str. 2 a, 38678 Clausthal-Zellerfeld
Telefon: (05323) 72-3014 (Dipl.-Kfm. Schubert, Dezernat 5) - (05323) 72-3000 (Dipl.-Ing. Braun, Präsidialbüro)
 
 


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Letzte Änderung 24. März 2003  - Dez.5 -  I. Neuse