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Modellprojekt: Nutzung industrieller Abwärme hilft Wirtschaft und Klimaschutz

Braunschweig. Wie können Geoinformationssysteme helfen, überschüssige Wärmeenergie eines Produktionsbetriebes an anderer Stelle energiesparend zu verwenden? Angeregt durch den Landkreis Goslar bringt sich das TU-Institut für Geotechnik und Markscheidewesen um Professor Wolfgang Busch in ein Verbundprojekt zu dieser Frage ein. Den Förderbescheid dazu über 122.000 Euro hat Niedersachsens Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung Birgit Honé in dieser Woche übergeben.

Ministerin Birgit Honé übergibt Dr. Daniel Tomowski (rechts) von der TU Clausthal und Landrat Thomas Brych (3. von rechts) den Förderbescheid. Foto: ArL

Ministerin Birgit Honé übergibt Dr. Daniel Tomowski (rechts) von der TU Clausthal und Landrat Thomas Brych (3. von rechts) den Förderbescheid. Foto: ArL

Zunächst war an dem Institut der TU Clausthal im Rahmen einer Bachelorarbeit eine erste exemplarische Untersuchung erfolgt. Daraus entwickelte sich nach über einem Jahr intensiver Vorarbeit das Verbundprojekt, dem sich letztlich drei Landkreise (Goslar, Nordheim und Wolfenbüttel), die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften mit dem Institut für energieoptimierte Systeme sowie die IP SYSCON GmbH (Osnabrück) anschlossen.

Der Förderbescheid für das im kommenden Jahr beginnende Modellprojekt wurde in einer Feierstunde im Amt für regionale Landesentwicklung Braunschweig an den projektleitenden Landkreis Goslar übergeben. „Innovatives Abwärme/Ressourcenkataster für Wirtschaftsförderung, Regionalentwicklung und Klimaschutz“ lautet der genaue Name des Vorhabens.

Digitales Abwärme- und Energieressourcenportal entsteht

In einem ersten Schritt soll die bislang ungenutzte Energie in einem digitalen Abwärme- und Energieressourcenportal über Unternehmensbefragungen erfasst werden, um einen Überblick über die vorhandenen Energieressourcen in der Region zu erhalten. In einem zweiten Schritt sollen dann über die Analyse von Wirtschaftlichkeits- und Wirkradien mit Unterstützung von Wirtschaftsförderung, Energieagenturen und Hochschulen konkrete Maßnahmen zur gemeinsamen Wärme- und Energienutzung abgeleitet und umgesetzt werden.

So ist beispielsweise denkbar, dass die Nachbarn eines Industrieunternehmens oder auch einer Bäckerei die entstehende Abwärme für die eigene Energie- und Wärmeversorgung nutzen und so dazu beitragen, die produktionsbedingten Ausstöße sinnvoll zu verwerten. Aber nicht nur industrielle Abwärme steht im Fokus dieses Projektes, sondern auch die Untersuchung einer ergänzenden Nutzung von Sonnenenergie, Energie aus Biogasanlagen sowie oberflächennaher Geothermie.

Ministerin: Modellvorhaben hat hohe Innovationskraft 

Ministerin Honé attestierte dem Modellvorhaben hohe Innovationskraft und hob positiv hervor, dass nicht nur Unternehmen und Betriebe von dem Projekt profitieren, sondern sich auch die Bürgerinnen und Bürger an dieser nachhaltigen Energienutzung beteiligen können. Landesbeauftragter Mathias Wunderling-Weilbier machte ergänzend deutlich, dass dieses zunächst auf eine Laufzeit von einem Jahr ausgelegte Modellprojekt exemplarischen Charakter hat. Die Übertragung auf andere Landkreise und eine Implementierung in der Region sind jedoch erklärte Zielsetzung.

Die Abteilung Markscheidewesen und Geoinformation des TU-Instituts für Geotechnik und Markscheidewesen bringt sich in dieses Projekt mit seiner Kompetenz und Erfahrung beim Aufbau von Geoinformationssystemen sowie der Analyse von Geo- und interdisziplinären Fachdaten ein. Die systemtechnische Entwicklung einer durch die Landkreise nutzbaren Plattform erfolgt partnerschaftlich und in enger Abstimmung mit dem Unternehmen IP SYSCON.

 

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