ZAHLENSPIEGEL WS 2001/2002
 
 

STUDENTEN (Stichtag: 15. November 2001)



 

Studenten insgesamt:
2.790
(100,0 %)
 
Neuaufnahmen:
539
(100,0 %)
· davon weiblich:
564
(20,2 %)
 
· davon weiblich:
132
(24,5 %)
· davon Ausländer:
662
(23,7 %)
 
· davon Ausländer:
224
(41,6 %)

 
Studiengänge Gesamtzahl weibl. Studenten Ausländer Neuaufnahmen
         
Mathematik 56 19 10 10
Informatik 357 35 102 92
Technomathematik 82 20 0 13
Wirtschaftsmathematik 74 33 7 20
Wirtschaftsinformatik 235 45 56 68
Physik/Physikalische Technologien 75 8 7 16
Chemie 223 81 43 52
Geologie 96 34 20 13
Geophysik 30 7 2 2
Geotechnik, Bergbau, Erdöl-, -gastech. 170 21 50 9
Wirtschaftsingenieurwesen 158 30 18 30
Metallurgie 59 8 17 4
Werkstoffwissenschaften 73 17 18 7
Glas, Keramik, Bindemittel 46 21 14 11
Kunststofftechnik 26 9 6 5
Maschinenbau 450 50 164 99
Verfahrenstechnik 177 32 24 12
Chemieingenieurwesen 122 23 31 22
Energiesystemtechnik 99 18 27 16
Informationstechnik 48 8 23 20
Umweltschutztechnik 134 45 23 18

 
 
 

HERKUNFT DER STUDENTEN (in Prozent aller Studenten):


Deutsche

76,3 %

Niedersachsen

43,2 %

Nordrhein-Westfalen

10,9 %

Hessen

4,6 %

Sachsen-Anhalt

3,9 %

Thüringen

2,4 %

Bayern

2,3 %

Baden-Württemberg

1,8 %

Schleswig-Holstein

1,8 %

Rheinland-Pfalz

1,1 %

Sachsen

0,9 %

Brandenburg

0,7 %

Berlin

0,7 %

Bremen

0,6 %

Hamburg

0,5 %

Mecklenburg-Vorpommern

0,5 %

Saarland

0,3 %

Außerhalb Bundesgebiet

0,1 %


 
 
 
Nahbereich (Kreise)

40,5 %

Goslar

28,7 %

Osterode

3,4 %

Northeim

2,3 %

Göttingen

1,6 %

Wolfenbüttel

1,0 %

Wernigerode

1,0 %

Nordhausen

0,8 %

Quedlinburg+Sangerhausen

0,7 %

Eichsfeld (Worbis)

0,6 %

Halberstadt

0,5 %


 
Ausländer

23,7 % 

Europa

6,6 %

Polen

1,8 %

Türkei

1,5 %

Spanien

0,6 %

Russische Förderation

0,3 %

Jugoslawien

0,3 %

Rumänien

0,3 %

Tschechien

0,3 %

Asien

10,6 %

China (VR)

7,4 %

Iran

0,5 %

Israel

0,5 %

Indonesien

0,4 %

Thailand

0,4 %

Syrien

0,3 %

Afrika

5,9 %

Kamerun

3,2 %

Marokko

0,9 %

Ägypten

0,4 %

Libyen

0,4 %

Tunesien

0,2 %

Amerika

0,5 %

Brasilien

0,1 %

USA

0,1 %

Kanada

0,1 %

Kolumbien

0,1 %

Mexiko

0,1 %

Staatenlos

0,1 %



 

Wirtschaftsplan 2002 (in €)

Erträge:

Landeszuschuss

58.858.000

Sondermittel

2.095.700

Drittmittel

16.106.000

eigene Erträge

799.000

Gesamtvolumen

77.858.700


 

Aufteilung der Mittel:

Personalaufwand

55.849.000

Sachaufwand

20.597.000

Investitionen

1.412.700

 

77.858.700



 
 

Personal 2002 (Stand: 01. Januar 2002):


Planstellen

714

(100,0 %)

Drittmittelpersonal

204

(100,0 %)

· Beamte

198

(27,7 %)

· Wiss. Angestellte

144

(70,6 %)

· Angestellte

427

(59,8 %)

· Sonst. Angestellte

40

(19,6 %)

· Arbeiter

89

(12,5 %)

· Arbeiter

20

(9,8 %)


 

Sondermittelpersonal

18

(100,0 %)

 

Ausbildungsplätze

 

 

· Auszubildende

1

(5,6 %)

 

· Planmittel

100

(100,0 %)

· Wiss. Angestellte

8

(44,4 %)

 

 

 

 

· Sonst. Angestellte

7

(38,9 %)

 

 

 

 

· Arbeiter

2

(11,1 %)

 

 

 

 



 
 

Aufteilung der Planstellen:


Professoren

 

 

 

Hochschuldozenten

 

 

· C3, C4

88

(12,3 %)

 

· C2

3

(0,4 %)


 

Wiss. Mitarbeiter

 

 

 

Sonstige Mitarbeiter

 

 

· Oberass./-Ing. C2

2

(0,3 %)

 

· Beamte

25

(3,5 %)

· Akad. Direktoren und Räte

48

(6,7 %)

 

· Angestellte

318

(44,5 %)

· Wiss. Assistenten

32

(4,5 %)

 

· Arbeiter

89

(12,5 %)

· Wiss. Dienst

15

(2,1 %)

 

 

 

 

· Förderstellen

94

(13,2 %)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 
 

Die Technische Universität Clausthal zwischen Tradition und Innovation

Reichhaltigen Erzvorkommen verdankt der Oberharz seine jahrhundertelange Bedeutung als Zentrum für die Gewinnung von Silber, Blei, Zink und Kupfer. Bergwerke und Hütten bestimmten die Wirtschaftskraft der Mittelgebirgsregion und das Leben vieler Generationen im Oberharz. Diese Faktoren bildeten einen fruchtbaren Nährboden für die Wurzeln der weltweit anerkannten einstigen Bergakademie und heutigen TU Clausthal. Im Jahre 1775 gründete Berghauptmann Carl Friedrich von Reden die "Clausthaler montanistische Lehrstätte". Hieraus entstand 1810 eine zweizügige Bergschule zur Ausbildung von Steigern und von Beamten für das Berg- und Hüttenwesen. Unter Leitung ihres damaligen Direktors Friedrich Adolph Roemer wurde 1864 aus der Bergschule eine Bergakademie. Schnell gewann sie internationales Ansehen und zog viele Studenten aus dem Ausland an, vor allem aus Nord- und Südamerika.

Zu dieser Zeit waren hier bereits Meilensteine des technischen Fortschritts gesetzt worden: Ausgefeilte Systeme zur Nutzung der Wasserkraft für den Betrieb von Bergbau- und Aufbereitungsmaschinen, die "Fahrkunst" zur Personenbeförderung, das Feldgestänge als Antriebssystem über weite Strecken, das Drahtseil sowie präzise Markscheideinstrumente (Meßsysteme) für untertägige Vortriebsarbeiten sind Clausthaler Erfindungen und machten weltweit Schule. Berühmte Wissenschaftler wie Gottfried Wilhelm Leibniz oder Goethes Freund Friedrich Wilhelm Heinrich v. Trebra sind mit der Geschichte des Bergbaus im Oberharz und seiner Lehrstätte verbunden.

Die Zuerkennung des Promotions- und Habilitationsrechtes ließ den internationalen Ruf der Clausthaler Lehrstätte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts weiter wachsen. Nachdem sich Lehre und Forschung in Clausthal lange Zeit auf das Bergbau- und Hüttenwesen einschließlich der Geowissenschaften konzentriert hatten, wurde das Studienangebot in den sechziger Jahren deutlich verbreitert. Vollstudiengänge von Chemie über Physik, Mathematik und Maschinenbau bis hin zur Verfahrenstechnik leiteten den Wandel ein, der im Jahre 1968 zur Umbenennung der Hochschule in "Technische Universität Clausthal" führte. Diesem Brückenschlag zwischen Tradition und Innovation folgten weitere neue, richtungweisende Studiengänge: In den achtziger Jahren Informatik, Technomathematik und Chemieingenieurwesen sowie innerhalb der letzten Jahre Umweltschutztechnik, Energiesystemtechnik, Wirtschaftsmathematik, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen. Als Folge der Neuorientierung nahm die Zahl der Studierenden von etwa 1000 im Jahre 1965 auf rund 2800 im Wintersemester 2001/2002 zu. Heute sind mehr als 60 Prozent der Studentinnen und Studenten in den neuen Studiengängen eingeschrieben.

Werkstoffwissenschaften, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Informationstechnik und wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge bilden heute wichtige Schwerpunkte an der TU Clausthal. Eine Herausforderung für Forschung und Lehre ist dabei die zunehmende Bedeutung des Umweltschutzes. In einer ganzen Reihe von Studiengängen findet die Auseinandersetzung mit der Umweltproblematik statt. Bereits 1986 wurde in Clausthal der fächerübergreifende "Forschungsverbund Umwelttechnik" ins Leben gerufen. Drei Jahre später ist hieraus das Clausthaler Umwelttechnik-Institut (CUTEC) als wirtschaftsnahe Forschungseinrichtung des Landes Niedersachsen entstanden. Im Polymerzentrum arbeiten Chemiker, Physiker und Ingenieure gemeinsam an der Herstellung und Verwendung neuer chemischer Materialien und Werkstoffe. Als weiteres fächerübergreifendes Kompetenzzentrum wurde 1994 der Forschungsverbund Informationstechnisches Zentrum (ITZ) gegründet, um der Bedeutung der Informationstechnologie für Wissenschaft und Gesellschaft gerecht zu werden. Mit dem Gebiet Energietechnik befassen sich heute Maschinenbau, Verfahrenstechnik und Bergbau: Hier geht es um neue und ressourcenschonende Technologien für Gewinnung, Verteilung und Verbrauch von Energie.

Zunehmend integriert in die Studiengänge der TU Clausthal werden die Wirtschaftswissenschaften. Denn mehr denn je verlangt die industrielle Praxis auch von Natur- und Ingenieurwissenschaftlern ein hohes Maß ökonomischer Kompetenz. Die ersten Studiengänge dieser Art sind Wirtschaftsmathematik, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftschemie wird im Diplomstudiengang Chemie als Spezialrichtung angeboten.

Als einmalig in Deutschland gilt Clausthals Konzentration in der Erdöl- und Erdgasforschung mit allein drei Instituten. Nicht nur hierin äußert sich die Weiterentwicklung des Bergbaus und der Geologie. Die beiden traditionellen Fachgebiete sorgen heute auch in Umwelttechnik, Deponietechnik und Entsorgung für eine weltweite Forschungskompetenz der TU. Ebenso fortentwickelt haben sich die Werkstoffwissenschaften: Aus der Tradition von Metallurgie und Hüttenwesen hinzugekommen sind Glas, Keramik, Baustoffe und Kunststoffe. Auch nach mehr als 225 Jahren befindet sich die TU Clausthal so in einer dynamischen Entwicklung.

Rund 95 Hochschullehrer und 400 wissenschaftliche Mitarbeiter in 40 Instituten gewährleisten neben intensiver Forschung eine solide technische und naturwissenschaftliche Ausbildung in mittlerweile 21 Studiengängen. Zudem sorgen Honorarprofessoren und Lehrbeauftragte für eine enge Anbindung an die industrielle Praxis, die durch Studien- und Projektarbeiten mit und in der Industrie noch vertieft wird. Insgesamt zählt die Hochschule heute knapp 1000 Mitarbeiter. Bei allem Wachstum ist die TU Clausthal vergleichsweise klein, überschaubar und persönlich geblieben. Ihren Studierenden ermöglicht sie hervorragende Arbeitsbedingungen: Ausbildung im Team, enge Zusammenarbeit mit Hochschullehrern und ausgesprochene Praxisnähe werden hoch geschätzt. Eine interdisziplinäre Grundausbildung und eine gründliche Vertiefung in einzelne Richtungen machen aus Clausthaler Studierenden später gefragte Naturwissenschaftler und Ingenieure.

Herausgeber: Der Rektor der TU Clausthal
Redaktion und Gestaltung: Dezernat 5 (Planung, EDV, Statistik), Rektorassistent
Anschrift: Adolph-Roemer-Str. 2 A, 38678 Clausthal-Zellerfeld
Telefon: (05323) 72-3014 (Dipl.-Kfm. Schubert)
(05323) 72-3000 (Dipl.-Ing. Braun)
 
 


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Letzte Änderung: 01. Feburar  2002  -  Dez.5 - I.Neuse